FIA Formel E
18.08.2026
Starke Leistungen von Maximilian Günther zum Abschluss der Formel-E
Der Samstag begann alles andere als ideal. Ein leichter Kontakt mit der Mauer während seiner Outlap im Qualifying bedeutete das vorzeitige Ende seiner Session. Dadurch musste er das Rennen von Startplatz 19 aufnehmen und hatte viel Arbeit vor sich, um noch in die Punkteränge vorzustoßen. Angesichts der begrenzten Überholmöglichkeiten auf dem ExCeL-London-Kurs war klar, dass die Strategie eine entscheidende Rolle spielen würde.
Zusammen mit DS Penske entschied sich Maximilian im Pit-Boost-Rennen dafür, zu Beginn Energie zu sparen, um später mittels Pit Boost und Attack Mode Plätze gutzumachen. Als einer der letzten Fahrer absolvierte er seinen Pflichtboxenstopp, und die Strategie entwickelte sich vielversprechend. Er verfügte über genügend Energie, um zum Rennende hin anzugreifen.
Mit mehreren beeindruckenden Überholmanövern kämpfte er sich wieder nach vorne. Doch die Neutralisationsphase, die seiner Strategie eigentlich perfekt in die Karten spielte, kam letztlich zum ungünstigen Zeitpunkt. Da Teamkollege Taylor Barnard dieselbe Strategie verfolgte und das Team jeweils nur ein Auto gleichzeitig zum Pit Boost hereinholen konnte, erhielt Barnard als besser platzierter Fahrer Priorität. Dadurch konnte Maximilian den Vorteil des Full-Course-Yellow nicht nutzen. Trotz aller Bemühungen nach seinem Stopp reichte es am Ende nur zu Platz 12.
Dennoch zeigte das Rennen, dass das Gesamtpaket konkurrenzfähig war. Sollte er am Sonntag von technischen Problemen oder Schäden verschont bleiben, schien ein positiver Saisonabschluss möglich.
Bereits im dritten Freien Training bestätigte sich diese Einschätzung. Maximilian zeigte starke Pace und ging mit viel Selbstvertrauen ins Qualifying. Allerdings führte ein sportlicher Regelverstoß im Training zu einer Startplatzstrafe von drei Positionen für das Rennen.
Im Qualifying selbst zeigte er eine starke Leistung und kämpfte um den Einzug in die Duellphase. Doch wie so oft in dieser Saison waren die Abstände äußerst gering. Am Ende belegte er Rang sechs in Gruppe B und verpasste die Duelle knapp. Durch die Strafversetzung ging er schließlich von Startplatz 14 ins Rennen.
Ohne Pit Boost, dafür mit zwei Attack Modes, setzte Maximilian erneut auf intelligentes Energiemanagement und hob sich seine Attack Modes für die entscheidenden Rennphasen auf. Doch eine späte Safety-Car-Phase, die Charakteristik des engen Londoner Stadtkurses sowie der höhere Energiebedarf des Sonntagsrennens erschwerten den Vorwärtsdrang zusätzlich. Nach einem engagierten Rennen überquerte er die Ziellinie auf Rang 11 und verpasste damit die Punkte denkbar knapp.
Das Rennen markierte nicht nur das Ende der Formel-E-Ära im ExCeL London, sondern auch das Ende von Maximilians Zusammenarbeit mit DS Penske. Mit dem Beginn der Gen4-Ära verlässt DS die Formel E, und nach zwei gemeinsamen Jahren schlägt auch Maximilian ein neues Kapitel auf. Obwohl die Zusammenarbeit erfolgreich war, freut er sich nun auf die kommende Herausforderung und darauf, mit den neuen Gen4-Fahrzeugen wieder an die Spitze des Feldes zurückzukehren.
Die Gen4-Ära und die Saison 13 beginnen später in diesem Jahr. Bis dahin wird sich Maximilian eine kurze Auszeit gönnen, um sich zu erholen, neue Energie zu tanken und optimal vorbereitet in die nächste Meisterschaft zu starten, mit dem klaren Ziel, um den Titel mitzukämpfen.





