Dienstag, 5. Juli 2022
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Le Mans Series
18.05.2022

WTM Racing auf Platz zwei liegend aus dem Rennen gerissen

Das Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) blieb beim Michelin Le Mans Cup auf der Formel-1-Rennstrecke von Imola glücklos. Der Duqueine M30-D08 #11 von Leonard Weiss und Torsten Kratz wurde bei einem Restart unverschuldet in einen Unfall verwickelt, der das Aus nach 40 von 110 Minuten besiegelte.

Torsten Kratz stellte im Qualifying abermals den Speed des von Rinaldi Racing eingesetzten Duqueine M30-D08 und natürlich seinen eigenen unter Beweis: Mit Startplatz zwei war die Ausgangslage im 32 LMP3-Fahrzeuge umfassenden Feld ausgezeichnet.

Startfahrer Leonard Weiss richtete sich nach dem Start zunächst auf Platz drei ein und zeigte dann seine Klasse, als er sich mit einem starken Ausbremsmanöver Platz zwei in der Tamburello-Schikane erkämpfte. Das sollte sich jedoch als fatal erweisen, denn beim Restart nach der zweiten Safety-Car-Phase drehte sich der Spitzenreiter direkt vor dem WTM-Duqueine. Weiss versuchte noch auszuweichen, wurde aber leicht am linken Hinterrad erwischt. Dadurch wurde die Aufhängung beschädigt und das Rennen für WTM Racing beendet.

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Der Rennverlauf wäre für WTM Racing auch ohne den Ausfall nicht ideal gewesen, da es mehrfach Safety-Car-Phasen vor dem Boxenstopp gab. Aufgrund des Speeds von Torsten Kratz beim Saisonauftakt war die #11 mit der längsten Boxenstoppzeit im ganzen Feld belegt. Die zwei Safety-Car-Phasen beraubten WTM Racing jeglicher Chancen, sich das dringend benötigte Polster auf die Gegner herauszufahren. Der Duqueine wäre beim Boxenstopp aus den Punkterängen herausgefallen, ohne etwas dagegen ausrichten zu können.

Das Team reist dennoch mit einem guten Gefühl heim. So konnte sich Leonard Weiss erfolgreich im Spitzenfeld behaupten und Positionen gutmachen. Torsten Kratz ist mittlerweile mit seinem Speed eine bekannte Größe im Michelin Le Mans Cup. Das nächste Rennen ist der Saisonhöhepunkt, das „Road to Le Mans“-Rennen im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans vom 8. bis 11. Juni auf dem legendären Circuit de la Sarthe.

Stimmen nach dem Rennen

Leonard Weiss (Fahrer Duqueine M30-D08 #11): „Das ist leider nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir konnten den Test wegen eines defekten Wasserschlauchs nicht fahren. Im zweiten Freien Training verloren wir aufgrund eines Ausflugs ins Kiesbett weitere Zeit. Letztlich haben Qualifying und Rennen trotzdem hervorragend funktioniert. Das Auto lief super und die Pace war ganz gut. Der Unfall war dann natürlich bitter, gerade auf Platz zwei liegend. Ich konnte in der Zeit einfach nicht mehr weit genug ausweichen. Imola bleibt mir trotz der ganzen Achterbahn positiv im Kopf. Eine wirklich herausfordernde Strecke, die eine Menge Spaß macht und keinen Platz für Fehler lässt. Sie kommt auf meine Favoritenliste.“

Torsten Kratz (Fahrer Duqueine M30-D08 #11): „Imola meinte es nicht gut mit uns. In den Trainings habe ich mir sehr schwergetan, meinen Rhythmus zu finden. Umso mehr habe ich mich für das gesamte Team gefreut, pünktlich zum Renntag aussortiert gewesen zu sein und uns im Qualifying Platz zwei sichern zu können. Diesmal ist aus taktischen Gründen Leo den Start gefahren und hat einen hervorragenden Job gemacht. Er hatte bei dem Unfall keine Chance. Dass wir vom Führenden, der unter Leos Druck die Kontrolle über sein Auto verlor, schlichtweg abgeräumt wurden, war eine sehr große Enttäuschung für uns alle. Aber jetzt wird bereits nach vorne geschaut und wir konzentrieren uns schon jetzt auf unser nächstes Rennen in Le Mans.“
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