Montag, 20. Juli 2026
MXL täglich aktuell
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Kartsport Allgemein
17.06.2026

Gelungener Internationaler Deutscher Klassik-Kart Pokal in Oppenrod

Am 13. und 14. Juni fand in Oppenrod der vom KCD 90, KKCD organisierte Klassik Kart Pokal statt. Es kamen diesmal 50 Fahrerinnen und Fahrer aus vier Nationen, dabei war bemerkenswert, dass allein aus den Niederlanden sechzehn Kartfreunde angereist waren, auch aus Frankreich durften fünf Kartfahrer begrüßt werden.

Um die Karts der ersten Jahre zu würdigen, wurden wie im Vorjahr Demonstrationsläufe auf dem alten Oppenroder Bahnteil durchgeführt.  Dabei konnten ein paar seltene Preziosen bewundert werden, unter anderem ein Goetze Kart von der Firma Götze damals in Zusammenarbeit mit Graf Berghe von Trips gebaut und von Burkard Ballhorn eingesetzt. Sowie zwei der seltenen Wiedam Karts der Firma Wiedemann, mit Ilo Motoren bestückt und gekonnt zeitgenössisch bewegt von Olaf Stauch und Peter Berster. Man staunt und bewundert die alten Kämpen, die sich damals noch regelrecht in die Kurven warfen. Dazwischen zeigten Ethan van Kouven und Jordi van Koppel mit gekonnten Slides mit den Karts aus den frühen Siebzigern wie schnell die Entwicklung im Kartsport voran ging. Dazu fuhr noch Gerald Sittig mit seinem Eigenbau aus dem Nachlass von Tuner Papst Dieter Otto und Andreas Kohler mit seinem Hess Mc Culloch, aus Darmstadt-Wixhausen.

Anzeige
In einem Corso wurde den beiden verstorbenen Kartkollegen Piet Füssel und Gerhard Raab gedacht, ein ergreifender Moment, der zeigt welch verschworener Haufen die Klassik Kartfahrer sind.
Die Meisterschaftsläufe zur Klassik Kart Meisterschaft wurden in zwei Wertungsgruppen gefahren, die über die Rundenzeit in der Qualifikation eingeteilt wurden. Dabei wurden jeweils drei Wertungsläufe ausgefahren.

In der Gruppe eins siegte Marlon Mathei, der amtierende Meister vor dem KCD 90 Kassenmanager Thomas Reim aus Sulzbach und Moritz Keller. Platz vier ging an Thomas Kracht aus Blumberg vor Rian Kok aus den Niederlanden. Sechster wurde Jean Marc Malesieux aus Frankreich vor Jasper Martens aus den Niederlanden, Bart van den Hul aus den Niederlanden, Mario Roth aus Heilberscheid, und Anne Schulz Bott aus der Schweiz. Die schnelle Dame zeigte einen sehr guten Speed und der Herr Papa, kein geringerer als Kart Europameister Martin Bott, darf stolz sein. 

In der Gruppe zwei siegte Jan Leppink aus den Niederlanden vor Philippe de Mautor aus Frankreich und Bert Kok aus den Niederlanden. Platz vier ging an den rasenden Zahnarzt Jens Greif aus Bad Mergentheim vor Andre Couillard aus Frankreich, Gastone Cauli, Lies Lemckert und Henk Jan Elbert aus den Niederlanden. Platz neun belegte Guy Lagarde aus Frankreich, der gleichzeitig den Pokal für die längste Anreise gewann vor Andreas Kohler aus Bad Liebenzell.

Dank der zahlreich angereisten Kartfreunde aus den Nachbarländern konnte man wahrlich von einem internationalen Event sprechen, was im abschließenden Nationenpreis live bewundert werden konnte.

Nations Cup Koordinator Heinz Gockel hatte gerufen und stellte vier Mannschaften zusammen, die Niederländer boten sogar zwei Equipen auf und so fuhren zum Abschluss jeweils vier Fahrer für Deutschland, Frankreich, und die Niederlande 1 und 2. War das noch nicht spannend genug, so wurden die Startpositionen ausgelost, wodurch die Zahl der Überholmanöver etwas angehoben werden konnte. Aber alle hatten ihre Gaudi, und alle fuhren mustergültig, so dass das DRK einen ruhigen Nachmittag hatte. Gewonnen hat die Mannschaft Holland 1 vor der Deutschen Mannschaft und der Equipe Tricolore aus Frankreich, Platz vier ging an Holland 2. 

Das Wetter war am Sonntag mustergültig, Petrus hat ein Herz für Kartfahrer und so war die Veranstaltung des Klassik Kart Pokals, der in diesem Jahr zum sechzehnten Male ausgetragen wurde, wieder ein Erfolg.

Und der Meisterschaftsstand bei den Klassik Karts? Nach der Halbzeit sieht es ganz nach einem glatten Durchmarsch des amtierenden Meisters Marlon Mathei aus, konnten die Verfolger doch wenig Punkte aus Oppenrod mitnehmen, einzig Thomas Reim und Thomas Kracht konnten sich freuen, haben sie doch wieder zur Verfolgergruppe aufgeschlossen. 

Aber es sind noch drei Veranstaltungen und da ist noch alles offen. In zwei Wochen geht es ins bergische Land nach Hahn Wildbergerhütte, danach noch nach Gerolzhofen und wieder zum Finale ins hessische nach Wittgenborn.
Anzeige