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GT Winter Series
04.03.2023

GT Winter Series biegt in heiße Saisonphase ein

Auf der Rennstrecke in Navarra absolviert die GT Winter Series das Halbfinale in der Saison 2022/2023. Bei der vorletzten Saisonveranstaltung starten rund 25 GT-Boliden.

Premiere in der GT Winter Series. Im vierten Austragungsjahr der Meisterschaft gastiert die GT-Rennserie erstmals in Navarra. Die von GEDLICH Racing organisierte Meisterschaft bringt dabei in Los Arcos erneut ein spektakuläres Starterfeld aus GT3-, GT4- und Cup-Fahrzeugen an den Start.

In der Meisterschaft hat Manthey-Pilot Dustin Blattner die Nase vorne. Doch nach der Veranstaltung in Valencia musste der unter US-Lizenz startende Pilot seine Saison beenden. Blattner wird nun von zuhause die Daumen drücken, dass er mit den fünf Streichresultaten trotzdem den Titel in der GT Winter Series gewinnen kann. Auf der zweiten Position liegt GT4-Pilot Simon Connor Primm. Primm, der einen Mercedes-AMG GT4 der CV Performance Group steuert, hat 7,4 Punkte Rückstand auf Blattner. Andreas Greiling und Jens Richter, welche die Saison mit ihrem Porsche Cayman in der Cup 3-Klasse dominieren, liegen auf dem dritten Meisterschaftsrang.

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Auch bei der Veranstaltung in Nordspanien wird die GT Winter Series mit einem bunt durchmischten Starterfeld an Nachwuchsfahrern, Gentlemanpiloten und gestandenen Profis, welche die Gentlemen unterstützen, an den Start gehen und für das besonderes partnerschaftliche Umfeld der GT Winter Series sorgen.

GT3-Piloten machen Sieg aus

Um den Gesamtsieg werden in Navarra wohl die GT3-Boliden kämpfen, auch wenn die Fahrer die schnellen Cup Porsche nicht außer Acht lassen sollten. Bei der letzten Veranstaltung in Valencia debütierte das amtierende DTM-Meisterteam Schubert Motorsport in der GT Winter Series. Der Rennstall von Torsten Schubert brachte einen BMW M4 GT3 für Darren Leung an den Start. Der routinierte GT3-Pilot konnte dabei gegen starke Konkurrenz auf das Podium fahren. Selbiges gilt für den PROsport Racing Aston Martin Vantage GT3 von Maxime Dumarey und Jean Glorieux. Bei der Veranstaltung in Navarra werden die beiden Fahrzeuge mit dem Die Biermacher Racing Ferrari 488 GT3 von Uwe Lauer und seinem Coach Francesco Lopez um die Topergebnisse kämpfen.

Schlägt nun die Stunde der Kapfingers in der Cup 2?

In der Porsche Carrera Cup-Klasse konnten sich die Kapfingers im Saisonverlauf immer weiter steigern. Die beiden Brüder nutzen die GT Winter Series für den persönlichen Aufstieg in ihrer Motorsportkarriere und als perfekte Ausbildungsplattform für junge Talente. Im bisherigen Saisonverlauf konnten sie Tabellenführer Blattner immer wieder auf der Strecke besiegen und konnten mit ihrer Leistungssteigerung das Fahrerlager beeindrucken. Besonders Michael Kapfinger wusste dabei immer wieder zu überraschen, als er mit dem Cup Porsche der Generation 991.2 mit den aktuellen Modellen mithalten und diese besiegen konnte.
Auch mit dem Fahrzeug von PTT Racing wird in Navarra zu rechnen sein. Igor Klaja und Mateusz Lisowski konnten beim Saisonauftakt in Portimao die stark umkämpfte Klasse gewinnen.
Zudem wird es bei der fünften Saisonveranstaltung spannende Neuzugänge in der Cup 2-Klasse geben, welche in die GT Winter Series hineinschnuppern wollen und sich überlegen, 2023/2024 die komplette Saison in der Meisterschaft zu bestreiten.

CV Performance Group vs. PROsport Racing in GT4

In der GT4-Klasse werden erneut spannende Kämpfe des CV Performance Mercedes-AMG GT4 von Simon Connor Primm und Jan Philipp Springob sowie den drei PROsport Aston Martin Vantage GT4 um den Klassensieg erwartet. Der amtierende ADAC GT4 Germany-Meister Mike David Ortmann teilt sich dabei wieder ein Fahrzeug mit dem in Düsseldorf lebenden ukrainischen Unternehmer Yevgen Sokolovskiy. Die Tschechin Gabriela Jilkova, die in der Saison 2020/2021 Meisterin in der GT Winter Series wurde, erhält eine neue Teamkollegin an ihrer Seite: Die Schwedin Jessica Bäckman, die 2022 Vizemeisterin in der ADAC TCR Germany wurde, wird erstmals im GT4-Sport aktiv sein. Mit dem erfahrenen Aston Martin-Team und Jilkova als Teamkollegin hat sie dabei eine perfekte Ausgangssituation, um viel an dem Rennwochenende zu lernen.

Moderne Rennstrecke 

Der Circuito de Navarra in Los Arcos wurde im Juni 2010 fertiggestellt. Die Strecke ist 3.933 Meter lang und die längste Gerade misst 800 Meter. Auf der leicht hügeligen Strecke mit sechs Links- und neun Rechtskurven finden hauptsächlich Autorennen statt, so fuhren die GT1 Weltmeisterschaft und der GT World Challenge Europe Endurance Cup, sowie die Superleague Formula auf dem Kurs. Aufgrund der FIA Grade 1T-Streckenlizenz dürften auch Formel 1-Testfahrten auf der Strecke stattfinden.

Um 12:10 Uhr und 14:25 Uhr finden am 5. März die beiden Sprintläufe der GT Winter Series auf dem Circuito de Navarra statt. Um 16:45 Uhr wird der Renntag mit dem einstündigen Endurance-Rennen abgeschlossen. Eingeläutet wird der Sonntag von einem zweigeteilten Zeittraining. Am Trainingstag können die Piloten bei ausführlichen Testfahrten den Kurs bestens kennenlernen.
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