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FIA WEC
08.04.2026

Peugeot-Teamchef Esnault: „Gehen Prolog mit großer Bescheidenheit an”

Nach der Verlegung des 1.812-Kilometer-Rennens in Katar infolge des Konflikts im Nahen Osten startet die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 mit den 6 Stunden von Imola in die neue Saison. Peugeot geht in seine vierte WEC-Saison und möchte an die kontinuierlichen Fortschritte anknüpfen – nach einem ersten Podium 2023, einem weiteren 2024 sowie zwei zusätzlichen Top-3-Ergebnissen zum Abschluss der Saison 2025.

Mit dieser positiven Dynamik startet das Team Peugeot TotalEnergies in die Saison 2026 auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola (4.909 km), nachdem Anfang März in Portimão (Portugal) vielversprechende Testfahrten stattfanden.

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„Das Ziel war es, uns mit den neuen Michelin Pilot Sport Endurance-Reifen vertraut zu machen, die für uns völlig neu waren, während einige unserer Kontrahenten sie bereits bei Rennen in Daytona und Sebring eingesetzt hatten“, erklärt Emmanuel Esnault, neuer Teamchef von Peugeot TotalEnergies. „Diese Tests verliefen sehr positiv, und wir werden noch die Gelegenheit haben, beim verschobenen Prolog am 14. April in Imola, kurz vor dem Rennwochenende, auf die Strecke zu gehen.“

Den späten Start der diesjährigen FIA-WEC-Saison haben die Fahrer des Teams Peugeot TotalEnergies für andere Aktivitäten genutzt. Paul Di Resta, Nick Cassidy, Malthe Jakobsen und Alex Quinn sind in der Asian Le Mans Series, beim 24-Stunden-Rennen von Daytona, beim 12-Stunden-Rennen von Sebring und in der European Le Mans Series an den Start gegangen. „Alle unsere Fahrer haben zudem im Simulator trainiert, um sich auf die Saison 2026 vorzubereiten“, fügt Emmanuel Esnault hinzu. „Wir haben unsere Fahreraufstellung erneuert, um Nick und Théo bestmöglich in das Team zu integrieren. Jedes Trio vereint eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen und sich ergänzenden Profilen.“

Zusätzlich zu einer geringfügigen aerodynamischen Anpassung im Zusammenhang mit dem neuen, von der FIA homologierten Windkanal in Windshear (USA) präsentieren sich die beiden Peugeot 9X8 nun in einer neuen Lackierung in den Farben Rot, Weiß und Schwarz, die am 26. Februar im Atelier Vendôme in Paris vorgestellt wurde.

Das Design basiert weiterhin auf dem ‚Hypergraph‘ der Marke: Die charakteristischen drei Löwenkrallen als Symbol für Leistung sind eine Hommage an die Peugeot GTi-Tradition: Peugeot feiert im kommenden Juni das 100-jährige Jubiläum der ersten Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans.

Emmanuel Esnault, Teamchef Peugeot TotalEnergies: „Wir gehen diesen Prolog und das erste Rennen in Imola mit großer Bescheidenheit, aber auch mit echter Entschlossenheit an. In der Saisonpause konnten wir intensiv am Fahrzeug arbeiten und daran, wie wir jedes Detail optimal nutzen können. Der Start in Imola ist eine Herausforderung, da es sich um eine anspruchsvolle Strecke handelt, auf der das Traffic-Management entscheidend sein wird. Das Niveau in der Hypercar-Klasse ist sehr hoch. Um konkurrenzfähig zu sein, muss man in jeder Hinsicht präzise sein: in der Ausführung, in der Strategie und in der Beständigkeit. Genau hier wollen wir einen Schritt nach vorne machen – dann werden die Ergebnisse folgen.“

Loïc Duval (Peugeot 9X8 #94): „Imola ist eine Rennstrecke mit einer langen Tradition. Das erste Rennen wird eine echte Bewährungsprobe, denn das anspruchsvolle Streckenlayout macht das Traffic-Management zu einem entscheidenden Faktor. In diesem Winter haben wir nahtlos an den Entwicklungen aus 2025 angeknüpft, um die Basis zu optimieren, die wir bereits gut erprobt haben. Eine der größten Herausforderungen wird es sein, die neuen Reifen zu verstehen und das Beste aus ihnen herauszuholen, um an Leistung zu gewinnen. Im #94 ist es das Ziel, jedem zu ermöglichen, sich voll zu entfalten, und meinerseits meine Erfahrung einzubringen, um das Team zu unterstützen und heikle Situationen zu meistern, damit jeder im Rennen 100 Prozent seines Potenzials ausschöpfen kann.“

Nick Cassidy (Peugeot 9X8 #93): „Ich freue mich sehr darauf, zum ersten Mal mit dem Team zu fahren. Imola ist eine Strecke, die ich aus anderen Rennserien kenne. Aber in der FIA WEC ist der Wettbewerb sehr viel intensiver. Das macht die Herausforderung umso spannender. Die #93 gemeinsam mit Stoffel und Paul zu fahren, ist eine großartige Gelegenheit, von sehr erfahrenen Fahrern zu lernen. Mein Hauptziel wird es sein, Erfahrungen zu sammeln und schon bei diesem allerersten Rennen mein Bestes für das Team zu geben.“
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