Dienstag, 19. November 2019
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DTM
15.10.2013

Audi hat große Ziele beim DTM-Finale

Auch wenn Mike Rockenfeller den DTM-Titel bereits seit dem Rennen in Zandvoort in der Tasche hat, ist die Motivation der Audi-Mannschaft ungebrochen: Beim Finale in Hockenheim (18. bis 20. Oktober) wollen die Piloten auch die Titel in der Hersteller- und der Teamwertung erobern. Die ARD widmet dem Showdown der Saison 2013 eine besonders lange Sendezeit.

DTM-Fans erwartet in Hockenheim ein spannendes Saisonfinale. Zwar hat sich Audi-Pilot Mike Rockenfeller bereits beim neunten Lauf in Zandvoort vorzeitig den Fahrertitel gesichert. Doch in der Team- und Herstellerwertung verspricht die Ausgangslage einen packenden Dreikampf: Das Audi Sport Team Phoenix liegt nur drei Zähler vor dem besten BMW-Team und zehn Punkte vor der besten Mercedes-Mannschaft. Im Hersteller-Klassement führt Audi mit sieben Zählern Vorsprung auf BMW. Der Gewinn aller drei Titel war Audi zuletzt beim werksseitigen Comeback 2004 gelungen.

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Für die Audi-Piloten ist Hockenheim traditionell ein gutes Pflaster. Aus dem aktuellen Kader haben Mattias Ekström, Jamie Green und Timo Scheider auf dem Kurs bereits Siege erzielen können. Seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 stand fünfmal ein Audi-Fahrer ganz oben auf dem Podium. Im Mai dieses Jahres startete der zweimalige Champion Timo Scheider in Hockenheim mit einer Pole-Position in die Saison. Neuzugang Green gewann das Finale in seiner Karriere schon zweimal. Der 4,574 Kilometer lange Hockenheimring zählt zu den Lieblingskursen vieler DTM-Piloten. Grund ist neben der einmaligen Stimmung im stadionähnlichen Motodrom auch die Charakteristik der Strecke, die als technisch anspruchsvoll gilt und einen Mix aus schnellen Kurven und langsamen Passagen parat hält. Die lange Parabolika mit anschließender Spitzkehre bietet eine der besten Überholmöglichkeiten im ganzen DTM-Kalender.

Die lange Gerade ist auch ein optimaler Bereich für den Einsatz des „Drag Reduction Systems“ (DRS), mit dem die Fahrer den Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach stellen können. Hockenheim ist zudem die erste Strecke, auf der Teams und Fahrer bereits Erfahrungen mit dem Optionsreifen gesammelt haben. Die neue, weichere Reifenmischung wurde beim Saisonauftakt im Mai zum ersten Mal im Rennen eingesetzt. Um die Fans vor dem Fernseher ausführlich auf das Finale einzustimmen, hat die ARD ihre Sendezeit verlängert: Obwohl das Rennen am Sonntag erst um 14 Uhr startet, beginnt das „Erste“ seine Übertragung aus Hockenheim bereits um 13:15 Uhr mit Vorberichten und Interviews. Das Qualifying wird am Samstag wie gewohnt ab 14:30 Uhr live gezeigt.

Stimmen der Verantwortlichen

Dieter Gass (Leiter DTM): „Nach dem vorzeitigen Gewinn des Fahrertitels mit Mike Rockenfeller reisen wir hoch motiviert zum Finale. Es geht dort noch um die Team- und Herstellermeisterschaft. In beiden Wertungen haben wir uns mit starken Mannschaftsleistungen bei den vergangenen Rennen in eine gute Ausgangsposition gebracht. Ich bin mir sicher, dass wir geschlossener auftreten werden als noch beim Auftakt vor knapp einem halben Jahr.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): „Mit einem Titel im Rücken fährt es sich natürlich grundsätzlich entspannt zum Finale. Trotzdem hat unsere Mannschaft in Hockenheim noch viel vor. Wir wollen zeigen, was in uns steckt und die Saison mit einem Sieg beenden. Hockenheim war in der Vergangenheit schon oft ein gutes Pflaster für uns, und unsere vier Fahrer sind motivierter denn je.“

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): „Den ersten Etappensieg haben wir mit dem Titel von Mike (Rockenfeller) schon geholt. Jetzt setzen wir natürlich alles daran, auch die Führung in der Teamwertung ins Ziel zu fahren. Das ist unser großes Ziel für das Finale.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): „Den Fahrertitel hat Audi bereits in der Tasche, deshalb können wir etwas entspannter nach Hockenheim fahren. Wir wollen zum Abschluss der Saison bei unserem Heimrennen noch einmal ein Ausrufezeichen setzen.“