Freitag, 10. April 2020
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
STT
15.09.2011

STT H&R Cup - Das nächste Saisonhighlight wartet

Am kommenden Wochenende steht das nächste Highlight für die Spezial Tourenwagen Trophy vor der Tür. In Zolder treten die Piloten der STT vor großem Publikum beim Renault Trucks Grand Prix an. Die Veranstaltung lockte letztes Jahr 20 000 Zuschauer an den ehemaligen belgischen GP-Kurs. Großen Zuschauerandrang in Zolder kennt die STT noch aus früheren Tagen. Bis Anfang der 90er Jahre war man regelmäßig bei der DTM in Belgien zu Gast.

So ist es für die Spezial Tourenwagen Trophy die zweite Rückkehr auf geschichtsträchtigen Boden in diesem Jahr. Bereits im Mai trat die STT in Zolder an, wobei Florian Stoll (Mercedes SLS) und Pertti Kuismanen (Chrysler Viper GTS-R) die Siege einfuhren. Der Finne musste jedoch nach dem unverschuldeten Unfall in Spa auf seinen Ford GT umsteigen. In Assen bewies der zweifache STT Meister aber, dass er mit dem Retro-GT ebenso konkurrenzfähig ist. Durch den geringeren Hubraum startet Kuismanen zudem in derselben Klasse wie der derzeitige Tabellenleader. Christopher Gerhard (Porsche 997 GT3 Cup) war hier bisher kaum zu schlagen. Mit Reiner Lutz ist in der Klasse zudem ein Fahrer am Start, der dieses Jahr schon zweimal auf dem Treppchen stand. Vor allem im Nassen ist der Porsche Cayman mit seinen 575 PS ein Favorit auf einen Podestplatz. Nicht unterschätzen darf man den Porsche 944 GTR von Dr. Thomas König und Michael Irmgartz. Zwar hat der weiße Turbo Porsche ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel. Doch das macht die beiden Porschepilot keineswegs langsamer. Dasselbe gilt für den Porsche dp 935 von Jörg Lorenz. Der gelbe 935er kämpfte bereits zu Beginn der 90er Jahre in der STT um Siege. Dazu wird Dr. Ingolf Piechota nach zwei Rennen im VW Scirocco wieder auf den gewohnten Porsche 997 GT3 Cup umsteigen.

Anzeige
Der Gesamtsieg wird aber auch in Zolder nur über die Klasse 1 Piloten gehen. Bisher standen sieben Mal Piloten aus der hubraumstärksten STT Klasse ganz oben auf dem Podest. In Assen waren es vor allem Daniel Schrey (Chrysler Viper GTS-R) und René Snel (Porsche 996 GT2), die mit zwei ultraspannenden Rennen die Zuschauer begeisterten. Beim letzten Lauf zeigte aber gerade ein STT Urgestein, dass mit ihm immer zu rechnen ist. Rolf Rummel, schon bei der STT Premiere in Zolder 1986 am Start, fuhr mit seinem Porsche 996 GT2 in Holland erstmals wieder aufs Treppchen. Ein Erfolg, den der Routinier aus Heiligenhaus natürlich wiederholen möchte. STT Gaststarter „Ed Nicelife“ machte es aber bis zum Schluss spannend. Erst ein Dreher in der letzten Schikane vor Start und beendete das tolle Duell. Der Corvette-Pilot ist in Zolder wieder mit von der Partie. Dabei trifft er mit Ralf Karst (Porsche 997 GT2) auf einen weiteren Konkurrenten vom letzten Rennen. In seiner ersten STT Saison schlägt sich der AC/DC Fan bestens gegen die starke Konkurrenz.

Die Klasse 4 bis 3500 ccm ist erneut besonders stark besetzt. Einst musste Klassenprimus Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) hoffen, dass hier überhaupt genügend Konkurrenten bereitstanden. In diesem Jahr muss der Ettringer seine ganze Erfahrung ausspielen, um den Sieg zu holen. Besonders der BMW M1 von Gaststarter Achim Heinrich dürfte ein besonders schneller Mitspieler um den Klassensieg sein. Schon in Spa deutete Heinrich an, dass der wunderschöne M1 eine absolute Bereicherung für die STT ist. Bereits drei Klassensiege hat in dieser Saison Gerhard Füller mit seinem BMW M3 E30 einfahren können. In Zolder holte sich Füller bereits einen Klassensieg, genau wie Dr. Heinrich Spies. Der Seat Leon Pilot ist als Meisterschaftssiebter bisher punktbester Vertreter der Klasse 4. In dieser ausgeglichen Klasse hat das STT Rookie Team keinen leichten Stand. Dennoch machten Dominik Drabiniok, Niklas Bauckhage und Marzena Kwapisz ihre Sache sehr gut. Marzena Kwapisz wird in Zolder wieder im VW Scirocco platznehmen, während Bauckhage und Drabiniok sich den Opel Astra OPC teilen werden. Mit Petra Kolic-Wiese (Audi TT) ist neben Kwapsiz eine weitere schnelle Frau am Start. Christian Heck wird erstmals mit einem BMW M3 an einem STT Lauf teilnehmen.

Besonders spannend waren die Rennen in dieser Saison bei den 2-Liter Assen. Je drei Siege staubten Joachim Bunkus (Triumph Dolomite) und Jörg Bernhard (Honda S2000) ab. Gaststarter Marc Roth, der in Zolder wieder mit von der Partie ist, siegte mit seinem Audi A4 einmal in Spa. Noch sieglos ist der Vorjahresmeister der 2-Liter Klasse. Doch gerade auf seiner Heimstrecke hofft Jochen Thissen die nach oben zeigenden Tendenz endlich in den ersten Sieg des Jahres ummünzen zu können. Nach seiner STT Premiere in Assen wird auch Domenic Bendix im BMW 320i E36 in Zolder zu seinem zweiten STT Lauf antreten.

Bei den luftgekühlten Porschefahrzeuge war vor allem Alexandra Irmgartz (Porsche 964 RSR) stark unterwegs. Die Tochter des dreifachen STT Meisters Michael Irmgartz zeigte der männlichen Klassenkonkurrenz des Öfteren, dass ihr Talent nicht von ungefähr kommt. So müssen Ralf Bender (Porsche 964 Cup) und der geheimnisvolle RennF (Porsche 911) ordentlichen kämpfen, um den nächsten Klassensieg der 24jährigen zu verhindern.

Die Sonderklasse der STT ist die Heimat von zwei richtig schnellen Fahrzeugen. Zum einen bringt Sven Fisch seinen rund 600 PS starken V8 STAR nach Zolder. Dort war der Stuttgart schon im Mai besonders stark unterwegs und nur technische Probleme verhinderten eine Platzierung auf dem Treppchen. Neuland ist die Rennstrecke für Edy Kamm. Mit seinem Audi A4 DTM siegte der Schweizer schon zweimal in dieser STT Saison. Trotz fehlender Streckenkenntnis dürfte die Strecke dem Audi entgegen kommen und Edy Kamm ein ganz heißer Siegfavorit sein.

Los geht es für die STT am Samstag, den 17.09. mit dem ersten Qualifying um 9.40 Uhr. Das zweite Qualifying steht um 13.50 Uhr an. Die Rennen der STT starten schließlich am Sonntag um 10.35 Uhr bzw. 14.45 Uhr.