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HJS Rallye
04.03.2026

Ravenol Deutscher Rallye Cup: Auftakt in Kempenich

Mit der 47. Ausgabe der ADAC Rallye Kempenich startet am Sonntag (08.03.2026) der Ravenol Deutscher Rallye Cup in die Saison 2026. Auf die inzwischen über 60 eingeschriebenen Teams von Deutschlands teilnehmerstärkster Rallye-Serie warten 13 Vorläufe und das gemeinsame Finale im Saarland. Gewertet werden je Team die besten sieben Resultate aus maximal neun Vorläufen, dazu das Resultat des Finales mit doppelter Punktzahl. Ausgelobt sind Preisgelder im Wert von über 25.000 Euro. 

Auf die 110 Teilnehmer in Kempenich, am Rande der Eifel und nahe dem Nürburgring, warten vier verschiedene Wertungsprüfungen, die je zweimal gefahren werden. Von den 70 WP-Kilometern sind zehn unbefestigt. Zu den Top-Favoriten zählen Dennis Rostek / Stefan Kopczyk, die im Skoda Fabia RS Rally2 antreten. Die amtierenden niederländischen Meister und Sieger der Masters-Wertung innerhalb der Deutschen Rallye-Meisterschaft wollen beim Auftakt der zweiten Liga „den Rost aus den Knochen schütteln“, wie Rostek formuliert. „Kempenich ist eine sehr selektive Veranstaltung, eine richtig gute Rallye in einer tollen Region und perfekt geeignet, viel auszuprobieren.“ 

Gelingt Niklas Pöttgen das Tripple?

Ende der Saison 2025 gelang Niklas Pöttgen das, was zuvor noch kein DRC-Sieger fertigbrachte: Er verteidigte in einem fast schon dramatischen Finale seinen Titel aus 2024. Da im Ravenol DRC die Punkte in den jeweiligen Klassen in Relation zu der Anzahl der jeweiligen Starter vergeben werden, gelangen ihm die beiden Siege im Seat Ibiza aus der seriennahen Gruppe G, einer der preisgünstigsten Möglichkeiten, Rallyesport zu betreiben. „Mit meinem Co-Piloten David Wölwer werde ich wieder versuchen, mit um den Titel zu fahren“, erklärt der Doppel-Sieger. Und das Geheimnis seiner bisherigen Erfolge: „Der Schlüssel bei uns ist schlicht und einfach, immer ans Ziel zu kommen und konstant Punkte einzufahren. Da muss auch mal ein zweiter oder dritter Platz reichen. Jemand, der immer bei 101% im Rallyesport fährt und oft ausfällt, kann nirgendwo viel reißen. In unserer Klasse sind zudem immer genügend Starter, um ordentlich Punkte zu sammeln. Der Seat ist absolut genügsam im Unterhalt und fährt seit Jahren ohne große Defekte.“

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Für die amtierenden Vize-Meister Kevin Müller / Stefanie Spreitzer lieg der Auftaktlauf direkt vor der Haustür: „Der Saisonauftakt beim Heimspiel, das ist immer schwierig,“ formuliert das Duo unisono. „Wir kennen hier viele Menschen und die haben mindestens genau so viele Erwartungen an uns. Für uns ist das eher schwieriger als ein Auswärtsstart.“ Das Duo im Toyota GR Yaris aus der NC2 mischt zwar seit Jahren immer in der Cup-Spitze mit, komplett problemlos verlief es bislang jedoch nie. „2024 in Führung liegend angereist und dann der Ausfall beim Endlauf, im letzten Jahr der Motorschaden im Hunsrück und dann im Finale knapp geschlagen. Wir fahren diesmal einfach drauf los und gucken, was passiert. Pläne lösen sich eh immer schnell in Luft auf.“

Der Schweizer Matthias Schläppli erfüllt sich seine Rallye-Traum.

Der Vorjahresdritte startet ebenfalls in die neue Saison. Nach 30 Jahren auf der Rundstrecke erfüllte sich der Schweizer Matthias Schläppi 2024 seinen Rallye-Traum und wechselte die Sportart. Seine erste volle Saison beendete er im vergangenen Jahr mit Dominique Juple auf dem Beifahrersitz des Peugeot 208 R2 (NC3) überzeugend auf dem Podest. „Der Ravenol DRC ist eine super Plattform. Man kriegt sehr viel Rallye ohne einen allzu großen Aufwand. So etwas gibt es bei uns in der Schweiz nicht,“ erklärt der Pilot aus dem Berner Oberland. „Der DRC ist von Grund auf gut organisiert: Kurzweilige Ein-Tages-Events mit hohem Fahranteil - unternehmerfreundlich und echter Graswurzel-Charme. Das macht riesigen Spaß.“ Und die Perspektive für 2026? „Wir wollen den Schwung der erfolgreichen Premieren-Saison nutzen und dort weitermachen, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben. Wir sind bestens vorbereitet und haben auch durch die Erfahrungen ein größeres Selbstbewusstsein.“

Die Brüder Lars und Björn Schwarzmannseder sind seit Jahren immer in der DRC-Spitze zu finden. Mit seiner neuen Co-Pilotin Angelika Hornung bringt Lars den Renault Clio RS drei erneut an den Start, der im Laufe des Jahres durch ein neueres Model abgelöst wird. „Primäres Ziel ist, einfach dabei zu sein und vielleicht auch zu beweisen, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch adäquate Leistungen bringen kann“, erklärt Lars Schwarzmannseder augenzwinkernd. „Der Ravenol DRC überzeugt mich einfach. Die Plattform bietet Preisgelder und ist in den einschlägigen Medien auch präsent.“ 

ADAC Rallye Junior Cup im Ravenol DRC

Als Beitrag zur Nachwuchsförderung im deutschen Motorsport werden sechs der Läufe zum ADAC Rallye Junior Cup werden im Rahmen des Ravenol DRC ausgetragen. Die Einsätze erfolgen auf identischen Opel Corsa Rallye 6. Der bestplatzierte Teilnehmer bis einschließlich 24 Jahre deutscher Nationalität im ADAC Rallye Junior Cup erhält die kostenfreie Einschreibung für die Saison 2027 im ADAC Opel GSE Rally Cup die kostenlose Bereitstellung eines Opel Mokka GSE Rally für die Saison 2027.
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