Zum einen ist es der Endurance Cup, eine Langstreckenmeisterschaft mit Rennen unterschiedlicher Dauer und zumeist drei Piloten pro Fahrzeug.
Das andere Format ist der Sprint Cup mit jeweils zwei 1-Stunden-Rennen pro Wochenende und jeweils zwei Piloten pro Auto.
Seit der Gründung der SRO Motorsport Group 1995 durch den Franzosen Stéphane Ratel hat sich die Organisation zur weltweit größten Plattform im GT3-Rennsport entwickelt. Die GT World Challenge Europe gilt als maßgebliche GT3-Meisterschaft in Europa und zählt sportlich zur höchsten Ebene der GT3-Welt. Die Beteiligung zahlreicher Automobilhersteller unterstreicht diesen Stellenwert.
Die Piloten sind gemischt vertreten und bestehen aus Amateuren, Semi-Profis und professionellen Werksfahrern.
Formate der Rennwochenenden
Zum Sprint Cup gehören in dieser Saison die Veranstaltungen in Brands Hatch, Misano, Magny-Cours, Zandvoort und Barcelona.Der Endurance Cup umfasst die Rennwochenenden in Le Castellet (Circuit Paul Ricard) mit einem 6-Stunden-Rennen zum Auftakt. Danach folgt ein 3-Stunden-Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Monza. Das Highlight bilden die 24 Stunden von Spa-Francorchamps, gefolgt vom 3-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sowie dem 3-Stunden-Rennen in Portimão zum Saisonende.
Titelverteidiger
Die Gesamt-Titelverteidiger sind Kelvin van der Linde und Charles Weerts (Team WRT ebenfalls Gesamt-Teammeister) mit dem BMW M4 GT3. Das Duo wird auch 2026 gemeinsam im Sprint Cup an den Start gehen. Im Endurance Cup ergänzt Jordan Pepper das Duo.Im Endurance Cup holte sich das deutsche Team Rutronik Racing mit dem Porsche 911 GT3 R den Team-Titel. Die Rutronik-Piloten Alessio Picariello, Sven Müller und Patric Niederhauser wurden Endurance-Gesamtmeister.
Im Sprint Cup war das Team WRT mit Kelvin van der Linde und Charles Weerts im BMW ebenfalls ganz vorne.
Fahrereinstufungen
Die Einordnung der Fahrer in der GT World Challenge Europe erfolgt über das offizielle FIA-Fahrer-Kategorisierungssystem. Maßgeblich ist die jährliche Einstufung durch die FIA, die nach Ergebnissen, Erfolgen und Alter bestimmt wird.Jeder Fahrer wird einer von vier Kategorien zugeordnet: Platin, Gold, Silber und Bronze.
Die Klassen-Zuordnung wird bestimmt mit Pro (hier meist die Fahrerkombination mit Platin und Gold), Gold Cup, Siver Cup, Bronze Cup (hier ist ein Bronze-Fahrer verpflichtend) und der Pro-Am (hier eine Kombination aus Profifahrer mit einem Bronze-Piloten).
Fahrzeugeinstufungen
Jedes Fahrzeug muss eine FIA-GT3-Homologation besitzen. Die Einstufung erfolgt durch die Balance of Performance (BoP) und ist ein wiederkehrendes Diskussionsthema. Die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte müssen aber auf ein vergleichbares Leistungsniveau gebracht werden. Das erfolgt in erster Linie durch das Gewicht und den Air Restrictor (Luftmengenbegrenzer) oder den Ladedruck.Die Einstufungen erfolgen vor jedem Rennwochenende und können jeweils noch angepasst werden.
Nach ersten Meldungen wird es auch 2026 wieder ein volles Feld mit hoher Leistungsdichte geben. Motorsport XL wird online und in der Print-Ausgabe darüber berichten.
Termine 2026 GT World Challenge Europe
11./12. April 2026 Circuit Paul Ricard (6-Stunden-Rennen) – Endurance Cup
02.-04. Mai 2026 Brands Hatch (2 x 60 Minuten) – Sprint Cup
29.-31. Mai 2026 Monza (3-Stunden-Rennen) – Endurance Cup
24.-28. Juni 2026 Spa (24-Stunden-Rennen) – Endurance Cup
17.-19. Juli Misano (2 x 60 Minuten) – Sprint Cup
31. Juli-02. August 2026 Magny-Cours (2 x 60 Minuten) – Sprint Cup
28.-30. August 2026 Nürburgring (3-Stunden-Rennen) – Endurance Cup
18.-20. September 2026 Zandvoort (2 x 60 Minuten) – Sprint Cup
02.-04. Oktober 2026 Barcelona (2 x 60 Minuten) – Sprint Cup
16.-18. Oktober 2026 Portimao (3-Stunden-Rennen) – Endurance Cup






