Dienstag, 18. Juni 2024
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03.06.2024

Kollision verhindert zweiten Podestplatz der Saison für Marvin Kirchhöfer

Das vierte Saisonrennen in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in den engen Straßen von Detroit (USA) verlief für Marvin Kirchhöfer und Pfaff Motorsports nicht wie gewünscht. Der McLaren-Pilot wurde zwei Runden vor Rennende auf Rang drei liegend unsanft aus dem Weg geräumt und als achter gewertet.

Am vergangenen Samstag ging es für die GTD-Pro Klasse der IMSA WeatherTech SportsCar Championship und für McLaren-Werkspilot Marvin Kirchhöfer zum vierten und zugleich kürzesten Lauf der Saison in die automobilmetropole Detroit (USA), wo sie erstmals im Rahmen des von Lear präsentierten Chevrolet Detroit Grand Prix an den Start gingen.

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Der „Chervrolet Detroit Grand Prix“ zählt zu den anspruchsvollsten Rennveranstaltungen im diesjährigen Kalender der IMSA-Serie. Auf einer Länge von 1.645 Meilen führt der einzige Stadtkurs der Saison die GT-Boliden durch einen engen sowie welligen Betonkanal um das „Renaissance Center“ der automobilmetropole MotorCity – Detroit, in dem die Weltkonzernzentrale von General Motors beheimatet ist. „Monaco ist eine dreispurige Autobahn gegenüber dem Kurs von Detroit.“ So vergleicht Marvin Kirchhöfer den engen und schwierigen Kurs im US-Bundestaat Michigan, mit seiner Zeit in der GP2-Series, als er in Monaco 2016 spektakulär den zweiten Platz erreichte. 

Der Deutsche, der zusammen mit dem Briten Oliver Jarvis, die die diesjährige Stammpaarung des McLaren-Teams von Pfaff Motorsports bildet, hatte am vergangenen Wochenende das Ziel, an den Erfolg von Laguna Seca anzuknüpfen. Lange Zeit sah es in dem 100-minütigen Sprintrennen auch danach aus, als wenn das McLaren-Duo den nächsten Podestplatz einfahren könne. 

Nach dem 15-minütigen Qualifying am Freitag senkte sich jedoch zunächst erst einmal der Optimismus. Teamkollege Oliver Jarvis kämpfte auf dem schwierigen Kurs mit den Reifen und musste sich schließlich mit Startplatz acht arrangieren. 

In einem wilden Rennen, geprägt von Kollisionen und Safet-Car-Phasen, gelang es dem Team trotz Reifenproblemen, mit einer cleveren Strategie den orangefarbenen McLaren 720S GT3 Evo mit der Startnummer #9 an der Spitze dranzubleiben. Jarvis, der den Start übernahm, konnte bereits in der ersten Runde zwei Positionen gewinnen und übergab bereits nach etwas mehr als 20 Minuten das Cockpit auf Rang sechs liegend an Kirchhöfer. Gut 10 Minuten im Rennen, machte auch Marvin Kirchhöfer eine weitere Position gut.

Bereits nach 55 Minuten befand sich Kirchhöfer auf Rang vier wieder und blieb am Führungstrio dran. Es dauerte nur weitere 10 Minuten, ehe er den Driveway-McLaren von Pfaff-Motorsports auf die dritte Position und auf Podiumskurs brachte. Die Hoffnungen waren wieder da, nach Laguna Seca den zweiten Podiumsplatz einzufahren, doch zwei Runden vor Rennende das Drama.

Der McLaren-Pilot wird auf dem Weg zu seinem zweiten Podium 2024 abgeschossen. Bei einem übermotivierten Versuch, an Kirchhöfer in einer der zahlreichen 90-Grad-Kurven vorbeizukommen, berührt der hinter ihm liegende Aston Martin das Heck des McLaren und schob ihn regelrecht geradeaus. Kirchhöfer konnte zwar einen Einschlag verhindern, das Rennen war für ihn dennoch beendet. Da das Rennen kurz darauf beendet war, wurde Marvin Kirchhöfer noch als achter gewertet. 

„Es ist sehr enttäuschend und sicherlich nicht das Resultat, was wir uns ausgerechnet haben. Wir hatten ein relativ gutes Rennen gehabt. Die letzten Runden waren schon sehr schwierig zu fahren, da wir einige Probleme mit den Vorderreifen hatten. Ich hatte recht wenig Grip und war dadurch an einigen Stellen ziemlich leicht angreifbar. Das müssen wir im Nachhinein noch einmal genauer analysieren, wo da das Problem lag. Leider hat man uns dann zwei Runden vor Ende, in einem extrem optimistischen Überholversuch, einfach von der Strecke geräumt. Das hätte nie so funktioniert. Aber so ist das nun mal im Motorsport. Das Podium wäre drin gewesen und wir hätten das Ergebnis gern mitgenommen. Sehr schade für uns. Wir hatten zwar nicht den Speed dafür gehabt, allerdings hat das Team hat einen tollen Job gemacht und eine super Strategie entwickelt, wodurch wir das Rennen gut im Griff hatten.“ Marvin Kirchhöfer.

Weiter geht’s für Marvin Kirchhöfer und Pfaff Motorsports in gut drei Wochen auf der anderen Seite des Lake Erie im US-Bundesstaat New York. Dort findet auf dem Watkins Glen International vom 20. bis 23. Juni die „Sahlen’s Six Hours of The Glen“ statt. Zur Abwechslung nach zwei Sprintrennen mal wieder ein Langstreckenrennen. 
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