Freitag, 20. Oktober 2017
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
DMV GTC
01.08.2017

Tommy Tulpe/Fabian Plentz mit nächstem DUNLOP 60-Sieg

Auch beim sechsten Rennen des DUNLOP 60 in dieser Saison war das Duo Tommy Tulpe/Fabian Plentz (HCB Rutronik Racing) im Audi R8 LMS nicht zu schlagen. Nach 60 Minuten gewannen sie in Most vor den beiden Praga von Ales Jirasek und Max Aschoff.

Man darf sicherlich noch nicht von einer Vorentscheidung zur Meisterschaft sprechen. Aber zwei Rennen vor Ende hat man ein schönes Polster. Tommy Tulpe liegt mit 137 Punkten vor seinem Teamkollegen Fabian Plentz (125 Punkte), der beim dritten Lauf auf dem Red Bull Ring nicht teilnehmen konnte. Da am Ende der Saison ein Resultat gestrichen wird, und das Duo bei den restlichen Rennen gemeinsam weiter an den Start geht, wird man auch die gleichen Resultate erzielen. Tommy Tulpe bekommt momentan 12 Punkte abgezogen und Fabian Plentz null Punkte für die Nichtteilnahme in Österreich. Damit liegen Tulpe/Plentz nach Abzug der Streicher somit gleich auf 125 Zählern.

Anzeige
Wie schon beim letzten Sieg in Hockenheim, als sich Tommy Tulpe einen famosen Zweikampf mit Lamborghini-Pilot Martin Konrad lieferte - und gewann, war es diesmal ein Kampf gegen den Praga R1 Turbo.

Im Qualifying holte sich Fabian Plentz mit 1:33.052 Minuten die Pole Position vor Ales Jirasek (1:33.584). In der zweiten Reihe platzierten sich Max Aschoff und Benni Hey.

In einem spannenden Rennen lieferte sich Tommy Tulpe einen engen Zweikampf mit Ales Jirasek und übergab beim Pflichtboxenstopp an seinen Teamkollegen Fabian Plentz. Der konnte sich nach und nach vom Werksauto des Tschechen absetzen und das Rennen gewinnen.

Auf Platz drei landete Max Aschoff in einem weiteren Praga R1 Turbo. In Most begann 2016 die Rennsportkarriere vom 26-jährigen Studenten. Seitdem hat er sich von Rennen zu Rennen verbessert und gehört zu den Top-Piloten der Serie. Mit dem dritten Platz unterstrich Max Aschoff dies. „Es war ein interessantes Rennen und natürlich dürfen wir mit dem Podestplatz sehr zufrieden sein“, erklärt der Pilot vom EDEKA Racing Team Aschoff.

Wichtige Punkte für die Meisterschaft holte auch Benni Hey. Im Porsche 991 GT3 R startete der Routinier von Platz fünf und verpasste am Ende mit Platz vier zwar knapp das Podest, konnte sich aber in seiner Klasse 8 durchsetzen und 25 Punkte einsammeln. „Ich will so wie wie möglich nach vorne und dafür gebe ich Gas. Mal schauen, was am Ende dabei in der Meisterschaft rauskommt.“ Nach sechs Rennen liegt Benni Hey auf Platz fünf im Gesamtklassement und kann in den verbleibenden zwei Rennen in Zolder und Hockenheim noch punkten.

Vor Benni Hey liegen zwei Fahrer auf Platz drei, die sich auch ein Cockpit im Porsche 991 GT3 Cup von GetSpeed Performance teilen. Karlheinz Blessing und Manuel Lauck gewannen abermals ihre Klasse 7 vor Thomas Langer. Und damit holte man sich auch den fünften Sieg. Mit 106,25 Punkten liegen Blessing/Lauck in Schlagweite von Tulpe/Plentz. Eventuell könnten die Porsche-Piloten ganz zuletzt doch noch über die Meisterschaft jubeln, da sie null Punkte streichen dürfen. Das Rechenspiel ist ganz einfach. Ein Ausfall für Tulpe/Plentz und zwei Siege für Blessing/Lauck und die Sache ist entschieden!

Aber zurück zum Rennen auf dem 4,212 Kilometer langen Kurs in Most. Wie schon auf dem Hockenheimring war Audi-Pilotin Rahel Frey erneut im DUNLOP 60 unterwegs. Diesmal aber nicht im Team von HCB Rutronik Racing, sondern als Hilfe für Bernhard Henzel. Der setzt einen Audi R8 LMS BE2 ein – eine spezielle Form an der einige Veränderungen vorgenommen wurden. Nach 36 Runden kamen die beiden auf Platz fünf. Alois Rieder platzierte sich im Porsche 997 GT3 R auf Platz sechs und holte sich damit Rang zwei in der Klasse 8. In dieser Klasse sahen gleich mehrere Fahrzeuge leider nicht die Zielflagge. Zunächst gab es den Ausfall von Lars Pergande im BMW Z4 GT3, als er über einen Curb fuhr und später mussten Egon Allgäuer/Fabian Plentz ihr Rennen aufgeben.

Den schnellsten Boxenstopp schaffte Thomas Langer mit seinem Highspeed Racing-Team. 120 Sekunden muss die Zeit zwischen Boxeneinfahrt und Boxenausfahrt liegen. Bei Langer war es am Ende 120,184 Sekunden!

Zwei Rennen vor dem Abschluß der Meisterschaft geht es aber sowohl in den Klassen als auch in der Meisterschaft noch überall eng zu. Man darf gespannt sein, ob es in Zolder (08. September 2017) schon erste Entscheidungen gibt. Oder wird man erst zum Finale in Hockenheim (06./07. Oktober 2017) den Meister kennen?