Wie erwartet empfing Umeå die Teams der FIA Rallye-Weltmeisterschaft mit dichtem Schnee auf den Sonderprüfungen, Temperaturen weit unter Null und strahlendem Sonnenschein während der Tage. Als sich die Eiskristalle über die traditionelle Super-Sonderprüfung ‚Red Barn Arena' am Donnerstagabend gelegt hatten, führten zwei Škoda Fabia RS Rally2-Teams aus Finnland die WRC2 an. Lauri Joona und sein Beifahrer Antti Linnaketo hatten die Oberhand über ihre TGS Worldwide-Teamkollegen Mikko Heikkilä/Kristian Temonen.
Leider hielt ihre Dominanz am Freitagmorgen nicht an. Die Hoffnungen von Mikko Heikkilä und Kristian Temonen auf ein gutes Ergebnis wurden zunichte gemacht, als sie etwa 17 Minuten lang in einer Schneewehe feststeckten. Lauri Joona gab scherzhaft zu, dass er ‚wie seine Großmutter' gefahren sei, und konnte mit dem Tempo der späteren Sieger Roope Korhonen/Anssi Viinikka oder der Zweitplatzierten Teemu Suninen/Janni Hussi nicht wirklich mithalten. Dennoch war der dritte Platz das beste WRC2-Ergebnis von Lauri Joona und sein erstes Podium in dieser Kategorie seit 2024.
Seltsamerweise war die Rallye Schweden für heimische Teams lange Zeit kein gutes Pflaster. Die Ausgabe 2026 bildete da keine Ausnahme. Isak Reiersen und sein Beifahrer Stefan Gustavsson zeigten eine solide Leistung. Dank ihrer fehlerfreien Herangehensweise kletterte der JC Raceteknik Škoda Fabia RS Rally2 vom siebten Platz nach der ersten Prüfung in der WRC2-Wertung auf den fünften Platz im Ziel.
Die Einstellung ‚niemals aufgeben' zahlte sich für den 19-jährigen Giovanni Trentin und seinen erfahrenen Beifahrer Pietro Elia Ometto aus. Die Italiener überschlugen sich am Donnerstagabend in der ersten Sonderprüfung mit ihrem Škoda Fabia RS Rally2. Glücklicherweise wurde das Fahrzeug des Delta Rally Teams nur leicht beschädigt. Nach der Reparatur waren die amtierenden italienischen Schotter-Meister am Freitag wieder im Einsatz. Sie kletterten schließlich vom 25. auf den achten Platz in der WRC2.
Nachdem sie die Rallye Monte Carlo ohne WRC2-Punkte verlassen hatten, fuhren Mattéo Chatillon und Beifahrer Maxence Cornuau bei ihrem Debüt bei der Rallye Schweden auf den sechsten Platz in der WRC2. Aufgrund einer 15-minütigen Verspätung am Sonntag fiel das französische Škoda Fabia RS Rally2-Team jedoch auf den zehnten Platz in der WRC2 Wertung zurück.
Von der Winterlandschaft im Norden Schwedens mit Schnee und Eis unter den Reifen geht es bei der FIA Rallye-Weltmeisterschaft weiter zu den heißen und rauen Schotteretappen Ostafrikas. Die Safari Rallye Kenia findet vom 12. bis 15. März statt.





