Samstag, 24. September 2022
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ADAC GT4 Germany
09.08.2022

Titelverteidigung für Schrey/Piana wird schwierig

Bei der vierten Veranstaltung der ADAC GT4 Germany 2022 auf dem Nürburgring lief es nicht nach Wunsch für Hofor Racing by Bonk Motorsport. Die Titelverteidiger Michael Schrey (Wallenhorst) und Gabriele Piana (Italien) holten nur im ersten Rennen mit Rang 10 einige Punkte und kamen im zweiten Rennen nicht in die Wertung. Besser lief es für das Nachwuchsteam Max Rosam (Wiesbaden) und Tim Reiter (Ostfildern). Das Duo sicherte sich nach schwächeren Qualifyings mit hinteren Startplätzen in beiden Rennen weitere Punkte. Teamchef Michael Bonk: „Ein Wochenende fast zum Vergessen. Piana/Schrey hatten im ersten Lauf einen Reifenschaden. Im zweiten Rennen gab es nach einer Kollision eine Durchfahrtsstrafe. Einziger Lichtblick waren die Vorstellungen unserer beiden jungen Fahrer in den Rennen. Das war richtig gut.“

In den freien Trainings arbeitete das Team konsequent für Zeittrainings und Rennen. Teamchef Bonk: „Wir waren in der Eifel einigermaßen konkurrenzfähig, aber auch nur weil unsere Toppiloten absolut am Limit gefahren sind.“ Im ersten Qualifying stellte Piana den BMW M4 GT4 auf Startplatz 6, Reiter blieb auf Position 23 hängen. Beim Start gang es ein größeres Durcheinander. Piana verbesserte sich auf Position 5 und Reiter kam als 10. aus der Startrunde zurück: „Ich war rechtzeitig am Gas und auf der rechten Seite tat sich eine Lücke auf, die ich nutzen konnte.“ Piana verbesserte sich noch auf Rang 3 nach vorn. Doch kurz vor dem Pflichtboxenstopp wurde er langsamer, ein Reifenschaden am BMW. Durch den Schaden und den notwendigen Reifenwechsel verlor das Team 20 Sekunden und fiel auf Platz 10 zurück. Den Platz hatte das Duo auch im Ziel inne. Reiter/Rosam konnten den Rang in den Punkten verteidigen und Position 13 im Ziel feiern.

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Das zweite Rennen verlief ähnlich. Schrey startete von Position 8 und Rosam von Platz 24. Schrey etablierte sich auf Platz 9 und behielt diese Position lange ohne großen Zeitverlust auf den Spitzenreiter. Kurz vor dem Pflichtboxenstopp wurde er in eine Kollision verwickelt, die die Rennleitung als Foul von Schrey wertete und ihn mit einer Durchfahrtstrafe belegte. Teamchef Bonk: „Damit war das Rennen gelaufen und Punkte nicht mehr möglich. Allerdings habe ich das Geschehen auf der Strecke anders bewertet. Der Kollisionspartner zog Schrey im letzten Moment vors Auto. Der hatte keine Chance zum Ausweichen.“ Rosam/Reiter kämpften sich kontinuierlich und konstant im Feld nach vorn und landeten am Ende auf Platz 12.

Fazit von Teamchef Michael Bonk: „Kein gutes Wochenende für unser Topteam. Aber so ist nun einmal im Motorsport. Wir werden bei den letzten Veranstaltungen noch versuchen, das Beste herauszuholen. Ein Platz in den Top3 der Fahrerwertung ist realistisch. Alles andere lassen wir entspannt auf uns zukommen.“
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