Montag, 11. Dezember 2017
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FIA WEC
16.11.2017

Andy Priaulx und Harry Tincknell kämpfen um den WM-Titel

Die Titelentscheidung in der GTE-Kategorie der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft biegt auf die Zielgerade ein: Am kommenden Samstag kämpfen Andy Priaulx und Harry Tincknell mit ihrem Ford GT beim Sechsstundenrennen auf dem Bahrain International Circuit um die Fahrerkrone des Sportwagensports. Nach acht von neun Saisonläufen, darunter auch die 24 Stunden von Le Mans, liegen die beiden Briten mit 127,5 Punkten lediglich 7,5 Zähler hinter den Tabellenführern James Calado/Alesssandro Pier Guidi sowie Richard Lietz/Frédéric Makowiecki auf Rang drei.

Dies bedeutet: Die Crew des Ford GT mit der Startnummer 67 kann mit der Qualifying-Bestzeit sowie dem Sieg in der Klasse die Meisterschaft noch aus eigener Kraft zu ihren Gunsten drehen. Priaulx und Tincknell dürfen dabei auf Schützenhilfe durch ihre Teamkollegen Stefan Mücke (Berlin) und Olivier Pla (FR) vertrauen, die in Sepang in der Fahrertabelle ebenfalls noch einen Sprung nach vorne machen wollen.

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„Mit dem Sieg bei den 6 Stunden von Shanghai haben Andy und Harry die Weichen für einen großartigen Meisterschafts-Showdown in Bahrain gestellt“, freut sich George Howard-Chappell, Chef des WEC-Teams von Ford Chip Ganassi Racing. „Nach dem Auftritt in Fuji dachten wir bereits, wir hätten keine echte Chance mehr. Aber unsere Mannschaft hat in China einen großartigen Job gemacht, darum sind wir jetzt wieder im Rennen um die Fahrermeisterschaft. Wir gehen das Finale genauso an wie immer, werden eine klare Strategie verfolgen und bei den Boxenstopps cool bleiben. Nach Punkten gerechnet liegen wir zurück, aber wir setzen alles daran, Ferrari und Porsche noch abzufangen. Ford hat uns zwischen dem Amerika- und dem Japan-Rennen einen Test in Bahrain ermöglicht, mit diesen Erfahrungswerten sollten wir eine gute Ausgangsbasis haben für das bevorstehende Wochenende.“

Nachdem Andy Priaulx und Harry Tincknell die Fahrerwertung über weite Strecken der Saison angeführt haben, fielen sie nach einem unglücklichen Rennen in Fuji zurück. Mit dem Klassensieg in Shanghai haben sie ihre Titelchance erfolgreich reanimiert.

„Wir gehen nach Bahrain mit der klaren Zielsetzung, zu gewinnen“, betont Tincknell. „Uns trennen 7,5 Punkte von den führenden Ferrari-Piloten. 25 Zähler gibt es für einen Sieg, 18 Punkte für Platz zwei und einen Bonuspunkt für die Qualifying-Bestzeit. Wenn wir uns die Pole Position holen und das Rennen gewinnen, sind wir Weltmeister. Wir haben die ganze Saison über jeden einzelnen Lauf für sich betrachtet und immer versucht, jeweils das Beste herauszuholen - ganz gleich, ob wir eine echte Chance auf einen Sieg hatten oder nicht. Mit dieser entspannten Grundeinstellung gehen wir jetzt auch an das Finale heran. Wir haben die Zügel immer noch selbst in der Hand.“

Im Ford GT mit der Startnummer 66 segelten Stefan Mücke und Olivier Pla in China selbst nur knapp am möglichen Klassensieg vorbei. In Bahrain will das Duo die Saison mit einem Highlight abrunden. „Wir nehmen das Finale in gewohnter Manier in Angriff“, unterstreicht Pla. „Wir werden alles geben, um das bestmögliche Ergebnis für Ford herauszuholen. Die Reifen könnten in Bahrain entscheidende Bedeutung erlangen - vor allem, wenn auf die Hitze des Tages die kühleren Asphalttemperaturen in der Dunkelheit folgen. Bei unseren Testfahrten haben wir eine Menge gelernt, wir fühlen uns gut vorbereitet.“

Die „Bapco 6 Stunden von Bahrain“ starten am kommenden Samstag um 16 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) und erstrecken sich bis in die Nacht. Die Zielflagge fällt um 22 Uhr (20 Uhr MEZ).