Dienstag, 16. April 2024
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NES
21.03.2024

Top-Teams und Weltklasse-Rennfahrer testen beim NES.Prolog

Neuer Aston Martin GT3 Evo von Walkenhorst, ABT-Lamborghini im Red-Bull-Design, neues Design auch beim Werks-BMW M4 GT3 des Junior-Teams, Scherer-PX mit Audi R8 LMS, die Mercedes-AMG-Teams Getspeed und HRT und nicht zuletzt der „Grello“-Porsche von Manthey Ema – namhafte Top-Teams nicht nur aus dem GT3-Lager nutzen den Prolog der neuen Nürburgring Endurance Serie, um sich intensiv auf die neue Nürburgring-Saison vorzubereiten.

Auch bei den Fahrern ist die Creme de la Creme bei den Probe- und Einstellfahrten am Freitag (9 bis 18 Uhr) und Samstag (8 bis 14 Uhr) auf der 24,358 km langen NES.Kombination aus Nordschleife und Sprintkurs dabei. Von Lucas Auer (AUT) über Daniel Juncadella (ESP), Christopher Mies und Frank Stippler (beide GER), David Pittard (GBR) und Nicki Thiim (DEN), Maro Engel (DEU), Raffele Marciello (SUI), Thomas Preining (AUT) bis hin zu Augusto Farfus (BRA), um nur einige zu nennen. Ein Hochgenuss für alle Motorsport-Enthusiasten, die bei freiem Eintritt und freiem Parken über volle 15 Stunden das actiongeladene Geschehen auf der Strecke und im Fahrerlager verfolgen können, freier Zutritt zum Motorsport-Erlebnis-Museum ring°werk am Samstag inklusive.

Neue Saison, neue Serie, neuer Asphalt, neue Autos

Zum Saisonstart gibt es viele Neuerungen. Ein Blick auf die vorläufige Teilnehmerliste für die beiden Testtage lässt die Herzen der Rennsport-Liebhaber höherschlagen. Eindrucksvolle GT3- und GT4-Rennfahrzeuge der Marken Aston Martin, Audi, BMW, Lamborghini, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota gehören ebenso zum Feld wie der markante KTM X-BOW, zahlreiche Cup-Autos auf dem Porsche- und BMW-Lager oder kompaktere Tourenwagen wie Hyundai i30N, MINI JCW oder BMW M2 CS. 

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Das Team Jung Motorsport setzt zwei Cupra Leon ein. „Dabei handelt es sich um Autos, die wir über den Winter komplett neu aufgebaut haben“, erklärt Teamchef Tobias Jung. „Immer wieder ein spannendes Gefühl, wenn man dann zum ersten Mal mit den Autos auf die Nordschleife geht.“ Dort können die Teilnehmer erstmals auch den neu asphaltierten Streckenabschnitt Fuchsröhre unter die Räder nehmen. In der schnellen Passage wurden im Winter insgesamt 4.000 Tonnen neuen Asphalt eingebaut. Ein neuer Randstein sorgte bereits in den vergangenen Tagen für einige Diskussion in den einschlägigen Netzwerken, jetzt kann die Linienführung auch im Rennauto getestet werden. 

Vom Gletscher in die Grüne Hölle

Erst am Wochenanfang präsentierte das Red Bull Team ABT im Tiroler Gletscherdorf Hochgurgl seinen Lamborghini Huracán für die neue Saison. Beim NES.Prolog fährt der italienische Bolide in der Grünen Hölle. „Endlich geht es wieder los“, sagt Fahrer Jordan Pepper. „Die Nordschleife, das ist Gänsehaut pur! Sowas gibt es nirgendwo sonst auf der Welt! Daher freue ich mich wahnsinnig, wir sind bereit.“ Eine Premiere gibt es auch für Walkenhorst Motorsport, das nach vielen Jahren mit BMW erstmals einen Aston Martin an den Start bringt. 

Die Fahrer freuen sich, so zum Beispiel auch Routinier Frank Stippler, der mit einem Audi des Teams Scherer Sport PHX startet: „Es ist immer ein enormes Privileg auf der schönsten Rennstrecke der Welt fahren zu dürfen. Das gilt generell, aber noch viel mehr nach der langen Winterpause. Deshalb freue ich mich sehr, dass es jetzt endlich wieder losgeht!“ Maro Engel, der für das Mercedes-AMG Team GetSpeed an den Start geht, macht ebenfalls keinen Hehl aus seiner Vorfreude: „Ich kann es kaum erwarten, die ersten Nordschleifenrunden endlich wieder abzuspulen. Der Restart ist jedes Jahr aufs Neue etwas ganz besonderes, weil die Strecke einfach unfassbar ist. Wir haben diesmal sicher einiges an Arbeit vor uns, da wir zum Beispiel einen neuen Reifen haben, an den wir uns noch gewöhnen müssen. Aber ich freue mich darauf, mit allen gemeinsam endlich wieder loszulegen.“
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