Mittwoch, 20. November 2019
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TCR Germany
21.10.2016

Zahlen und Fakten zum Ende der Premierensaison

Die Premierensaison der ADAC TCR Germany gehört seit dem ersten Oktober-Wochenende nach 14 spannenden Rennen der Vergangenheit an: Das italienische Team Target Competition stellte mit Josh Files (GB) nicht nur den ersten Champion der ADAC TCR Germany-Geschichte, sondern gewann auch die Teamwertung. Vizemeister wurde Harald „Hari“ Proczyk (AT, HP Racing) vor Steve Kirsch (Honda Team ADAC Sachsen).
 
Den Sieg in der Juniorwertung holte ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Tom Lautenschlager (Liqui Moly Team Engstler) vor Dominik Fugel (Honda Team ADAC Sachsen) und Mike Beckhusen (Lubner Motorsport). Hinter Target Competition belegte das Chemnitzer Honda Team ADAC Sachsen vor Proczyks HP Racing Rang zwei. 
 
Zahlen und Fakten zur Saison der ADAC TCR Germany 2016 
 
Bei den insgesamt sieben Rennwochenenden gingen 37 Fahrer aus 12 Nationen mindestens einmal an den Start, davon elf aus Deutschland und sieben aus der Schweiz. Stark vertreten waren auch Österreich und Finnland mit je vier Fahrern. Schweden, Großbritannien und Belgien stellten je zwei Piloten. Je ein Pilot kam aus Spanien, Italien, den Niederlanden, Polen und Portugal. 20 der 37 Piloten waren Gastfahrer. Zum Einsatz kamen Seat Leon TCR, VW Golf GTI TCR und Honda Civic TCR. Der Opel Astra TCR war zweimal – am Nürburgring und beim Saisonfinale am Hockenheimring – am Start. 
 
Die 35 Piloten und zwei Pilotinnen fuhren für 17 Teams aus acht Nationen. Die meisten Teams waren in Deutschland (6) angesiedelt. Hinzu kamen drei Teams aus der Schweiz, zwei aus Österreich und Belgien und je eins aus Italien, Finnland, Großbritannien und den Niederlanden. 
 
Mit Jasmin Preisig (CH, Lubner Motorsport) und Gosia Rdest (PL, Liqui Moly Team Engstler) saßen auch zwei junge Damen am Steuer der rund 330 PS starken Tourenwagen. 
 
Nachwuchstalente aus vier Nationen kämpften in der Juniorwertung um die Punkte. 
 
Jüngster Pilot im Premieren-Teilnehmerfeld war der Berliner Mike Beckhusen mit 16 Jahren. Älteste Piloten waren die beiden Zwillingsbrüder Hans und Jörg Schori (CH, Team Topcar Sport) mit 55 Jahren. Das Durchschnittsalter aller 2016 gestarteten Piloten betrug beim letzten Saisonrennen am 2. Oktober 29,6 Jahre. 
 
Fünf Fahrer teilten die Siege unter sich auf. Josh Files gewann sechsmal. Dreimal stand der Finne Antti Buri ganz oben auf dem Podium. Den Routiniers Hari Proczyk und Steve Kirsch gelangen je zwei Rennsiege und „Junior“ Dominik Fugel siegte einmal. 
 
53,5 Punkte Vorsprung hatte Champion Josh Files (222) nach dem letzten Saisonrennen auf den Zweitplatzierten Harald Proczyk (168,5), der mit Steve Kirsch (163) bis zuletzt um den Vizetitel kämpfte. Der Titelträger stand nach dem 13. von 14 Rennen vorzeitig fest. 
 
Ein Beleg für die hohe Wettbewerbsdichte in der ADAC TCR Germany: Insgesamt durften sich 16 Fahrer über Podestplatzierungen freuen. Achtmal – und damit am häufigsten – stand Files (6 x Erster – 1 x Zweiter – 1 x Dritter) auf dem Siegerpodium. Antti Buri (3-1-1), Hari Proczyk (2-2-1) und Steve Kirsch (2-0-3) schafften es fünfmal aufs Treppchen, die beiden Piloten vom Liqui Moly Team Engstler, Mike Halder (0-2-1) und Tim Zimmermann (0-1-2) je dreimal. 
 
Die Juniorwertung entschied der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Tom Lautenschlager bereits in Zandvoort zu seinen Gunsten. Der 17-Jährige gewann diese Wertung sechsmal, viermal stand Dominik Fugel als bester Junior auf dem Siegerpodium und je zweimal Mike Beckhusen und Niko Kankkunen (FI, LMS Racing), Sohn des viermaligen Rallye-Weltmeisters Juha Kankkunen. 
 
„Bella Figura“ machten die beiden Damen in der ADAC TCR Germany 2016: Gosia Rdest fuhr im letzten Saisonrennen als Achte in die Top Zehn und Jasmin Preisig verbesserte sich nach zweimal Rang 13 am Nürburgring im letzten Rennen auf dem Hockenheimring noch auf Rang 12. 
 
Zehn verschiedene Piloten nahmen ein Rennen von der Pole Position in Angriff. Dreimal führte Josh Files das Feld in die erste Runde. Je zwei Poles gingen an Steve Kirsch und Antti Buri. Je einmal standen Hari Proczyk, René Münnich (all-inkl.com), Dominik Fugel, Jordi Oriola (ES, DG Sport Competition), Mike Halder, Simon Larsson (SE, Target Competition) und Ronny Jost (CH, Topcar Sport) an vorderster Position. 
 
Zweimal gewann der Polesetter auch das Rennen – im ersten Rennen am Sachsenring Hari Proczyk und beim vorletzten Rennen am Hockenheimring Josh Files. Start-Ziel-Siege gab es insgesamt fünf. Dreimal durch Josh Files sowie zweimal durch Hari Proczyk. 
 
Bei den Führungsrunden hatte Josh Files die Nase vorn. Der Brite führte das Fahrerfeld in insgesamt 94 Runden auf der ersten Position an. Antti Buri, Hari Proczyk und Benjamin Leuchter (Racing One) rangieren ebenfalls im zweistelligen Bereich. 
 
Beim engsten Zieleinlauf der Saison hatte Josh Files im ersten Rennen am Red Bull Ring nur 0,393 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andrea Belicchi (IT, Target Competition). Mit dem größten Vorsprung eines Rennsiegers dominierte Hari Proczyk im ersten Rennen am Sachsenring, wo der Steirer auf Tim Zimmermann 9,089 Sekunden herausfuhr. 
 
221 Runden spulten die Piloten in den 14 Saisonrennen auf Reifen von Exklusiv-Partner Hankook ab. Das entspricht einer Gesamtrenndistanz von 872,159 Kilometern. 
 
Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit gelang Andrea Belicchi. Der 40-Jährige erzielte im zweiten Rennen am Red Bull Ring einen durchschnittlichen Speed von 158,1 km/h. 
 
Die meisten schnellen Rennrunden haben Hari Proczyk, Benjamin Leuchter, Antti Buri und Andrea Belicchi auf ihrem Konto, die je zweimal die schnellste Runde im Rennen fuhren.