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Le Mans Series
07.05.2011

Zweite Startreihe für Marc Lieb

Im Qualifying zum zweiten Saisonlauf der Le Mans Series in Spa-Francorchamps hat Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) den vierten Startplatz in der Sportwagenkategorie GTE Pro geholt. Damit haben die Vorjahressieger Lieb und Richard Lietz (Österreich) mit der 2011er-Version des Porsche 911 GT3 RSR eine gute Ausgangsposition für das 1.000-Kilometer-Rennen auf dem anspruchsvollen Kurs in den belgischen Ardennen. In der Kategorie GTE Am, in der nur ein Profirennfahrer pro Fahrzeug gestattet ist, holte der Franzose Nicolas Armindo im 911 GT3 RSR auf dem technischem Stand von 2010 erneut die Pole-Position.

„Meine Runde war im Grunde ganz okay und Startplatz vier ist das Ergebnis, das wir nach den freien Trainingssitzungen erwartet hatten“, sagte Lieb. „Eine halbe Sekunde Rückstand auf die Spitze ist auf einer sieben Kilometer langen Strecke nicht viel. Das Rennen morgen wird schwierig, denn die Konkurrenz ist stark und zahlreich. Aber wir geben Gas und möchten einen Podiumsplatz holen.“ Teamkollege Lietz meinte: „Es ist uns noch nicht gelungen, den neuen Elfer so perfekt abzustimmen wie es beim Vorjahresauto der Fall war. Da fehlt uns einfach auch die Erfahrung des ersten Rennens, wo wir wegen des fehlerhaften Starts schuldlos ausgefallen sind.“

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Vom achten Startplatz gehen morgen die beiden Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und Patrick Pilet (Frankreich) in das Sechs-Stunden-Rennen. Auch die Profis vom französischen Team IMSA Performance Matmut sind mit der Abstimmung ihres 911 GT3 RSR noch nicht ganz zufrieden. „Wir haben einiges ausprobiert, sind dabei aber auch in falsche Richtungen marschiert“, bilanzierte Henzler. „Da geht es uns wie Marc und Richard, es fehlt die Erfahrung mit dem 2011er-Auto wegen des Ausfalls in Le Castellet. Wir hoffen, durch gute Strategie und konstante Fahrleistungen Plätze gutmachen zu können.“ Der belgische Rennprofi Marc Goossens qualifizierte den 911 GT3 RSR des Teams ProSpeed Competition für Startplatz zehn. Sein Teamkollege, Porsche-Werksfahrer Marco Holzer (Lochau), freut sich: „Mit 60 Fahrzeugen auf dieser anspruchsvollen Strecke wird das Rennen eine riesige Herausforderung.“

Wie schon in Le Castellet jubelte Nicolas Armindo über Startplatz eins in der Kategorie GTE Am. Der amtierende Meister des Porsche Carrera Cup Deutschland teilt sich das Cockpit des 911 GT3 RSR – auf dem technischen Stand von 2010 – mit seinem französischen Landsmann, IMSA-Performance-Teameigner Raymond Narac. Der Österreicher Horst Felbermayr Junior holte im GTE-Am-Elfer von Felbermayr-Proton Startplatz sechs. Er fährt zusammen mit dem US-Amerikaner Bryce Miller. Teambesitzer Christian Ried (Schönebürg) geht mit dem Niederländer Nick Hommerson als Neunter der Klasse ins Rennen.

Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Dittweiler) war im Audi R18 TDI der Schnellste des gesamten Starterfeldes. Bernhard teilt sich das Cockpit des Sportprototyps mit Porsche-Werksfahrer Romain Dumas (Frankreich) und dem ehemaligen Porsche-Junior Mike Rockenfeller.

Das Sechs-Stunden-Rennen wird am heutigen Samstag, 07. Mai, um 14.05 Uhr gestartet. Eurosport überträgt das gesamte Rennen live. Von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr ist der Spa-Lauf in Eurosport 2 zu sehen, ab 17.30 Uhr überträgt der frei zugängliche Hauptsender die letzten zweieinhalb Stunden live.

Ergebnis Qualifying
Klasse GTE Pro

1. Jaime Melo (BR), Ferrari F458 Italia, 2:20,743 Minuten
2. Robert Bell (GB), Ferrari F458 Italia, + 0,172 Sekunden
3. Giancarlo Fisichella (I), Ferrari F458 Italia, + 0,343
4. Marc Lieb (D), Porsche 911 GT3 RSR, + 0,548
5. Augusto Farfus (BR), BMW M3, + 0,717
8. Wolf Henzler (D), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,212
10. Marc Goossens (B), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,896

Klasse GTE Am
1. Nicolas Armindo (F), Porsche 911 GT3 RSR, 2:23,007 Minuten
2. Marco Cioci (I), Ferrari F430, + 0,262 Sekunden
3. Phil Quaife (GB), Ferrari F430, + 0,478
6. Horst Felbermayr Jr. (A), Porsche 911 GT3 RSR, + 1,592
9. Christian Ried (D), Porsche 911 GT3 RSR, + 3,790