Sonntag, 17. November 2019
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FIA ETCC
31.05.2017

Andreas Pfister erkämpft sich Platz vier beim Heimrennen

Nach den beiden ersten Rennwochenenden der Saison auf den Traditions-Rennstrecken Autodromo Nazionale di Monza und dem Hungaroring machte die Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) zu ihrem diesjährigen Saisonhighlight auf der legendären Nürburgring-Nordschleife Station. Vom 24. bis 27. Mai 2017 starteten die besten Tourenwagen-Rennfahrer Europas in einem gemeinsamen Starterfeld mit der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (FIA WTCC) im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennens auf der mehr als 25 Kilometer langen Nürburgring-Nordschleife.

„Die „grüne Hölle“ der Nürburgring-Nordschleife ist eine absolute Legende und auf mehr als 25 Kilometer Streckenlänge kann einfach alles passieren. Eine Millisekunde der Unachtsamkeit kann dich nicht nur die Führung, sondern auch deinen Rennwagen kosten. Genau dieser Mix aus absoluter Unberechenbarkeit mit vielen blinden Kurven, Sprungkuppen und Bodenwellen macht die Nordschleife so einzigartig. Ich bin sehr stolz, hier als einziger Deutscher im Starterfeld der Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) und Tourenwagen-Weltmeisterschaft (FIA WTCC) an den Start gehen zu können“, so der 29-jährige Rennfahrer Andreas Pfister vor Beginn des Rennwochenendes.


Gute Leistung am gesamten Rennwochenende trotz anhaltendem „Topspeed-Defizit“

Bereits nach den ersten freien Trainingssitzungen zeigte sich, dass es Andreas Pfister auf dieser höchst anspruchsvollen Rennstrecke gelingen sollte, trotz momentanen Nachteilen an seinem Rennwagen auf technischer Seite, im Spitzenfeld der Fahrer mitzumischen. „Jeder einzelne Kilometer auf dieser phänomenalen Rennstrecke macht mir einfach nur riesen Spaß. Gemeinsam mit unserem Team konnten wir ein sehr gutes Fahrwerks-Setup finden, was mir das nötige Vertrauen in den Rennwagen gibt. Durch den derzeit technischen Nachteil durch unser älteres „DSG-Getriebe“, welches uns auf der langen Geraden der „Döttinger Höhe“ bis zu 10 km/h Topspeed kostet, können wir uns mit Startplatz sieben für das Rennen durchaus sehen lassen“, so Pfister.


Am Ende fehlen nur 2,351 Sekunden auf den Sieger im Rennen

Nach einem turbulenten Start des ersten Rennens über drei Runden in der „grünen Hölle“ konzentrierte sich Andreas Pfister darauf, einen taktisch wichtigen achten Rang nach Hause zu fahren. „Der Achte Platz bringt uns nicht nur einen weiteren EM-Punkt, sondern auch die Pole-Position für das zweite Rennen ein. Deshalb bin ich natürlich sehr motiviert, hier vom Platz an der Sonne aus eine besonders starke Leistung abzuliefern. Auf den Geraden wird es für uns extrem schwierig werden, aber ich gebe alles, um vorne zu bleiben“, so ein kämpferischer Rennfahrer vor Beginn des zweiten Rennens.

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Dass er es mit seiner Losung ernst meinte, zeigte Andreas Pfister dann auch eindrucksvoll nach Erlöschen der Startampeln und der Freigabe des zweiten Rennens. Im Laufe der ersten Rennrunde lieferte er sich ein Duell auf höchstem Niveau mit seinen Konkurrenten Peter Rikli (Honda Civic) und Igor Stefanovski (SEAT Leon SEQ). „Ich fühlte mit richtig wohl und konnte angreifen. Besonders im kurvigen Teil gelang es mir, den Speed der Spitze mitzugehen oder sogar zu toppen. Auf der langen Döttinger Höhe büßten wir dann wieder etwas Speed ein, aber nach einem nahezu fehlerfreien Rennen auf hohem Niveau bin ich stolz, den vierten Platz eingefahren zu haben. Und dabei fehlten uns nach drei Runden grüner Hölle nur 2,351 Sekunden auf den Sieger. Das zeigt wie unglaublich eng es in der Tourenwagen-Europameisterschaft zugeht und wie hoch das Niveau ist“, so Pfister.

Nach dem Zieleinlauf zeigte sich Andreas Pfister zwar auch frustriert über die ganz knapp verpasste Siegchance, wusste aber, dass er alles aus seinem Rennwagen herausgeholt hatte. „Das war eines der besten Rennen meiner Karriere und ich weiß, dass wir alles aus unseren Möglichkeiten herausgeholt haben. Besonders bedanken möchte ich mich bei meinem Team (Alois Pfister, Kai Denner, Alfred Hutzel, Mirek Göbel, Erik Breitenbach, Sigrid Pfister) für den herausragenden Einsatz sowie bei den vielen Fans vor Ort an der Rennstrecke, die dieses Rennwochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben“, so Andreas Pfister nach dem Rennen.

Die nächsten Wertungsläufe der Tourenwagen-Europameisterschaft finden vom 23. bis 25. Juni 2017 auf dem portugisischen Stadtkurs in Vila Real statt. Alle Rennen werden im TV auf EUROSPORT und EUROSPORT2 übertragen.