Mittwoch, 21. April 2021
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
24h Nürburgring
20.05.2010

Weiland-Racing mit grandiosem 24h-Rennen

"Das ist einfach unglaublich, wir sind sehr glücklich und stolz auf eine tolle Teamleistung", Matthias Weiland kam nach dem internationalen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.

Gemeinsam mit Kai Riemer, Rodney Forbes und David Horn holte er sich im MPD-Flying Horse-Porsche von Weiland-Racing.de Gesamtrang zehn und Platz zwei in der Klasse SP7. Mit Rang 17 im Gesamtklassement erreichte auch das Schwesterauto das Ziel innerhalb der Top 20. Nur der Highsociety-Porsche von Weiland-Racing.de fiel frühzeitig durch einen Unfall aus.

Das minderte die Freude am Teamerfolg aber nicht. "Wir haben das Maximum erreicht, was bei diesem starken Fahrerfeld und aus eigener Kraft möglich war", meinte Matthias Weiland. Schließlich war Weiland-Racing die Mannschaft mit dem schnellsten Cup-911'er sowie dem drittschnellsten Porsche insgesamt - trotz großer Konkurrenz einiger Werksporsche. Lediglich zwei Porsche 997 GT3 Cup S, die beide über deutlich mehr Leistung verfügen als der normale Cup-Porsche, konnten sich vor dem Weiland-Porsche platzieren. "Wenn man mir das vorher gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt", gab Weiland freudestrahlend zu. Schließlich waren mit Audi, BMW und Porsche gleich drei Werke vor Ort, um diesmal um die Krone des Langstreckensports zu kämpfen und beim größten Motorsportevent in Deutschland ganz oben auf dem Podium zu stehen.

Anzeige
Entsprechend schwer wurde es für Privatmannschaften wie autoweiland.de. Doch mit einer konzentrierten Teamleistung und guten Fahrerpaarungen wurde das Rennen zu diesem großen Erfolg. "Ich denke, dass der Schlüssel in der konstanten und durchaus vorsichtigen Fahrweise lag", sagte Senior-Teamchef Harald Weiland. Die Fahrer beherzigten die Vorgabe, nicht am letzten Limit zu fahren, sondern bei Bedarf auch zurück zu stecken.

Leider schafften es nicht alle drei Porsche von autoweiland.de ins Ziel. Für Andreas Weiland, Barton Mawer, Maher Algadri und Timothy Macrow war das 24-Stunden-Rennen bereits nach dreieinhalb Stunden vorbei. Der Highsociety-Porsche war nach einem heftigen Unfall nicht mehr zu reparieren.

Dagegen kamen die beiden anderen 997 GT3 Cup nahezu problemlos über die lange Distanz. "Es ist schon klasse, wie zuverlässig und haltbar unsere Fahrzeuge sind", lobte Harald Weiland auch die Qualität der Zuffenhausener Fabrikate. Auch die Weiland-Crew mit der Startnummer 28 - die Herren Klein, Feidt, Selch und Freymuth - bewies, dass man mit einer ruhigen und überlegten Fahrweise über die lange Distanz Stück für Stück nach vorne gespült wird. Mit einer persönlichen Bestzeit von 9:18.503 Minuten waren die vier natürlich nicht langsam unterwegs, doch mit einem aggressiveren Fahrstil wären noch bessere Rundenzeiten möglich gewesen. "Das wollten wir aber bewusst nicht, da dann das Material möglicherweise zu stark beansprucht worden wäre", erklärte Harald Weiland die Taktik.

Viel Zeit zum Feiern bleibt dem Team jetzt nicht. Bereits in vier Wochen ist der nächste Lauf in der Langstreckenmeisterschaft angesagt. Bis dahin müssen mindestens zwei der drei Porsche nach dem harten 24-Stunden-Rennen wieder fit gemacht werden.