Die Pole-Position sicherte sich wie bereits im vergangenen Jahr Palle Birkelund Petersen im Ginetta G4 R. 2025 hatte der Däne den besten Startplatz anschließend in einen Sieg verwandelt – und auch diesmal gelang ihm der Triumph. Von der ersten Startposition aus ließ er gemeinsam mit Alexander Weiss den Verfolgern keine Chance und gewann mit fast 30 Sekunden Vorsprung vor dem dänisch-britischen Trio Jakob Viggo Hostein / Otto Reedtz-Thott / Will Nuthall im Lotus 15 S3. Mit 2:02,617 Minuten fuhren die Sieger zudem die schnellste Rennrunde.
Ebenso wichtig wie der Kampf um den Gesamtsieg war das Geschehen in den unterschiedlichen Klassen, die auch diesmal mit spannenden Positionskämpfen für Unterhaltung sorgten. Kein Wunder bei einem Starterfeld mit zahlreichen besonderen Fahrzeugen: Ein Bizzarrini 5300 GT und ein Iso Grifo A3/C trafen auf offene Rennsportwagen wie den Lotus 19 Ferrari und den Maserati 300S. Porsche 550A und 904 GTS repräsentierten unterschiedliche Entwicklungsstufen der Rennsportgeschichte aus Zuffenhausen, während der Aston Martin DB4 GT zu den markantesten Gran-Turismo-Fahrzeugen im Feld gehörte.
Ein bewusst zusammengestelltes Feld
Die Vielfalt war dabei kein Zufallsprodukt. Hubertus Graf Dönhoff ist maßgeblich für die Zusammenstellung des Teilnehmerfeldes verantwortlich. Der „Urvater“ des BELMOT Oldtimer-Grand-Prix steht dabei immer wieder vor der Qual der Wahl – oder besser gesagt: dem Luxus der Auswahl. Denn auch in diesem Jahr gab es mehr Interessenten als Startplätze. So konnte Dönhoff das Feld gezielt zusammenstellen.„Es geht darum, eine gute Mischung zu schaffen. Nicht eine Marke soll das Feld dominieren; wir wollen möglichst viele unterschiedliche Fahrzeuge zeigen“, erklärt Graf Dönhoff.
Dahinter steckt viel persönliche Arbeit: „Das bekommt man nur mit wahnsinnig vielen Telefonaten und E-Mails hin – es ist mühsam, macht aber auch viel Spaß.“
Entscheidend ist dabei nicht allein die Prominenz einzelner Modelle. Unterschiedliche Marken, Fahrzeugkonzepte und Leistungsklassen sollen auf der Strecke auf passende Gegner treffen. So entstehen innerhalb des großen Rennens zahlreiche kleinere Duelle – vom Kampf der leistungsstarken GT bis zum Wettbewerb der leichten und wendigen Rennsportwagen.
Eine Bühne auch für die Kleinen
Gerade den „kleinen“ Fahrzeugen galt bei der Zusammenstellung des diesjährigen Feldes besondere Aufmerksamkeit. Autos wie die filigranen O.S.C.A. gehören zwar nicht zu den leistungsstärksten Teilnehmern, verkörpern aber eine ebenso faszinierende Seite des historischen Motorsports.„In diesem Jahr habe ich mich besonders um die kleinen, kleinhubigen Rennwagen bemüht, die in der Vergangenheit etwas zu kurz gekommen sind“, sagt Dönhoff. „Ich bin sehr froh, dass diese Fahrzeuge zusammengefunden haben und innerhalb des großen Feldes ihren eigenen Wettbewerb austragen.“
So lebt das Abendrennen nicht nur von großen Namen und seltenen Einzelstücken, sondern vor allem vom Zusammenspiel unterschiedlichster Fahrzeuge. Der Lohn war auch diesmal ein abwechslungsreiches Rennen mit schönen Duellen vor der Kulisse eines stimmungsvollen Sommerabends.





