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Kartsport Allgemein
22.06.2026

F1-Stars üben Kritik: Kartsport – eine Leidenschaft die kostet

Egal ob Max Verstappen, Lewis Hamilton oder Lando Norris – so gut wie jeder heutige Formel-1-Pilot hat seine Karriere im Kartsport begonnen. Doch der Kartsport hat sich zu einer Luxussportart entwickelt, die noch nie so kostenintensiv wie heute war. Das sehen auch die aktuellen Stars der Königsklasse so und glauben, dass Sim-Racing neue Möglichkeiten eröffnet …

Max Verstappen sieht im Kartsport ein großes Problem: „Ich meine, die Leute zahlen 10.000 bis 12.000 Euro für ein Rennen." Dem stimmt auch Esteban Ocon zu: "Ich wäre bei den Kosten, die ein Rennen in der Mini-Serie heute verursacht, nicht hier. Deshalb halte ich es für wichtig, auch über den Kartsport hinauszuschauen. Ich sehe bereits viele Kinder, die zwar noch Kart fahren, aber auch im Simulator Rennen fahren, das Fahren in Formel-4-Autos oder generell in GT-Fahrzeugen lernen. Sie fahren einfach alles. Man erhält im Sim-Racing ein sehr gutes Grundverständnis und eine gute Vorbereitung, noch bevor man überhaupt in einen Rennwagen steigt. Da die Simulatoren so präzise sind, ist man in Sachen Vorbereitung bereits zehn Schritte weiter, bevor man überhaupt in einen Formel-Rennwagen steigt. Denn man kann bereits die richtigen Bremspunkte setzen, man weiß, wie man herunterschaltet, und man weiß, wie man Daten auswertet. Man bekommt ein gutes Gespür für die Geschwindigkeit eines Autos. Und ich finde es großartig zu sehen, dass all diese jungen Fahrer sich so intensiv am Simulator vorbereiten.”

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Lewis Hamilton sieht die Situation ähnlich. „Es ist heute höchst unwahrscheinlich, wenn nicht gar unmöglich, dass jemand aus einer normalen schwarzen Familie es so weit schafft – geschweige denn, mit denen zu konkurrieren, die eine Million ausgeben. Darum sollte es einfach nicht gehen. Ich weiß nicht wie, aber es muss eine Möglichkeit geben, den Zugang zu ermöglichen. So ist es einfach lächerlich. Das bedeutet, dass nicht derjenige durchkommt, der das meiste Talent hat, sondern die Familien mit dem meisten Geld die Voraussetzungen für ihre Kinder schaffen – und dass privilegierte Kinder den Durchbruch schaffen.”

Esteban Ocon bestätigt den Standpunkt seine Kollegen: ”Es ist schon ziemlich verrückt, wie teuer das ist. Leider ist das nun mal die Realität im Motorsport. Im Idealfall kombiniert man beides (Kartsport und Sim-Racing). Wenn ich mir das Niveau online anschaue, dann liegen manchmal 100 Fahrer innerhalb einer Zehntelsekunde. Selbst bei den besten Kartrennen haben manche dieser Fahrer einfach nie Zugang zu den Rennen. 70% Simulator und 30% echtes Kartfahren ist wahrscheinlich der richtige Weg.”

Dem stimmt Alexander Albon zu. „Ich bin froh, dass das Fahren am Simulator mittlerweile eine Möglichkeit ist, die die Leute nutzen können – auch Kinder können sich damit verbessern. Es muss definitiv noch einiges getan werden, damit die Leute auch weiterhin kartfahren können.”
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