Trotz schwieriger Qualifying-Sessions an beiden Renntagen zeigte das Team starke Aufholleistungen. Oliver Rowland fuhr sowohl am Samstag als auch am Sonntag in die Punkte und sicherte sich jeweils den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde. Norman Nato komplettierte den erfolgreichen Saisonabschluss mit einem Top-10-Ergebnis im finalen Rennen des Jahres.
Im 16. Saisonlauf am Samstag verpassten beide Nissan-Fahrer den Einzug in die Duellphase des Qualifyings und starteten von den Positionen 13 und 16.
Ein unglücklich platzierter Full Course Yellow beeinträchtigte Rowlands Rennstrategie erheblich. Der Brite kämpfte sich jedoch in der Schlussphase auf Rang zehn zurück und sicherte sich zusätzlich den Bonuspunkt für die schnellste Runde. Nato machte bereits in der ersten Rennrunde mehrere Plätze gut, wurde jedoch nach einer Kollision mit einem Konkurrenten durch einen Reifenschaden zurückgeworfen. Trotz des Zwischenfalls erreichte er nach einer kämpferischen Leistung Platz 15.
Auch das Qualifying zum abschließenden Saisonlauf verlief nicht nach Plan. Rowland nahm das Rennen von Startplatz 17 auf, während Nato aufgrund eines technischen Problems keine gezeitete Runde absolvieren konnte und von Rang 19 ins Rennen ging.
Mit einer energiesparenden Strategie in der Anfangsphase und späteren Attack-Mode-Einsätzen arbeitete sich das Nissan-Duo im Rennverlauf kontinuierlich nach vorne. In einer von mehreren Zwischenfällen geprägten Schlussphase gelang es beiden Fahrern, weitere Positionen gutzumachen. Rowland überquerte die Ziellinie auf Platz neun und sicherte sich erneut den Bonuspunkt für die schnellste Runde. Nato komplettierte das Ergebnis mit Rang zehn und einem weiteren Punktgewinn.
Erfolgreiche Saison mit Podiumsplätzen und Sieg in Monaco
Das Nissan Formel E Team blickt auf eine Saison mit zahlreichen Höhepunkten zurück. Insgesamt erzielte die Mannschaft sechs Podiumsplätze sowie einen Sieg beim prestigeträchtigen Rennen in Monaco.Oliver Rowland blieb bis zum letzten Rennwochenende im Kampf um die Fahrermeisterschaft und erreichte Podiumsplätze in São Paulo, Mexiko-Stadt, Dschidda und Berlin. Norman Nato steuerte über die gesamte Saison hinweg wichtige Punkte bei, darunter ein fünfter Platz in Berlin. Nach einer schwierigen Phase in China setzte das Team zum Saisonende ein positives Zeichen und sammelte bei allen vier abschließenden Rennen in Tokio und London Punkte.
Am Ende der Saison belegt Nissan Formel E Team Rang sechs in der Teamwertung. Oliver Rowland schließt die Fahrermeisterschaft auf Platz vier ab, Norman Nato auf Rang 19. Nissan sichert sich zudem den fünften Platz in der Herstellerwertung.
Mit dem Ende der GEN3-Ära richtet das Team seinen Blick nun vollständig auf die Entwicklung seines GEN4-Fahrzeugs für Saison 13. Die nächste Generation der Formel E startet offiziell später in diesem Jahr mit den Vorsaisontests für die Saison 2026/27 im November.
Tommaso Volpe, Managing Director und Teamchef des Nissan Formel E Teams: „Wir hatten an diesem Wochenende nicht die Pace im Qualifying, die wir uns gewünscht hätten, was es schwierig machte, um die angestrebten Ergebnisse zu kämpfen. Dennoch freuen wir uns, die Saison mit zwei starken Aufholjagden und Punkten für beide Fahrer positiv abzuschließen. Rückblickend war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wir haben einige starke Ergebnisse erzielt, waren aber nicht immer konstant. Gleichzeitig konnten wir bis zum letzten Rennwochenende im Kampf um die Fahrermeisterschaft bleiben. Dafür gebührt dem gesamten Team und unseren Fahrern große Anerkennung. Die GEN3-Ära war für Nissan eine außergewöhnliche Reise. Seit unserem Einstieg als neues Team in Saison 9 haben wir 21 Podiumsplätze, sieben Siege und einen Fahrer-Weltmeistertitel errungen. Darauf können wir stolz sein. Mein besonderer Dank gilt zudem Norman Nato, der ein wichtiger Teil unseres Projekts war und maßgeblich zu unserem Erfolg beigetragen hat. Nun richten wir unseren Fokus vollständig auf GEN4. Wir sind überzeugt, dass die besten Kapitel unserer Geschichte noch vor uns liegen.“
Oliver Rowland, Fahrer des Nissan Formel E Teams: „Wir wussten, dass diese Strecke nicht zu unseren stärksten gehört. Nach zwei schwierigen Qualifyings war klar, dass es schwer werden würde, die benötigten Punkte einzufahren. Trotzdem können wir stolz darauf sein, die Saison zum dritten Mal in Folge unter den Top Vier der Fahrerwertung abzuschließen. Das gesamte Team hat das ganze Jahr über hart gearbeitet und nie aufgegeben. Die GEN3-Ära war für uns als Team und auch für mich persönlich eine besondere Zeit mit vielen großartigen Erinnerungen und wichtigen Meilensteinen. Jetzt freuen wir uns auf die Herausforderungen und Chancen der GEN4-Ära.“
Norman Nato, Fahrer des Nissan Formel E Teams: „Es war ein schwieriges Wochenende, aber ich freue mich, die Saison mit einem Top-10-Ergebnis im letzten Rennen abschließen zu können. Insgesamt war es ein herausforderndes Jahr. Ich habe das Gefühl, fahrerisch besser denn je gewesen zu sein, doch aus unterschiedlichen Gründen konnten wir diese Leistungen nicht immer in die Ergebnisse umsetzen, die wir uns erhofft hatten. So ist der Motorsport manchmal. Umso stolzer bin ich darauf, wie das gesamte Team bis zuletzt gekämpft und niemals aufgegeben hat.
Ich möchte mich bei allen im Nissan Formel E Team herzlich bedanken. Die vergangenen drei Jahre waren eine großartige Zeit, in der wir viele besondere Momente gemeinsam erlebt haben. Mein Dank gilt allen Ingenieurinnen und Ingenieuren, Mechanikerinnen und Mechanikern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinter den Kulissen für ihre harte Arbeit und ihre Unterstützung. Für mich beginnt nun ein neues Kapitel meiner Karriere. Gleichzeitig blicke ich mit großer Freude auf meine Zeit in der Formel E zurück, sowohl auf die Rennen als auch auf das Miteinander im Fahrerlager. Ich bin stolz darauf, Teil dieser Meisterschaft gewesen zu sein. Es ist vorerst ein Abschied, aber ich hoffe, viele bekannte Gesichter schon bald wiederzusehen.“





