Montag, 16. September 2019
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Sportwagen Allgemein
26.08.2019

Sechster Sieg im neunten Rennen für Porsche GT Team

Porsche setzt seine Erfolgsserie in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship mit einem Doppelsieg fort: Beim drittletzten Rennen der Saison überqueren Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) im Porsche 911 RSR als Gesamtsieger die Ziellinie.

Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) belegen im Schwesterauto mit der Startnummer 912 Platz zwei und führen die Tabelle mit ihren Siegen in Long Beach, Mid-Ohio und im kanadischen Bowmanville weiterhin an. Die Sebring- und Watkins-Glen-Sieger Pilet und Tandy konnten mit ihrem dritten Erfolg den Rückstand in der Fahrerwertung auf nunmehr elf Punkte verkürzen. In der Herstellerwertung der GTLM-Klasse rangiert Porsche mit 304 Punkten ebenfalls deutlich an der Spitze.

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Bei sonnigen Bedingungen und 25 Grad Celsius begann das Rennen auf dem Virginia International Raceway mit einem Paukenschlag. Startfahrer Vanthoor im Fahrzeug mit der Nummer 912 ging von der Pole-Position auf die Strecke und setzte sich an die Spitze des Feldes. Hinter ihm gelang Tandy ein sensationelles Überholmanöver, bei dem er sich von Platz sechs kommend an vier Konkurrenten auf der Außenbahn vorbeischob und direkt hinter Vanthoor an Position zwei setzte. Über die Renndauer von zwei Stunden und 40 Minuten führte fast immer ein Porsche 911 RSR. Die beiden baugleichen Autos setzten auf unterschiedliche Strategien, wodurch Tandy und Pilet die Führung übernehmen konnten. Optimale Boxenstopps in der ersten Safety-Car-Phase trugen ebenso zum Erfolg bei wie ein erfolgreicher Re-Start nach einer zweiten Safety-Car-Phase kurz vor Ende des Rennens. Am Schluss behielten Tandy und Pilet die Nase vorn und konnten somit ihren gemeinsamen Erfolg aus dem Jahr 2015 auf der Traditionsrennstrecke in Virginia wiederholen.

In der GTD-Klasse gingen zwei über 500 PS starke Porsche 911 GT3 R an den Start. Das Kundenteam Pfaff Motorsports (Startnummer 9) belegte mit Scott Hargrove und Zacharie Robichon (beide Kanada) Platz vier. In der Nummer 73 von Park Place Motorsports konnte Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA) mit seinem Landsmann Patrick Lindsey den fünften Rang verbuchen.

Das nächste Rennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet vom 13. bis 15. September in Laguna Seca (Kalifornien) statt.

Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship): „Ich bin wahnsinnig stolz auf die ganze Truppe. Das war ein gelungener Teamerfolg. Wir hatten gute Strategien, die Strecke liegt dem Porsche 911 RSR ausgezeichnet und die Boxenstopps waren wieder einmal spitzenmäßig. Dafür wurden wir belohnt. Nun genießen und feiern wir unseren Doppelsieg. Ab Montag beginnt dann die akribische Vorbereitung auf die letzten beiden Saisonrennen.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Das war ein großartiges Rennen. Nick hat einen grandiosen Start hingelegt und wir haben die ganze Zeit extrem gepusht. Unsere Strategie hat funktioniert. Wir freuen uns über ein hervorragendes Ergebnis für Porsche. Wir werden alles daransetzen, nun auch den Fahrertitel zu gewinnen.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Ich hatte einen sehr guten Start. In der ersten Kurve gingen alle nach innen. Ich habe spät gebremst und konnte über die Linie außen vier Plätze gut machen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Das Auto lief das ganze Wochenende hervorragend und unsere Strategie war super. Eine klasse Teamleistung.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Es ist gut gelaufen für uns und insgesamt für Porsche. Platz eins und zwei ist die optimale Ausbeute. In der Hersteller-Wertung müssen wir in beiden Läufen nur noch an den Start gehen, um den Gesamtsieg zu feiern. Ich bin sehr zufrieden mit einem tollen Ergebnis für das Team.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Mehr als Platz eins und Platz zwei geht nicht. Das ist ein super Ergebnis für die ganze Mannschaft. Beide Porsche 911 RSR waren das gesamte Wochenende konstant schnell. Natürlich hätten Earl und ich lieber ganz oben auf dem Podium gestanden, aber über Platz zwei sollte man sich nicht beschweren.“

Ergebnis Rennen Gesamtwertung

1. Pilet/Tandy (F/GB), Porsche 911 RSR, 88 Runden
2. Bamber/Vanthoor (NZ/B), Porsche 911 RSR, 88 Runden
3. Magnussen/Garcia (DK/E), Corvette C7.R, 88 Runden

Ergebnis GTD-Klasse

1. Keating/Bleekemolen (USA/NL), Mercedes-AMG GT3, 86 Runden
2. Farnbacher/Hindman (D/USA), Acura NSX GT3, 86 Runden
3. Potter/Lally (USA/USA), Lamborghini Huracan GT3, 86 Runden