Freitag, 24. November 2017
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Tourenwagen Allgemein
18.10.2017

Finalsieg der DMV NES 500 geht an Schuler/Schuler/Still

André Fleischmann (BMW M235i RC) heißt der erste Meister der DMV NES 500. Mit dem Klassensieg in der NES 7 machte der 29jährige den Titel im letzten Rennen auf dem Nürburgring perfekt. Der letzte Sieg der Saison ging an das Trio Stefan Schuler/Peter Schuler/Hendrik Still im Porsche Cayman GT4 CS.

Mit zwei Punkten Rückstand auf Marc Ehret reiste André Fleischmann zum Finale der DMN NES 500. Den Rückstand galt es beim Finale in der Eifel wett zu machen. Ehrets junger Teamkollege Tobias Dauenhauer hatte genau wie Fleischmann ebenfalls 35 Zähler auf dem Konto. Außenseiterchancen wurden noch Hendrik von Danwitz und Lukas Thiele eingeräumt. Im Zeittraining legten Ehret und Dauenhauer, die sich mit Ronny Scheer verstärkt hatten, zunächst einmal vor. Mit Rang sechs fuhr das Trio mit ihrem BMW M235i RC die beste Zeit der NES 7. André Fleischmann, diesmal gemeinsam mit Tobias Müller am Start, musste sich hinter Boehnisch/Gerfelder (BMW M235i RC) mit der drittbesten NES 7 Rundenzeit begnügen.

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Nach dem Qualifying folgte jedoch die Ernüchterung für Ehret und Dauenhauer. Wegen Missachtens der roten Flagge wurde der M235i RC zehn Plätze in der Startaufstellung nach hinten versetzt. Zwar bestimmte das Vater-Sohn Duo Gerd und Noah Nagelsdiek (BMW M235i RC) die Anfangsphase, jedoch setzte sich der MKR Engineering BMW von Fleischmann/Müller mit zunehmender Renndauer durch. Nach vier Stunden konnte das Duo mit zwei Runden Vorsprung den entscheidenden Klassensieg feiern. „Ich bin immer noch überwältigt. Mein erster Titelgewinn im Tourenwagen. Ich bin super Stolz auf unsere Leistung während der ganzen Saison. In der neu geschaffenen NES 500 gleich den Titel zu holen und das auch noch als alleiniger Meister. Tobias Müller und ich haben ein fehlerfreies Rennen abgeliefert. Der Sieg war nur kurz gefährdet, als beim letzten Boxenstopp die Bremsscheiben vorne getauscht werden mussten“, so ein überglücklicher André Fleischmann.

Der zweite Platz in der NES 7 war für Marc Ehret und Tobias Dauenhauer am Ende zu wenig. Probleme mit dem ABS, sowie zwei ungeplante Boxenstopps, angesichts der Probleme war hier kaum mehr möglich.

Während in der NES 7 die Titelentscheidung tobte, war noch die spannende Frage nach den letzten Siegern der Saison zu klären. Sven Fisch, Petra Wiese und Ulrich Becker hatten mit ihrem V8 STAR im Zeittraining gut vorgelegt. Der V8 STAR war es schließlich auch, der die erste Phase des Rennens bestimmte. Mit starken Rundenzeiten setzte sich Sven Fisch vom restlichen Feld ab. Hier hatten Carsten Dittmar und Fabian Engel, die beim Finale mit Guido Heinrich im Porsche 997 Cup antraten, die Rolle der Verfolger übernommen. Die Cayman-Besatzung Schuler/Schuler/Still folgte dicht dahinter. Als beim V8 STAR Probleme mit der Getriebeölpumpe auftraten, waren die Porsche unter sich. Nach über vier Stunden wurden Schuler/Schuler/Still als Sieger abgewinkt. Gerade einmal 18,618 Sekunden dahinter überquerten Dittmar/Engel/Heinrich den Zielstrich. In Assen noch mit Pech holten sich Matthias, Christoph und Lutz Peper auf ihrem BMW M3 E46 den dritten Gesamtrang vor Jasper/Schmidt/Driescher (Porsche Cayman GT4).


Der Blick in die Klassen

Klare Sieger in der NES 5 wurden Martin Tschornia und Niklas Kry im VW Scirocco von Konrad Motorsport, die im Gesamtklassement einen starken sechsten Gesamtrang belegten. Bei ihrer Premiere in der DMV NES 500 konnte das Duo Frank Borcheld und Hans-Joachim Richert (BMW M3 E36) auf Rang zwei verweisen. Die NES 6 holten sich Lukas Thiele, Andrea Sabbatini und Robert Nale im Opel Astra OPC. In der NES 3 siegten Steven DeWulf und Jeromy Hessels (BMW 330i BCT) vor Thomas und Jürgen Falk (BMW 330i E46) und Driescher/Baum/Lauxmann (BMW 325i E36). Sascha Hancke, Thomas Schöffner und Nick Hancke (BMW 318is E36) holten bei ihrer Premiere in der DMV NES 500 gleich den Klassensieg. Die drei BMW-Piloten konnten die NES 1 mit drei Runden Vorsprung auf Florian Sternkopf und Philipp Stahlschmidt (TWS BMW 318ti E36) gewinnen.

Mit 36 Fahrzeugen beim Finale überzeugte die DMV NES 500 auf dem Nürburgring auf der ganzen Linie. Die Serie konnte sich damit gleich in ihrem Premierenjahr etablieren und hat schon jetzt großes Interesse bei den Fahrern und Teams für das kommende Jahr geweckt.