Donnerstag, 20. September 2018
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DMV GTC
30.06.2018

Zweite Trainingssession in Italien: Doppel-Pole für Audi

Das Qualifying für den zweiten DMV GTC-Lauf des heutigen Tages – und den zehnten der Saison – sorgt für eine nahezu ordentlich nach Marken sortierte Startaufstellung. In den ersten beiden Reihen werden gleich drei Audi R8 LMS GT3 zu finden sein.

Die Pole-Position gehört dabei dem Ingolstädter Werkswagen von Land Motorsport. Statt Stefan Eilentropp steigt erneut Ronny C’Rock ein und brennt mit 1:48,645 Minuten die Bestzeit des heutigen Morgens in den heißen Asphalt des Monza Eni Circuits. Ihm auf den Fersen mit der einzigen weiteren Trainingszeit unter 1:50 Minuten: Carrie Schreiner mit der Startnummer 8, deren gestern im DUNLOP 60 verunfallter Bolide über Nacht repariert worden ist – das Team HCB-Rutronik Racing versteht seinen Job.

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Benni Hey, in seinem Porsche 991.2 GT3 R an dritter Position (1:50,264 Minuten), lockert die von Audi dominierten vordersten Startreihen auf. Daneben Tommy Tulpe im weißen HCB-Rutronik-Wagen #1, er erreicht eine Zeit von 1:51.155 Minuten – das sind bereits rund 2,5 Sekunden Abstand auf den Pole-Setter.  

Ein blauer Farbfleck findet sich auf dem fünften Rang – ein schneller Farbfleck (1:51.428 Minuten) mit Gaststarter Pavel Strukov am Steuer, der die volle Trainingszeit von 20 Minuten für sich und den von Stile F Quadra Corse eingesetzten Ferrari 458 GT3 zu nutzen wusste. „Freie Strecke, noch nicht zu heiß, neue Reifen – bei solchen Konditionen macht es echt Spaß zu fahren. Natürlich träumen wir von einem Podiumsplatz, aber dafür muss uns bei dem starken Fahrerfeld auch das Glück ein bisschen zur Seite stehen“, sagt der Moskauer Strukov nach dem Training.  

Zwar bedeutet der heutige DMV GTC-Tag nicht die ersten Rennen wie für Strukov, dennoch ist 2018 die erste Rennsaison für Stanislav Dobrev aus Bulgarien. Er platziert den Mercedes-AMG GT3 von Schütz Motorsport mit einer Zeit von 1:51,928 Minuten auf der sechsten Position und bildet damit den Auftakt der Flügeltürer-Armada: Hinter ihm stehen Dietmar Haggenmüller sowie Josef Klüber, der über seinen Platz ganz und gar nicht zufrieden ist: „Ich bin eine Runde zu früh reingekommen, auf meiner schnellen Runde hatte ich dann Thomas Langer im Porsche vor mir, auch steckt mir der Unfall vom Nürburgring noch etwas in den Knochen. Mein Anspruch ist, immer mindestens die dritte Startreihe zu erreichen“, erläutert ‚Sepp‘, der stets freundliche équipe vitesse-Fahrer.

Die fünfte Startreihe ist Frauenpower pur: Evi Eizenhammer in einem weiteren Audi R8 LMS GT3 von HCB-Rutronik Racing sticht Suzanne Weidt im Lamborghini Huracan GT3 um 0,9 Sekunden aus. Damit stehen drei schnelle Ladies in den Top-Ten – keine andere Rennserie kann mit einer solchen Quote aufwarten.

Die ziemlich saubere Sortierung des Starterfeldes runden vier Porsche 991 GT3 Cup ab: Die zwei Wagen von Dupré Motorsport – Junior Luis Glania kommt auf vier Hundertstel Sekunden an seinen Mentor Christoph Dupré heran – stehen vor Karlheinz Blessing im Martini-Auto, der zu Trainingsbeginn einen Reifenschaden hatte und nur eine schnelle Runde absolvieren konnte. Den Porsche-Reigen schließt Thomas Langer, hinter dem Kevin Arnold im Audi RS 3 LMS TCR die Startaufstellung für den zweiten DMV GTC-Lauf des Tages beschließt.
   
Jean-Luc Weidt, einer der Leidtragenden der gestrigen Kollision, muss die heutigen Rennen auf dem Monitor verfolgen: Sein GT4-Audi war in der Kürze der Zeit irreparabel. 

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvia Pietzko für Carsten Krome Netzwerkeins