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FIA Formel 3 EM
26.07.2017

Achterbahnfahrt mit Formel-3-Fahrzeugen

Am kommenden Wochenende startet die FIA Formel-3-Europameisterschaft 2017 in ihre zweite Saisonhälfte und hat sich dafür eine der weltweit anspruchsvollsten Rennstrecken ausgesucht: Spa-Francorchamps in den belgischen Ardennen. Die mit 7,004 Kilometern längste Piste im Kalender der FIA Formel-3-EM erfreut sich im Fahrerlager großer Beliebtheit; eine fehlerfreie Runde auf der Berg-und-Talbahn stellt für jeden Rennfahrer eine echte Herausforderung dar.

Auf der belgischen Formel-1-Strecke möchte Tabellenführer Maximilian Günther (Prema Powerteam) seine Spitzenposition in der Fahrerwertung festigen, während die Verfolger um den Schweden Joel Eriksson (Motopark) den Deutschen vom Platz eins vertreiben wollen. Aufgrund des 24-Stunden-Rennens von Spa, das von Samstag auf Sonntag ausgetragen wird, startet die Rennveranstaltung der FIA Formel-3-EM bereits am Donnerstag und endet am Samstag.

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Joel Eriksson ist aktuell Zweitplatzierter der Fahrerwertung und hat bereits vier Saisonsiege auf seinem Konto. In Silverstone, Monza, Pau und Budapest überquerte der beste Rookie des Vorjahres jeweils einmal als Erster die Ziellinie. Seinen ersten Triumph in der FIA Formel-3-Europameisterschaft feierte er aber bereits 2016, als er ausgerechnet in Spa-Francorchamps als Schnellster des dritten Rennens abgewinkt wurde. Ein zweiter Platz in Lauf zwei rundete vor Jahresfrist sein bis dahin erfolgreichstes Rennwochenende in der FIA Formel-3-EM ab.

Doch nicht nur Eriksson erinnert sich gerne an Spa, auch das Team Hitech Grand Prix sicherte sich im Juli 2016 einen Sieg auf der berühmten Ardennen-Achterbahn. Den Erfolg des damaligen Hitech GP-Piloten George Russell wollen Ralf Aron, Jake Hughes und Nikita Mazepin, die aktuell die Rennwagen des britischen Teams pilotieren, nun am liebsten wiederholen. Der vierte Fahrer im Team, Tadasuke Makino, muss die Rennen in Belgien aufgrund einer Handverletzung aussetzen. Auch die Mannschaft Van Amersfoort Racing feierte in Spa 2016 einen Podestplatz, als Anthoine Hubert Lauf zwei als Zweiter abschloss. Das niederländische Team befindet sich vor allem nach der ersten Podestplatzierung von Pedro Piquet (Van Amersfoort Racing) auf dem Norisring im Aufwind und möchte diesen Trend auch in Belgien fortsetzen.

Rechtzeitig mit Beginn der zweiten Saisonhälfte vermeldet Carlin einen Neuzugang. Der Inder Ameya Vaidyanathan, bisher in der EuroFormula Open aktiv, wird bis zum Ende der Saison den vierten Carlin-Renner neben Jehan Daruvala, Ferdinand Habsburg und Lando Norris steuern.

Die Nachwuchspiloten haben bereits am Dienstag vor dem Rennwochenende im Rahmen eines offiziellen Testtages die Chance, sich mit der schwierigen Strecke vertraut zu machen. Bei diesen Testfahrten wird auch der belgische Formel-Renault-Aufsteiger Max Defourny mit von der Partie sein und die Farben von Van Amersfoort Racing vertreten. Die Entscheidung über seine Teilnahme am Rennwochenende wird erst nach den Probefahrten fallen.

Joel Eriksson (Motopark): „Ich freue mich sehr auf Spa-Francorchamps, denn das ist eine Strecke, die richtig Spaß macht. Es geht bergauf und bergab, es gibt einige blinde Kurvenausgänge und die Senke Eau Rouge ist legendär. Toll ist auch, dass man in Spa überholen kann und um Positionen kämpfen kann. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, an einen Ort zu kommen, an dem ich schon einige Erfolge errungen habe – nicht nur in der Formel 3, sondern zuvor auch in der Formel 4. Was meine Situation in der Gesamtwertung angeht, bin ich entspannt. Am Norisring lief es zwar nicht so gut für mich, aber das war ein spezieller Stadtkurs und ich weiß, dass wir auf permanenten Rennstrecken immer ein schnelles Auto haben. Und noch liegen fünf Rennwochenenden vor uns, an denen man eine Menge Punkte holen kann.“