Donnerstag, 23. November 2017
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GT Open
04.09.2017

Emil Frey Lexus Racing in Silverstone zurück im Titelkampf

Emil Frey Lexus Racing hat sich nach der zweimonatigen Sommerpause der International GT Open Meisterschaft mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. Beim fünften Rennwochenende der Saison auf der legendären Rennstrecke von Silverstone, beeindruckte das Schweizer Team im Rennen am Samstag mit einem dominanten Start-/Zielsieg. Nach einem stark herausgefahrenen dritten Platz im zweiten Rennen am Sonntag liegt das Team mit noch vier ausstehenden Rennen nun auf der dritten Position in der Meisterschaftswertung, die Fahrer Albert Costa Balboa und Philipp Frommenwiler haben sich auf Platz zwei verbessert. 


Rennen #1, Samstag, 2. September 2017 – 70 Minuten

Bei strahlendem Sonnenschein reichten dem Spanier Costa Balboa gerade mal zwei schnelle Runden zum Start in das Qualifying, um sich nach gerade mal acht Minuten des 30-minütigen Zeittrainings die zweite Pole Position des Jahres mit einem Vorsprung von 0,212 Sekunden zu sichern. Auch beim Start behielt der Lexus-Pilot die Nase vorn und konnte die anfängliche Aufholjagd des #63 Lamborghini souverän abwehren. Danach fuhr Costa Balboa im Schnitt zwei Sekunden schneller als der Rest des Feldes bestehend aus 23 Rennautos und kam als einer der letzten an die Box zum Fahrerwechsel. Auch Teamkollege Frommenwiler absolvierte einen einwandfreien Stint und sicherte sich nach einem perfekten Tag den dritten Saisonsieg für die Lexus Mannschaft. In der Meisterschaftswertung konnte das Fahrerduo Costa Balboa/Frommenwiler drei Punkte aufholen und sich auf Platz drei verbessern.


Rennen #2, Sonntag, 3. September 2017 – 60 Minuten

Bei weiterhin trockenen Bedingungen erwischte Frommenwiler ein schwieriges Qualifying für die Startaufstellung für das zehnte Saisonrennen. Nach zwei Fehlern waren die Reifen nicht mehr optimal und der Schweizer platzierte den #54 Lexus RC F GT3 auf dem zwölften Platz, nachdem die Zeitabstände ab dem dritten Platz wieder extrem eng zusammenlagen. Am Start verlor Frommenwiler im Gerangel drei Positionen, konnte aber zugleich auf der zweiten Runde wieder angreifen und fand sich auf Position 11 wider, die er bis zum frühen Boxenstopp behielt.

Nach der Zusatzstandzeit von 15 Sekunden aufgrund des Sieges am Samstag, sortierte sich Costa Balboa als Zwölfter wieder in das Renngeschehen ein. Schon kurz nach dem Boxenstopp zeigte der Spanier erneut das Potenzial des Lexus RC F GT3 und machte auf zwei Runden vier Positionen gut. Drei Runden später schnappte er sich mit Thomas Biagi im #1 Lamborghini einen direkten Meisterschaftsgegner und profitierte vom Ausfall des #88 McLaren. In einer atemberaubenden Schlussphase fand sich Costa Balboa im Kampf um den vierten Gesamtrang. Nach einem Dreher des #55 Lexus von Farnbacher Racing, ging Costa Balboa in einem starken Überholmanöver am #23 Lamborghini vorbei und holte sich noch auf der letzten Runde den dritten Platz vom #63 Lamborghini – eine herausragende Aufholjagd des Spaniers, die ihn und Teamkollege Frommenwiler auf den zweiten Platz der Meisterschaft spult mit nur noch vier Punkten Rückstand auf die Spitze.


Teamstimmen Emil Frey Lexus Racing 

Hannes Gautschi, Technischer Koordinator Emil Frey Lexus Racing: „Das Team hat in der Sommerpause konzentriert am Auto gearbeitet und die Tests haben uns zusätzlich weitergebracht. All diese Erkenntnisse konnte das Team am Samstag im Qualifying und dann im Rennen eindrücklich umsetzen. Albert hat im Zeittraining eine Traumrunde gedreht und mit der gleichen Konzentration und Perfektion die erste Rennhälfte souverän bestritten. Für Philipp war es danach kein Spaziergang, aber auch er hat unter voller Konzentration das Auto perfekt gefahren und konnte somit den dritten Saisonsieg erzielen. Auch wenn die Einstufung der BoP leicht angepasst wurde, aber noch nicht auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn der Saison steht, kann man entsprechend sagen, dass es die Ingenieure und das Team geschafft haben, das Auto über das gesamte Wochenende perfekt abzustimmen und einzusetzen. Auch im Rennen am Sonntag konnten wir wieder ganz stark attackieren und zeigten eine beeindruckende Aufholjagd von Platz zwölf auf drei.“

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Lorenz Frey, Teamchef Emil Frey Lexus Racing: „Wir hatten einen starken Auftakt in die Saison und kämpften dann besonders in Paul Ricard und am Hungaroring mit ein paar Problemen, die nicht zuletzt auf die BoP zurückzuführen waren sowie auf die ein oder andere unfaire Situation im Rennverlauf. Wir haben die lange Sommerpause perfekt genutzt, um all die Dinge am Auto zu testen, für die uns während eines Rennwochenendes die Zeit fehlt. Wie wir jetzt in Silverstone gesehen haben, hat sich die ganze Arbeit, die wir über den Sommer in das Projekt investiert haben, ausgezahlt. Ich freue mich sehr über die Entwicklung die wir gemacht haben. Jetzt geht es in die heiße Endphase und wir sind mitten im Kampf um den Meisterschaftstitel, das hätten wir zu Beginn der Saison nie erwartet.“

Albert Costa Balboa (ES): „Ich war sehr glücklich mit der Performance des Lexus RC F GT3, denn ich brauchte nur einen Satz Reifen und zwei Runden und wir hatten unsere zweite Pole des Jahres und starteten zum dritten Mal aus der ersten Reihe. Das Rennen am Samstag war nicht so einfach, wie es von außen betrachtet aussah. Ich hatte ein paar Probleme mit den Reifen und kämpfte in den langsamen Passagen mit Untersteuern, aber wir konnten das Rennen stark nach Hause fahren. Wir haben wieder das gesamte Wochenende einen ganz tollen Job gemacht und ich bin sehr stolz auf unser Team. Jetzt wird es im Kampf um die Meisterschaft ganz spannend.“

Philipp Frommenwiler (CH): „Wir kamen nach der langen Sommerpause sehr gut vorbereitet in Silverstone an und es war schön zu sehen, dass die Entwicklung weitergeht und wir wieder ganz vorne mitfahren konnten. Dies zeigten schon die guten Rundenzeiten in den freien Trainingseinheiten. Am Samstag lief dann alles perfekt. Leider konnte ich im zweiten Qualifying am Sonntag die Leistung nicht ganz abrufen, da ich auf meinen schnellen Runden einen Fehler machte und danach waren die Reifen nicht mehr optimal. Trotzdem konnten wir von Platz 12 aus wieder zeigen, was in unserem Auto steckt und Albert hat eine Wahnsinnsfahrt hingelegt, die mit dem dritten Platz belohnt wurde.“