DKM
18.08.2026
Emilio Bernd erlebt turbulentes DKM-Wochenende in Kerpen
Im Zeittraining sicherte sich Emilio den sechsten Platz und damit eine solide Ausgangsposition für die Vorläufe. Im ersten Heat präsentierte er sich gewohnt schnell und kämpferisch. Eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe warf ihn im Ergebnis jedoch auf den neunten Rang zurück.
Der zweite Vorlauf nahm anschließend einen unglücklichen Verlauf. Emilio konnte das Rennen nicht beenden und wurde lediglich als 26. gewertet. Damit musste er den sonntäglichen Superheat von Startplatz 18 aufnehmen – eine denkbar schwierige Ausgangslage. Doch Emilio ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit großem Einsatzwillen, starken Überholmanövern und einer beeindruckenden Aufholjagd kämpfte er sich bis auf den fünften Platz nach vorne. Die Belohnung für diese außergewöhnliche Leistung schien zunächst perfekt, doch die Freude währte nur kurz.
Bei der technischen Nachkontrolle wurde am eingesetzten Motor eine Abweichung vom Reglement festgestellt. Diese war auf einen Fehler des Motorenbauers zurückzuführen und brachte nach Einschätzung des Teams keinen Leistungsvorteil. Dennoch ließ das Reglement den technischen Kommissaren keinen Handlungsspielraum. Emilio wurde aus der Wertung des Superheats ausgeschlossen. Das Team akzeptierte die Entscheidung, auch wenn Emilio selbst keinerlei Einfluss auf die technische Abweichung gehabt hatte.
Durch die Disqualifikation musste Emilio das anschließende Finale vom 28. und damit letzten Startplatz aufnehmen. Erneut zeigte der junge Rennfahrer eine furiose Aufholjagd. Innerhalb kürzester Zeit machte er 18 Positionen gut und kämpfte sich bis unter die ersten zehn nach vorne.
Auf dem Weg zu einem möglichen Spitzenergebnis fand der wilde Ritt jedoch ein abruptes Ende. Beim Überfahren eines Curbs wurde Emilios Kart ausgehebelt und ins Abseits geschleudert. Das Rennen war damit vorzeitig beendet – ein bitterer Abschluss eines turbulenten Wochenendes voller Höhen und Tiefen.
Nach dem Finale ordnete Emilio das Geschehen dennoch professionell ein: „Ich habe im Finale alles versucht und musste vom ersten Meter an alles geben. Wenn man vom letzten Startplatz so weit wie möglich nach vorne fahren möchte, muss man Risiken eingehen. Leider war eines dieser Risiken am Ende zu groß. Trotzdem haben wir an diesem Wochenende gezeigt, welchen Speed wir haben.“





