Dienstag, 23. Juli 2024
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24h Daytona
22.01.2024

Porsche-Pilot Laurin Heinrich startet ins Abenteuer Amerika

Der Würzburger Rennfahrer Laurin Heinrich schlägt mit dem Saisonauftakt zur nordamerikanischen IMSA-Serie (IMSA WeatherTech SportsCar Championship) ein neues Kapitel in seiner bislang sehr erfolgreichen Karriere auf. Direkt zu Beginn reist der 22-Jährige nach Daytona/Florida zum prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen (25. bis 28. Januar).

Diesen Langstrecken-Klassiker bestreitet der Porsche Vertragsfahrer mit dem Briten Sebastian Priaulx und dem Dänen Michael Christensen in der GTD-Pro-Klasse. Als Fahrzeug kommt der Porsche 911 GT3 R im originellen „Rexy“-Design vom Team AO Racing zum Einsatz. „Es ist eine Ehre für mich, mit Rexy in Daytona an den Start zu gehen. Ich war schon immer ein großer Fan der Strecke, die ich aus dem SIM-Racing kenne. 2021 konnte ich dort auf der Simulationsplattform iRacing gewinnen. Jetzt bei diesem legendären Rennen in meine USA-Saison zu starten, ist ein Traum. Ich freue mich sehr auf das Abenteuer Amerika mit insgesamt zehn Rennwochenenden.“

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Das 24-Stunden-Rennen von Daytona findet seit 1966 auf dem Daytona International Speedway statt. Über die Jahre hinweg entwickelte sich die Veranstaltung zu einem der bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt. Mit 18 Gesamtsiegen gilt die Marke Porsche als Rekordsieger des Events. Auch Heinrich vertraut auf die Stuttgarter Pferdestärken: „Wir beginnen das Jahr sofort mit einem der absoluten Highlights. Dazu noch diese grandiose Bilanz von Porsche, die ich natürlich gerne mit meinen Teamkollegen um einen Erfolg ergänzen möchte.“ Zusammen mit Sebastian Priaulx bestreitet der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport die komplette IMSA-Meisterschaft. Beim Auftakt erhalten die beiden Youngster die Unterstützung von Porsche-Routinier Michael Christensen, der bereits 2017 auf der Rennstrecke in Florida einen Sieg in der GTD-Kategorie einfuhr. „Für mich ist es sehr cool, mit Michael zu fahren. Sebastian und ich können ganz sicher von seiner Erfahrung profitieren und einiges lernen“, erklärt Heinrich.

Am Ende des vergangenen Jahres nahm Heinrich für das Team VRS Coanda an der IMSA Esports Global Championship teil. Die virtuelle Meisterschaft umfasste vier Rennen auf den amerikanischen Rennstrecken Road Atlanta, Watkins Glen, Sebring und Daytona. Mit einem sechsten, siebten und zweiten Platz verschaffte sich der Unterfranke mit seinem Team eine gute Ausgangslage für das Finale. Dort führte der zweite Rang zum Titelgewinn, den die Mannschaft nach der Zieldurchfahrt bejubelte. „Die Freude nach dem Sieg war groß. Ich hätte nichts dagegen, wenn der Verlauf in der realen Meisterschaft ähnlich wäre“, sagte der erfahrene Simracer mit einem Schmunzeln.

Der Kampf um die Uhr bezieht sich in Daytona nicht nur auf schnelle Rundenzeiten, denn seit 1992 erhält jeder Gewinner eine Armbanduhr des Titelsponsors Rolex. Jeder Chronograf ist ein Unikat, das vor allem durch die Siegergravur auf der Rückseite an den Erfolg erinnert. Um diese Trophäe zu bekommen, muss sich das Porsche-Trio gegen zwölf weitere Fahrzeuge von zehn Herstellern beweisen. Den ersten Schritt zur Luxusuhr machten die drei Piloten bereits beim Roar before Rolex 24, das eine Woche vor dem Rennen stattfindet. Mit der Pole-Position im Qualifying für das Langstrecken-Highlight in Daytona untermauerten Christensen, Heinrich und Priaulx ihre Ambitionen.
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