Dienstag, 19. November 2019
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FIA WTCC
22.11.2010

Franz Engstler ist Vize Weltmeister bei den Privatfahrern

Allen Grund zur Freude hat das Liqui Moly Team Engstler aus Wiggensbach. Beim spektakulären Finale in Macau konnte Franz Engstler (49) den zweiten Platz in der Tourenwagenweltmeisterschaft bei den Privatfahrern einfahren. Er belegte in beiden Rennläufen jeweils den zweiten Platz. Durch die doppelte Punktewertung bedeutet das 32 Punkte.

„Der enge und kurvenreiche Stadtkurs von Macau ist Jahr für Jahr eine Herausforderung für alle Fahrer, ich bin wirklich glücklich zweimal den zweiten Platz belegt zu haben", strahlt Engstler nach dem Rennen. Vor allem nach dem schweren Unfall von Engstler im vergangenen Jahr war die Anspannung des Teams sehr groß.

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Engstler hatte in den Trainings immer die Führung in der Privatfahrerwertung, im Qualifying am Freitag musste er sich aber mit dem dritten Platz zufrieden geben. Grund dafür: das Zeittraining musste dreimal unterbrochen werden, da es mehrere Unfälle gab. Engstler konnte so lediglich eine gezeitete Runde fahren.

Die Rennen am Sonntag waren ebenfalls von Unfällen gezeichnet. Im ersten Lauf gab es in der zweiten Kurve einen schweren Unfall, mehrere Autos wurden beschädigt, Engstler blieb unversehrt. Er konnte als Zweiter die Ziellinie passieren. Eine gute Startposition für den zweiten Lauf. Auch hier kam es zu mehreren Unfällen, auch Andrei Romanov musste einen Dreher in einer Kurve verzeichnen und stellt sich quer. Das Feld hinter ihm, konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und prallte in den Liqui Moly BMW. Romanov blieb unverletzt, allerdings war damit der Finallauf für ihn zu Ende.

Nach einem Rennabbruch wurde der Lauf neu gestartet, Engstler konnte sich Position für Position nach vorne kämpfen und wurde Zweiter. Groß war der Jubel über den Erfolg: ein erfolgreicher Abschluss nach einer Saison mit Höhen und Tiefen. Nach Platz drei in der Tourenwagenweltmeisterschaft 2009 ist Franz Engstler 2010 Vize Weltmeister bei den Privatfahrern. Engstler verspricht auch nächstes Jahr wieder voll anzugreifen.