Freitag, 7. Oktober 2022
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Porsche Carrera Cup
23.08.2022

Huber Racing feiert Jubiläum mit Klassensieg und Podiumsplätzen

Huber Racing markierte am vergangenen Wochenende einen Meilenstein: Das Team aus Neuburg am Inn absolvierte sein 100. Rennen im Porsche Carrera Cup Deutschland. Beim sechsten Saisonstopp auf dem Lausitzring gab es auch sportlich allen Grund zur Freude. Der Niederländer Rudy van Buren sicherte sich Samstag mit einem zweiten Platz sein bisher bestes Saisonergebnis. Porsche-Junior Laurin Heinrich aus Würzburg holte sich Sonntag den Pokal für den dritten Rang und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Georgi Donchev (Bulgarien) jubelte über seinen ersten Saisonsieg in der ProAm-Klasse. Außerdem freute sich Jonas Greif aus Coswig bei Dresden bei seinem Heimspiel über einen dritten Platz in der Rookie-Klasse.

Insgesamt 21.500 Besucher verfolgten die Carrera-Cup-Rennen beim „Family & Friends Festival“ von den Tribünen des Lausitzrings. Am Samstag sahen die Fans ein turbulentes Regenrennen mit drei Safety-Car-Phasen und vielen intensiv geführten Positionskämpfen. In der entscheidenden Szene über den Sieg wurde Heinrich unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Der 20-Jährige arbeitete sich zuvor in seinem 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup von Startplatz sieben bis an die Spitze, drehte sich allerdings nach einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug in der letzten Runde und belegte am Ende den neunten Rang.

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Van Buren überquerte auf der 3,478 Kilometer langen Strecke nach mehreren Überholmanövern als Dritter die Ziellinie. Der 30-Jährige rückte im finalen Ergebnis sogar noch einen Platz weiter nach vorn, nachdem ein Konkurrent wegen des Auslösens der Kollision mit Heinrich nachträglich eine Zeitstrafe über 30 Sekunden erhielt. „Das war ein spektakuläres Rennen! In der ersten Runde habe ich einige Positionen verloren, trotzdem habe ich nicht aufgeben. Ich liebe es einfach, im Regen zu fahren“, sagte van Buren. Sein Landsmann Morris Schuring belegte für SSR Huber Racing den siebten Platz. Donchev erreichte als Vierter in der ProAm-Klasse das Ziel. Erstmals auf dem Rookie-Podium stand Greif. Der 21-Jährige freute sich bei seinem Heimrennen über den dritten Platz in seiner Wertung. Pech hatte Ariel Levi – der Israeli rutschte nach einer Kollision ins Kiesbett und musste sein Fahrzeug vorzeitig in der Box abstellen.

Auch im zweiten Rennen schaffte es ein Huber-Pilot aufs Podium. Heinrich verbuchte am Sonntag als Dritter sein neuntes Top-3-Ergebnis der laufenden Saison. „Der siebte Startplatz war natürlich nicht optimal, aber am Ende ist es ein gutes Ergebnis und insgesamt bin mit dem Wochenende mit Blick auf die Meisterschaft zufrieden“, sagte Heinrich. Direkt dahinter folgte der 17-jährige Schuring. Van Buren schaffte es auf der sechsten Position zudem als dritter Huber-Pilot unter die ersten Zehn. Der erste Saisonsieg in der ProAm-Klasse gelang Donchev. „Am Samstag habe ich mein 50. Rennen für Huber Racing absolviert, am Sonntag folgte der Klassensieg. In Kombination mit dem Jubiläum unseres Team war das ein überragendes Wochenende für mich“, bilanzierte Donchev. In der Rookie-Klasse bewies Levi sein Talent und nahm den Pokal für den zweiten Platz mit nach Hause. Greif belegte in dieser Wertung den achten Rang.

„Natürlich hätten wir unser 100. Rennen im Porsche Carrera Cup gern mit einem Sieg vergoldet. Das Wochenende ist mit einem Klassensieg und vier Podiumsplätzen aber super gelaufen. Dazu stellen wir mit Laurin Heinrich weiterhin den Tabellenführer“, sagte Teamchef Christoph Huber. Insgesamt 30 verschiedene Fahrer kamen für das 2016 gegründete Team bisher im Porsche Carrera Cup Deutschland zum Einsatz. Den bislang größten Erfolg verbuchte Huber Racing in der Saison 2020 mit dem Gesamtsieg von Larry ten Voorde.

Kommendes Wochenende (26. bis 28. August) steht für Huber Racing bereits das nächste Rennen auf dem Programm. Beim Formel-1-Event im belgischen Spa-Francorchamps steigt der sechste Saisonlauf vom Porsche Mobil 1 Supercup. Im Porsche Carrera Cup Deutschland geht es vom 23. bis 25. September auf dem Sachsenring weiter.
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