Montag, 26. September 2022
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IAME Series Germany
12.09.2022

Spannung bis zum Schluss: Saisonfinale der IAME Series Germany

Überzeugender hätte die Saison 2022 in der IAME Series Germany nicht enden können. Wechselnde Wetterbedingungen, eine herausfordernde Strecke der Arena E Mülsen und strahlende neue Champions. Bis zum Titelgewinn von Finn Wiebelhaus (X30 Junior) und Herolind Nuredini (CV Performance Group/ X30 Senior) war es ein langer Weg. Besonders überraschten neue Sieger zum Jahresende.

X30 Junioren: Perfekter Junioren Einstand für Luke Kornder

Die Meisterschaft sollte sich am letzten Rennwochenende des Jahres zwischen zwei Piloten entscheiden. Privatier Finn Wiebelhaus und TB Racing Team Pilot Elia Weiss trennten nur wenige Punkte. Doch gleich im Zeittraining zeigte Wiebelhaus seine Meisterschaftsambitionen und stellte sein Lando-Norris-Kart auf die Pole-Position im über 20-köpfigen Feld der Junioren. Weiss musste auf Rang sieben auf Fehler seines Kontrahentens hoffen.

Diese kamen jedoch trotz eines Wetterumschwungs zwischen den beiden Vorläufen nicht und so setzte sich Wiebelhaus im Kampf um den Sieg in der Führungsgruppe fest. Schneller war nur Davin Singer (TR Motorsport) am Samstag. Weiss hingegen musste einen herben Rückschlag verkraften und verlor bereits im Zwischenklassement die Tabellenführung. Der Rookie musste von Rang 18 ins erste Finale starten.

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Am Sonntag dann der erneute Wetterumschwung auf Regen. Das machte sich ein gänzlich neuer Name in den Reihen der IAME Series Germany zu nutzen. Noch beim letzten Lauf des ADAC Kart Masters als Mini gestartet, zeigte Luke Kornder (TB Racing Team) eine beeindruckende Lernkurve und wurde auf anhieb zweiter. Unschlagbar im strömenden Regen war aber ein anderer Name. Lutz Ohsenbrink (KSL Racing Team) war bereits im regnerischen Heat brillant aufgefahren und wiederholte diese Perfomance am Sonntag. Er distanzierte seine Kontrahenten auf über fünf Sekunden und gewann sein erstes Saisonrennen. Wiebelhaus fuhr ein sicheres Rennen und holte als Elftplatzierter mehr Punkte als Weiss.

Zum zweiten Rennen zog der Regen wieder über der Rennstrecke in Mülsen hinweg und die Junioren durften das letzte Rennen des Jahres auf trockener Bahn in Angriff nehmen. Nun machte Kornder ernst und übernahm bereits früh im Rennen die Führung. Diese gab er auch nichtmehr ab und so hatte er bei Fallen der Zielflagge nicht nur den Sieg im zweiten Lauf, sondern auch die Tageswertung eingefahren. Ein weiteres Beispiel für die Chancengleichheit in der IAME Series Germany. Mit einem Respektabstand wurde Matti Klasen (Team RMW Motorsport) knapp vor Davin Singer zweiter. Gaststarter Jonas Ungnader (NKS for Racing) wurde vierter, Wiebelhaus erreichte Rang fünf, das reichte aber zum Titel und so durfte sich, wie auch im Jahr 2021, ein Privatfahrer über den Titel freuen.

X30 Senioren: Herolind Nuredini wird verdient Meister

Herolind Nuredini (CV Performance Group) reiste bereits mit einem komfortablen Vorsprung in der Punktwertung zum letzten Rennen des Jahres. Doch Maximilian Schleimer (AT Motorsport, GITI Tire Motorsport by WS Racing) hatte ebenfalls noch Chancen, folglich musste Nuredini noch einmal seine Leistungen aus den letzten Rennen wiederholen.

Im Qualifying war aber ein anderer Fahrer an der Spitze des ausgebuchten Fahrerfelds anzufinden. Colin Sandner (Valier Motorsport) errang seine Premierenpole in der IAME Series Germany. Knapp hinter ihm eine weitere Sensation, Janne Stiak (Kraft Motorsport), stellte sich bei seinem ersten Gaststart in der IAME Series in die erste Startreihe.

In den Heats verlor Sandner dann an Boden, Nikita Gense, ein weiterer Fahrer des Kraft Motorsport Teams hatte die besten Ergebnisse in den Vorläufen. Schleimer machte Boden gut und schob sich auf die zweite Position, gefolgt von Felix Wischlitzki (Team RMW Motorsport).

Im verregneten ersten Lauf zeigte Nikita Gense eine unschlagbare Pace und siegte komfortabel, als Gaststarter zog er jedoch Herolind Nuredini, der zweiter wurde, keine Punkte ab. Nuredini reichten die Punkte bereits vor dem letzten Rennen zum Gewinn der Meisterschaft. Ohne Druck machte der Kart-Republic-Pilot im zweiten Rennen erneut alles richtig und gewann souverän. Janne Stiak wurde zweiter und Nikita Gense rundete die überzeugende Leistung von Kraft Motorsport auf Rang drei ab. Luca Griggs (Falcon Racing Team) schaffte nach Rang drei im ersten Rennen erneut den Sprung unter die Top fünf und wurde vierter.  Maximilian Schleimer wurde zwei Mal Fünfter und Vizemeister in der hart umkämpften Klasse.
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