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Rallye WM
14.08.2025

Erfolgreiche, aber fordernde Rallye-Einsätze für Rallyeteam Weigert

Sardinien und Finnland – zwei Orte, die auf der Landkarte weit auseinanderliegen, im Rallyesport aber gleichermaßen für extreme Herausforderungen stehen. Für das Rallyeteam Weigert aus Rückersdorf waren beide Austragungsorte der Rallye Weltmeisterschaft in dieser Saison Höhepunkte und Härtetests zugleich.

Nach einem Testlauf in der Rallye Europameisterschaft in Ungarn, fiel im Juni der Startschuss für die Rallye WM auf Sardinien. Dort warteten harte Schotterpisten und Temperaturen von um die 80 C im Cockpit, die im Auto gefühlt einer Sauna glichen. Die Strategie des erfahrenen Rallyeteams war es kontrolliert zu beginnen, Fehler zu vermeiden und das Material über alle vier Tage hinweg möglichst zu schonen. Diese Taktik zahlte sich aus. Am Ende stand mit Rang vier in der WRC3 ein Ergebnis, das selbst die eigenen Erwartungen übertraf – der perfekte Lohn für eine fehlerfreie Fahrt unter extrem heißen Bedingungen für Mensch und Material.

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Beifahrerin Jasmin Weigert: „In Sardinien zahlte sich unsere Erfahrung aus, aber auch ein herzlicher Dank an unser Einsatz-Team Wurmbrand Racing aus Österreich für ein perfekt vorbereitetes Auto. “

Ganz anders präsentierte sich Anfang August die Rallye Finnland mit Fahrerlager in der Universitätsstadt Jyväskylä. Sie gilt als die schnellste Rallye der Welt, mit hohen Sprüngen, und ständigem Top-Speed Tempo durch die finnischen Wälder. Und einem Publikum im Land, das den Rallyesport feiert wie Deutschland den Fußball. Für das Team war es die erste Teilnahme in Skandinavien, und schnell wurde klar: Hier zählt vor allem Erfahrung aus den Vorjahren – und die fehlte im Vergleich zur internationalen Konkurrenz aus 14 Ländern. Die Lernkurve war steil, und das Wochenende hielt alles bereit, was Rallyefahrer fürchten und lieben: strahlende Sonne bei 32 C, Starkregen, ein Reifenschaden – und schließlich ein Bremsdefekt kurz vor dem Ziel, der fast das Aus bedeutete. Doch aufgeben kam nicht infrage. Mit Improvisation und Durchhaltewillen ging es ins Ziel, am Ende dennoch Platz 14 in der WRC3 von 24 Startern.

Zwei Rallyes auf Schotter, welche nicht unterschiedlicher sein konnten. Auch wenn es in Finnland nicht zum TOP10 Platz gereicht hat, bleibt der Stolz, sich den härtesten Prüfungen des Sports gestellt zu haben. Und die Erinnerung daran, dass im Rallyesport manchmal nicht nur der Platz auf dem Podium zählt, sondern das Erreichen der Ziellinie selbst ein Sieg ist.

Timo Weigert blickt in die Zukunft: „Nach den Schotterrallyes freuen wir uns auf die nächste Station der Central European Rallye im WM-Kalender, da dies unsere Heimveranstaltung ist. Mit Fahrerlager in Passau geht es vier Tage durch die Länder Deutschland, Österreich und Tschechien. Für alle Interessierten ist das vier Tage Action pur mit der WM-Elite vor der Haustür.“
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