Sonntag, 3. Juli 2022
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Kartsport Allgemein
08.06.2022

Internationaler Deutscher Klassik-Kart Pokal 2022 in Oppenrod

Der KCD90, der Klassik Kart Club Deutschland und die GKC 100 laden alle Freunde des Kartsports und speziell die am historischen Kartsport interessierten, am kommenden Sonntag (12. Juni 2022) nach Oppenrod, dem Home of Historic Kart Racing zum Klassik Kart Treffen ein.

Der Klassik Kart Pokal findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt, und der KKCD darf in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag feiern. Anschieben statt E-Starter, die Mischung etwas ölhaltiger, und bei den Klassikern unverkleidete Karts mit der vollen Sicht auf die Fahrer. Trotzdem gibt es packende Positionskämpfe und den tierischen Sound hochdrehender Zweitakter. Es ist ein Gesundbrunnen, wenn die lange eingemotteten und verloren geglaubten Schätze aus unserer Jugend mit den klingenden Namen wie Birel, Swiss Hutless, Kali oder Allkart, um nur ein paar zu nennen, wieder gekonnt bewegt werden.

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Wie in den Vorjahren bewährt schlagen die Freunde der ultimativen 100ccm-Klasse, die GKC (Gentlemen Kart Challenge) den Bogen zur Neuzeit: So zeigen wir den Kartsportbegeisterten das ganze Spektrum vom 60er Jahre Kart bis zur waffenscheinpflichtigen Zweitakt-Rakete aus den frühen 2000er Jahren.

So liegt der Fokus auf dem Sport mit historischem Gerät und der Präsentation der technischen Kulturgüter. Die Wertungsläufe der Klassiker werden im Gleichmäßigkeitsmodus gefahren, das heißt, basierend auf einer Referenzrunde werden die Zeitabweichungen in den anderen Runden gemessen und je weniger Abweichung, desto weniger Strafpunkte. Es gewinnt also nicht automatisch der schnellste, sondern der konstanteste Fahrer.

Oppenrod ist heuer nach Kerpen die zweite Station in der 2022er Klassik-Kart-Meisterschaft. In Führung liegt derzeit Thomas Franz, vor Bessel Minderhoud, Heinz Gockel, Thomas Kracht und Mario Roth. In Oppenrod werden drei Läufe in zwei Gruppen plus die Youngtimer der GKC 100 gefahren. So steht die saubere und konstante Linie mit zugehöriger Fahrweise im Fokus und weniger die „Dicke des Sparstrumpfs”, denn auch die technisch weniger hochgejazzten Boliden haben eine Chance auf das Podium. 

Überhaupt soll der Spaß am Kartfahren und an der Kameradschaft wie in alten Tagen, großgeschrieben werden, wenn an malerischer Kulisse im Nordhessischen die Motörchen glühen. Wenn sich dann auch noch das Wetter erkenntlich zeigt, dann wird das wieder ein tolles Wochenende.
 
Man erwartet wie in den Vorjahren Kartfreunde aus den Niederlanden, Italien, Estland, Belgien, Tschechien und Frankreich. Als Besonderheit wird es einen Nationenpreis geben, eine Art Ländervergleich mit je vier Fahrern.
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