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FIA Formel E
08.07.2025

Formel E das elfte Jahr in Folge in Berlin zu Gast

Die ABB FIA Formula E World Championship kehrt für die Runden 13 und 14 der Saison 11 auf den Tempelhofer Kurs zurück – und das bereits zum elften Mal in Folge. 22 Fahrer bringen erneut ihre GEN3 Evo-Boliden an den Start – auf einem der traditionsreichsten Austragungsorte im Kalender.

Mit über einem Jahrzehnt Formel-E-Renngeschichte in Berlin wollen die Fahrer an die Spannung der bisherigen 20 Rennen in der Hauptstadt anknüpfen. Erneut wartet der 2,345 km lange Kurs mit 15 Kurven auf sie.

Berlin ist die am längsten durchgängig vertretene Stadt im Formel-E-Kalender – nur in Saison 2 wich man einmalig auf ein Rennen am Alexanderplatz aus. In allen anderen Saisons war das Tempelhofer Feld der Austragungsort.

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Die Strecke – bestehend aus groben Betonplatten – wurde ursprünglich für Flugzeuge konzipiert und stellt mit ihrer unebenen Oberfläche eine besondere Herausforderung dar. Die Hankook-Reifen verschleißen stärker als üblich, der hohe Grip erschwert das Energiemanagement – das macht Strategien komplex, sorgt aber regelmäßig für packende Rennen.

Je näher der 2025 Hankook Berlin E-Prix rückt, desto spannender wird die Frage: Wer holt sich in diesem Jahr die Trophäen? Wird der Meisterschaftsführende Oliver Rowland seine beeindruckende Form fortsetzen und den Titel mit Nissan sichern? Kann Lokalmatador Maximilian Günther die deutschen Fans mit einem Heimsieg begeistern? Oder krönt Taylor Barnard, das Nachwuchstalent von NEOM McLaren, seine starke Saison mit seinem allerersten Formel-E-Sieg?

Oliver Rowland hat mit sieben Podien in neun Rennen eine starke Saison für Nissan hingelegt. Nach einem Durchhänger – Platz 5 und Rang 13 in Shanghai, nur ein Punkt in Jakarta – ist der Titelkampf wieder offen. Aktuell führt Rowland mit 69 Punkten vor Pascal Wehrlein (TAG Heuer Porsche). Um am Samstag vorzeitig Weltmeister zu werden, benötigt er einen Vorsprung von 87 Punkten – dann entscheidet die Zahl der Rennsiege bei Punktgleichstand zu seinen Gunsten. Gelingt das nicht, reicht am Sonntag ein Vorsprung von 58 Punkten, um den Titel bereits in Berlin zu sichern – da im Londoner Finale noch maximal 58 Zähler vergeben werden.

Realistisch gesehen kämpfen die Top-4 – Rowland, Wehrlein, da Costa (Porsche) und Barnard – um den Titel. Theoretisch haben sogar noch die Top 11 Chancen – darunter auch Nyck de Vries (Mahindra Racing).

Im Anschluss an das Doppelrennen veranstaltet die Formula E am Montag, den 14. Juli, ihren ersten offiziellen Rookie-Test der Saison. Dabei erhält jedes Team die Gelegenheit, aufstrebende Talente ins Rampenlicht zu rücken, die sich in der wettbewerbsintensiven Welt des Motorsports einen Namen machen wollen.

Nach einer erfolgreichen Rookie-Trainingssitzung im freien Training in Dschidda vor den Runden 3 und 4 im Februar, verspricht dieser vollständige Testtag ein weiteres Highlight zum Abschluss des Rennwochenendes zu werden. Alle 11 Teams schicken jeweils zwei Fahrer:innen auf die Strecke, die während der sechs Stunden Fahrzeit nicht nur wertvolle Daten für künftige Strategieentscheidungen sammeln, sondern auch selbst wichtige Sichtbarkeit und Chancen für eine mögliche Zukunft in der Meisterschaft erhalten.
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