Dienstag, 20. August 2019
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VLN
28.10.2014

Ein Podestplatz zum Saison-Abschluss

Mit einem zweiten Rang in der Klasse SP6 hat sich PROsport Performance aus der VLN 2014 verabschiedet. Insgesamt trat der Partner des Porsche Zentrums Willich zum Saisonfinale mit drei Porsche an, wobei zwei am Ende die Zielflagge nicht sahen. Trotzdem konnte die Mannschaft auf ein erfolgreiches Rennen und auch eine gute Saison 2014 zurückblicken.

„Natürlich wären wir gerne wie in den anderen VLN-Läufen dieses Jahres mit allen Autos ins Ziel gekommen, aber teilweise sind wir ja schon in der Vorbereitung für 2015 und probieren manche Sachen aus“, sagte Martin Woyke von PROsport Performance. Ausprobieren wollte das Team vor allem einen neuen Sicherheitstank für den Porsche 911 (Typ 991).

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Bei diesem Tank ist durch die spezielle Bauart erst einmal ein Test nötig, um herauszufinden, wieviele Runden man problemlos damit schafft. „Wir hatten kalkuliert, dass wir sechs Runden plus Einführungsrunde fahren können, aber das hat leider nicht geklappt“, sagte Woyke. Auf der Döttinger Höhe blieb der Porsche mit leerem Tank liegen. Bis das Auto zurück an der Box war, dauerte es eine mittlere Ewigkeit. Zwar tankte PROsport Performance den 911er noch einmal, doch mehr als eine kurze Testfahrt, ob alles andere einwandfrei funktioniert, wurde nicht mehr draus. „Das machte mit dem großen Rückstand auch keinen Sinn mehr“, sagte Woyke.

Erfreulicher verlief das Rennen für den Porsche Cayman S. Klaus Bauer, Martin Stucky und Jonas Carlsson kämpften das komplette Rennen in der Führungsgruppe der Klasse SP6. Am Ende musste sich das Trio nur einem Porsche 911 geschlagen geben und belegte Rang zwei. Beim Blick auf die Rundenzeiten war PROsport Performance absolut im Soll. Lediglich die späteren Klassensieger und das ausgefallene Schwesterfahrzeug konnten mit schnelleren Zeiten aufwarten.

Für den dritten PROsport-Porsche war das Rennen nach sechs Runden beendet. In der Klasse SP6 kamen Thomas Koll, Andreas Patzelt und Thomas Krebs dem Porsche Cayman R leider nicht ins Ziel. „Plötzlich gab es keinen Vortrieb mehr. Wahrscheinlich lag es an einem Defekt der linken Antriebswelle“, so Martin Woyke. Zu diesem Zeitpunkt dominierte das Trio seine Klasse deutlich und markierte mit 9:02,711 Minuten die schnellste Rennrunde. Der siebte SP6-Klassensieg in der Saison 2014 mit diesem Fahrzeug war durchaus möglich.

„Rückblickend können wir mit unserer Saison hoch zufrieden sein, es war die erfolgreichste Saison von PROsport seit dem Umstieg auf Porsche-Fahrzeuge. Wir hatten neben dem Highlight beim 24h-Rennen auch in der VLN schöne Siege dabei und die Partnerschaft mit dem Porsche Zentrum funktioniert sehr gut“, sagte Woyke. Das Lob konnten die Willicher nur zurückgeben. „Die Ergebnisse zeigen uns, dass die Entscheidung, uns auf ein Team und eine enge Partnerschaft zu konzentrieren genau richtig war“, sagt Julia Vincentz vom Porsche Zentrum Willich. In den kommenden Wochen werden sich beide Seiten zusammensetzen und über eine mögliche Fortsetzung der Partnerschaft für 2015 sprechen.