Donnerstag, 15. November 2018
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DTM
07.07.2018

Drei Fragen an Daniel Juncadella

Daniel Juncadella fuhr beim DTM-Saisonhighlight in Nürnberg seinen ersten Podestplatz ein. Im Interview verrät er, was er sich für die zweite Saisonhälfte vorgenommen hat.

Daniel, du hast auf dem Norisring dein erstes DTM-Podium eingefahren. Wie fühlt sich das mit etwas Abstand zum Rennwochenende an? 
Daniel Juncadella: „Super! Das war natürlich ein fantastischer Moment für mich. Das gesamte Wochenende verlief für mich sehr stark. Ich glaube, ich befinde mich nun auf dem richtigen Weg. Jetzt muss ich das auch am nächsten Rennwochenende so umsetzen. In den nächsten Wochen stehen Strecken an, die mir sehr gut liegen. Mal sehen, was dort drin ist. Wir erleben als Team eine positive Phase und für mich persönlich waren meine erste Pole Position und mein erster Podestplatz natürlich eine super Motivation. Jetzt heißt es, weiter dran zu bleiben.“

Du hast gesagt, dass dir die kommenden Strecken wie Zandvoort und Brands Hatch gut liegen. Woran liegt das? 
„Beides sind Mega-Fahrerstrecken, auf denen man keinen Fehler machen darf. Dort wird jeder kleinste Fehler sofort bestraft und man ist draußen. So ist das eben auf diesen typischen, alten Strecken ohne Asphaltauslaufzonen. Dort musst du immer auf der Ideallinie fahren, sonst kommst du schnell in Schwierigkeiten. In Brands Hatch und Zandvoort habe ich auch einige meiner besten Formel-3-Ergebnisse erzielt. In Brands Hatch fahren wir in diesem Jahr zum ersten Mal mit der DTM die lange Streckenvariante, die etwas ganz Besonderes ist. Das finde ich toll. Einfach mega. Ich bin diese Variante schon im vergangenen Jahr im GT-Auto gefahren, vielleicht habe ich dadurch ja einen kleinen Vorteil.“

Du hast es gerade angesprochen: Wie sehr hilft dir die Erfahrung im GT-Bereich für die DTM? 
„Das GT-Auto folgt einer komplett anderen Philosophie und du musst dir das Cockpit mit einem anderen Fahrer teilen. Aber wenn du aktiv bist und an jedem Wochenende im Rennauto sitzen kannst, ist das eine perfekte Vorbereitung, weil du dabei lernst, innerhalb kurzer Zeit zwischen zwei komplett unterschiedlichen Autos zu wechseln und dich darauf einzustellen. Deshalb finde ich diese Einsätze gut.“