Donnerstag, 27. Juni 2019
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FIA WTCC
30.11.2015

López und Muller krönen den Saisonabschluss

Mit seiner siebten Pole-Position und seinem zehnten Saisonsieg hat der diesjährige. Weltmeister José María López die FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2015 zu einem perfekten Abschluss gebracht. Yvan Muller, der das allerletzte Rennen der Saison für sich entscheiden konnte, sicherte sich den Vizeweltmeister-Titel mir lediglich einem Punkt Vorsprung vor Sébastien Loeb.

Der Podiumsplatz von Ma Qing Hua in Rennen 2 ermöglichte dem Citroën Total Team einen noch nie da gewesenen Vierfachtriumph in der Fahrerwertung. Zudem sicherte sich der Hersteller einen neuen Punkterekord. Das Citroën Total Team würdigte Sébastien Loeb mit einer bewegenden Hommage nach erfolgreicher 15-jähriger Zusammenarbeit mit dem Piloten.
 
Zehnter Saisonsieg für José María López
 
Es war bereits Nacht, als sich die Autos um 21.30 Uhr an der Startlinie aufreihten. Nach dem Erlöschen der Startlichter verteidigte José María López seine Führungsposition, dicht gefolgt von Mehdi Bennani, Sébastien Loeb, Hugo Valente, Ma Qing Hua und Yvan Muller. In der zweiten Runde wurde Sébastien Loeb von Hugo Valente überholt. Die Duelle zwischen Hugo Valente/Sébastien Loeb und Ma Qing Hua/Yvan Muller setzten sich über das gesamte Rennen fort; die Reihenfolge blieb allerdings bis ins Ziel unverändert. José María López sicherte sich seinen zehnten Sieg der Saison.
 
Doppelsieg für Citroën
 
Nach einer kurzen Pause fiel der Startschuss zum zweiten Rennen. Nachdem er sich für die erste Reihe qualifiziert hatte, startete Tom Coronel aus der Boxengasse, was freie Fahrt für Ma Qing Hua bedeutete. Dennoch war es Yvan Muller, der einen Vorteil aus dieser Situation zog und die erste Kurve an zweiter Position erreichte, direkt hinter John Filippi. Infolge einer Kollision am Ende der ersten Runde, die gleichzeitig das Aus für beide Fahrzeuge bedeutete, kam das Safety Car auf die Strecke. Nachdem José María López von einem Kontrahenten in den ersten Kurven touchiert worden war, fiel er auf den zwölften Platz zurück.
 
Nach vier Runden wurde das Rennen fortgesetzt und Yvan Muller setzte den Führenden schnell unter Druck. Eine Runde später wollte der Pilot des Citroën C-Elysée WTCC n°68 eine kleine Lücke nutzen, woraufhin John Filippi ihm den Weg abschnitt, was zu einer Kollision der beiden Fahrzeuge führte. Yvan Muller ging aus der ersten Kurve als Führender hervor, nur wenige Sekunden, bevor John Filippi eine Durchfahrtsstrafe wegen seines Frühstarts erhielt.
 
Runde um Runde baute Yvan Muller seine Führung auf Ma Qing Hua aus, der wiederum sicher an zweiter Position lag. Der Fokus verlagerte sich auf das Duell um den dritten Platz. Norbert Michelisz wehrte sich erfolgreich gegen Sébastien Loeb, der aber eine Podiumsplatzierung erreichen musste, um Vizeweltmeister zu werden. Wie bereits im ersten Rennen änderte sich die Reihenfolge bis ins Ziel jedoch nicht mehr und Yvan Muller feierte seinen sechsten Saisonsieg. Weiter hinten im Feld war das Renngeschehen dagegen etwas lebhafter, da José María López einige sehenswerte Überholmanöver unternahm, um bis auf den achten Rang vorzurücken. Im Ziel wurde Sébastien Loeb vom gesamten Citroën Racing Team erwartet, die ihm ihre Verbundenheit und Dankbarkeit mit lang anhaltenden Standing Ovations bekundeten.