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Formel 1
30.03.2026

Toto Wolff: „Es ist eine neue Art des Racings“

Es war der nächste Sieg für Mercedes in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Nach George Russell in Australien und Kimi Antonelli in China triumphierte Antonelli nun auch in Japan. Für Teamchef Toto Wolff war dies erneut ein erfolgreiches Wochenende: „Wir hatten ein spannendes Rennen mit vielen Überholmanövern. Das war in der Vergangenheit hier in Suzuka nicht immer der Fall. Es ist eine neue Art des Racings, bei der man strategisch denken muss, um einerseits zu überholen und andererseits die eigene Position zu sichern. Das ist eine große Herausforderung für Fahrer und Teams gleichermaßen und macht das Rennen sehr unvorhersehbar.“

Allerdings weiß der erfahrene Teamchef auch, dass immer ein gewisses Maß an Glück dazugehört – und das war erneut auf Seiten von Antonelli: „Kimi verlor beim Start einige Positionen. Durch das zum richtigen Zeitpunkt herauskommende Safety Car konnte er diese Plätze wieder gutmachen.“ Wolff stellte jedoch klar, dass dies nicht allein entscheidend war: „Seine Pace in der zweiten Rennhälfte hat gezeigt, wozu er fähig ist.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte er nach dem Rennen, man müsse „wohl noch einmal in die Fahrschule gehen“, um die Starts zu verbessern.

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Für Russell verlief das Rennen dagegen unglücklich: „Er befand sich auf der anderen Seite dieser Gleichung und verlor Positionen, da er eine Runde vor dem Safety Car an die Box gegangen ist.“ Dadurch fiel er weiter zurück. Hinzu kamen weitere Faktoren: „Beim Restart erreichte er das Auflade-Limit und hatte nur noch wenig Energie zur Verfügung. Dann gab es einen unerwarteten Superclip. Er hat hart gekämpft, um wieder auf Platz vier zu kommen, aber er hatte an diesem Wochenende definitiv mehr als genug Pech.“

Mercedes scheint zuletzt etwas von seinem Vorsprung eingebüßt zu haben – allerdings weniger durch eigene Schwächen als vielmehr durch die Fortschritte der Konkurrenz. Ohne das Safety Car hätte sich ein anderes Bild ergeben können: Oscar Piastri deutete als Zweiter an, dass McLaren durchaus siegfähig gewesen wäre. In der Konstrukteurswertung führt Mercedes mit 135 Punkten vor Ferrari (90) und McLaren (46). In der Fahrerwertung ist Antonelli mit 72 Punkten der jüngste Tabellenführer der Geschichte und liegt neun Zähler vor Russell. Ferrari-Pilot Charles Leclerc folgt mit 49 Punkten.

​​​​​​​Nun folgt eine Pause bis zum Grand Prix von Miami (01.–03.05.2026). Diese Zeit werden alle Teams nutzen, um das neue Reglement und dessen Feinheiten weiter zu verstehen und ihre Pakete zu optimieren.
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