Freitag, 25. September 2020
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24h Le Mans
12.06.2015

Start von den Plätzen eins, zwei und drei

Das Porsche Team startet mit den drei Porsche 919 Hybrid am Samstag um 15:00 Uhr von den Plätzen eins, zwei und drei zur 83. Auflage der 24 Stunden von Le Mans. Dies ist die 17. Pole-Position für Porsche in Le Mans, die bis dato letzte war 1997 gelungen. Und bereits zum neunten Mal in der Geschichte dieses Rennens belegt Porsche die ersten drei Startpositionen, davor zuletzt 1988.
 
Der Schweizer Neel Jani fuhr mit dem LMP1-Rennwagen bereits am Mittwochabend im ersten Qualifying jene Rundenzeit, die trotz konstant trockener Witterung auch nach dem dritten Qualifying am Donnerstag um Mitternacht noch Bestand hatte. Mit seiner Runde in 3:16,887 Minuten stellte er den bis dahin für die 13,629 Kilometer lange Streckenvariante bestehenden Qualifyingrekord aus dem Jahr 2008 ein (Peugeot, 3:18,513 Minuten).
 
Timo Bernhard (DE) erzielte die zweitschnellste Runde ebenfalls bereits am Mittwochabend. Für ihn blieb die Uhr nach 3:17,767 Minuten stehen, damit unterbot auch er den alten Rekord. Im dritten Porsche LMP1 steigerte sich der Brite Nick Tandy im zweiten Qualifying am Donnerstag auf eine Zeit von 3:18,862 Minuten und bestätigte damit Startplatz drei.
 
Jani teilt sich den schwarzen Porsche 919 Hybrid Nummer 18 mit Romain Dumas (FR) und Marc Lieb (DE). Bernhard wechselt sich am Steuer der roten Nummer 17 mit Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AUS) ab. Tandys Partner im weißen Prototypen mit der Nummer 19 sind Earl Bamber (NZ) und Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg (DE).
 
Startfahrer am Samstag werden Timo Bernhard, Neel Jani und Nico Hülkenberg sein.
 
Die drei Porsche 919 Hybrid sind die innovativsten Fahrzeuge im 56 Rennwagen zählenden Starterfeld und wichtige Technologieträger für zukünftige Straßensportwagen der Marke. Das revolutionäre Effizienzreglement für Le-Mans-Prototypen der Klasse 1 (LMP1) veranlasste Porsche im vergangenen Jahr zum Comeback in den Spitzen-Motorsport. Aus der Kombination eines Vierzylinder-Turbo-Benzinmotors mit zwei Liter Hubraum und zwei Energierückgewinnungssystemen (Bremsenergie und Abgasenergie) ergibt sich für die 919 Hybrid eine Systemleistung von rund 1000 PS.
 
Stimmen nach dem dritten und letzten Qualifying
 
Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung Porsche AG: „Platz eins, zwei und drei – ein perfektes Qualifying. Dabei haben wir heute sehr für das Rennen gearbeitet und gesehen, dass wir auch über die Distanz mit gebrauchten Reifen ganz gut unterwegs sind. Ich habe allen gesagt, dass wir nicht auf die Konkurrenz schauen. Wir müssen aus unserem Paket das Maximale herausholen. Mechaniker, Ingenieure, Fahrer – die ganze Mannschaft arbeitet in eine Richtung und hat einen tollen Job abgeliefert. Das Ergebnis bereitet mir echte Freude und stimmt mich zuversichtlich für das Rennen. Ich bin stolz auf das ganze Team.“
 
Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Dass wir bei unserem zweiten Auftritt in Le Mans die Startplätze eins, zwei und drei erzielt haben, ist überragend. Danke an die Mannschaft hier vor Ort und zuhause in Weissach. Für unser junges Team ist jeder Teilerfolg wichtig. Dieses Ergebnis hilft uns, am Samstag mit Zuversicht an den Start zu gehen. Es wird ein hartes Rennen mit starker Konkurrenz. Wir freuen uns darauf.“
 
Alexander Hitzinger, Technischer Direktor LMP1: „Ich bin überglücklich und möchte der Entwicklungsmannschaft ein Riesenkompliment machen. Das Ergebnis belohnt für drei Jahre sehr, sehr harte Arbeit. Wir haben beim Konzept sicher einiges richtig gemacht. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir nicht nur ein schnelles, sondern auch ein standfestes Auto gebaut haben. Außerdem wird der Unterschied in den Rundenzeiten im Rennen sicher nicht so groß sein wie im Qualifying. Wir dürfen die Konkurrenz nicht unterschätzen.“
 
Andreas Seidl, Teamchef: „Dieses tolle Qualifyingergebnis ist ein großartiger Teilerfolg für uns. Mit Blick auf das Rennen fast noch wichtiger ist aber, dass wir heute einen sehr produktiven Vorbereitungstag hatten und unter konstant trockenen Streckenbedingungen unser Reifentestprogramm absolvieren konnten. Teilweise hatten wir auch schon Rennteile in den Autos verbaut. Das Team und die Fahrer haben einen top Job gemacht.“