Mittwoch, 6. Juli 2022
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
12h Spa
25.04.2022

Phoenix Racing setzt sich bei 12h von Spa-Francorchamps durch

Phoenix Racing setzte sich nach einem fantastischen Kampf während des gesamten Rennens gegen CP Racing und WTM Racing als Sieger der  Hankook 12h von Spa-Francorchamps 2022 durch.
 
Wegen unterschiedlicher Tankstrategien wechselten sich der Phoenix RacingAudi R8 LMS GT3 EVO II (#18, Michael Doppelmayr / Pierre Kaffer / Elia Erhart / Patryk Krupinski), der CP Racing-Mercedes-AMG GT3 (#85, Charles Putman / Charles Espenlaub / Shane Lewis), der beim Restart am Sonntagvormittag die Pole-Position innehatte, sowie der WTM Racing-Ferrari 488 GT3 (#22, Georg Weiss / Leonard Weiss / Jochen Krumbach / Daniel Keilwitz) im Laufe des Nachmittags regelmäßig an der Spitze des Feldes ab.
 
Für CP Racing war im letzten Stint Spritsparen angesagt, während WTM Racing, das im Verlauf des Nachmittags auch zwei Reifenschäden hatte, zehn Minuten vor Schluss noch einen letzten Fahrerwechsel einlegen musste. Das brachte Phoenix Racing letztendlich an die Spitze und das Team gewann mit einer Runde Vorsprung.
 
Nach 256 Runden auf dem 7,004 Kilometer langen Circuit de SpaFrancorchamps fuhr Elia Erhart den Audi mit der Startnummer 18 als Sieger über die Ziellinie. Während seines letzten Einsatzes hatte er es sogar noch mit einem kurzen Regenschauer zu tun.
 
„Das ist ein tolles Gefühl. Es ist fantastisch“, erklärte Elia Erhart nach dem Rennen zu Creventic. „Wir wollten dieses Rennen wirklich gewinnen, aber es war sehr schwierig, denn während der letzten acht Runden setzte Regen ein. Es war zu früh, um Regenreifen aufziehen zu lassen und wir mussten noch hart gegen CP Racing und WTM Racing kämpfen. Es war knapp, aber wir haben es auch genossen. Ein großartiges Ergebnis für uns!“
 
Während WTM Racing auch Platz zwei hinter Phoenix Racing in der GT3PRO/AM-Klasse einfuhr, gewann CP Racing die GT3-AM-Klasse. Hinter den Top Drei der Gesamtwertung fuhr der  Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R (#91, Daniel Allemann / Ralf Bohn / Jürgen Häring) den hart erarbeiteten vierten Gesamtrang und Platz zwei in der GT3-AM-Klasse heraus, obwohl das Team in den letzten zehn Minuten noch einen schnellen Tankstopp einlegen musste.
 
Der JUTA Racing-Audi R8 LMS GT3 EVO I (#71, Julius Adomavičius / Andrius Gelžinis / Jonas Gelžinis) komplettierte die Top Fünf der Gesamtwertung und gewann die GT3-Klasse nach einem fehlerfreien Rennen. Auch der Car Collection Motorsport-Audi R8 LMS GT3 EVO II (#34, Johannes Dr. Kirchhoff / Max Edelhoff / Tim Müller) war auf dem Weg zu einer Platzierung unter den ersten Fünf und hatte am Samstag sogar die Gesamtführung inne, fiel aber letztendlich nach mehreren Reifenschäden zurück, der dritte davon in den letzten Minuten des Rennens. Immerhin behielt der Audi den dritten Platz der GT3-AM-Klasse.
 
Der SAINTéLOC Racing Audi R8 LMS GT3 EVO II (#26, Olivier Esteves / Pierre-Yves Paque / Christian Kelders / Simon Gachet) erlebte zweimal eine Kollision in der La-Source-Haarnadelkurve – die zweite Kollision brachte dem Audi-Team eine 30-Sekunden-Zeitstrafe ein – und belegte Gesamtrang sieben, womit die Mannschaft das GT3-AM-Klassenpodium um nur eine Runde verpasste. Der EBM-Porsche 911 GT3 R (#61, Adrian D'Silva / Tanart Sathienthirakul / Jeffrey Kingsley) war auf Platz neun das letzte GT3-Auto in den Top Ten der Gesamtwertung. 
 
Auf Gesamtrang acht bei der Zieldurchfahrt sicherte sich Red Ant Racing (#903, Ayrton Redant / Bert Redant / Yannick Redant) erstmals den Sieg in der 992-AM-Klasse der 24h Series, gefolgt vom härtesten Rivalen in der Klasse, HRT Performance (#929, Antti Buri / Kari-Pekka Laaksonen / Jim Rautiainen), das auch die Top Ten der Gesamtwertung komplettierte. Speed Lover (#929, Olivier Dons / Dominique Bastien) sicherte sich den dritten Platz der 992-AM-Klasse, nachdem das Auto von Podiumsanwärter Porsche Lorient Racing (#912, Philippe Polette / Frederic Lelievre / Jean-François Demorge / Franck Dezoteux / Frédéric Ancel) in der letzten Rennstunde auf der Kemmel-Geraden geborgen werden musste.
 
Mit diesem Erfolg übernimmt Red Ant Racing die Führung in der Europawertung der 992-Klasse, während HRT Performance nach wie vor die Führung in der „Championship of the Continents“-Wertung innehat.
 
Hinter den 992-Teams feierte Van Berlo Motorsport by Bas Koeten Racing (#906, Marcel van Berlo / Bart van Helden / Glenn van Berlo) einen souveränen Sieg in der 991-Klasse, gefolgt von E2P Racing (#910, Pablo Burguera / Manuel Cintrano / Ben Clucas).
 
9und11 Racing (#719, Georg Goder / Ralf Oehme / Martin Schlüter) kehrte nach einer fehlerfreien Fahrt mit dem Porsche 911 GT3 Cup MR auf die Siegesstrasse der GTX-Klasse zurück. Nach dem GTX-Klassensieg in Hockenheim im vergangenen Jahr war es für das deutsche Team der zweite Sieg in Folge in der Serie.
 
Nach mehreren Drehern und Schaden an der Frontpartie sicherte sich Vortex V8 (#701, Lionel Amrouche / Philippe Bonnel / Sebastien Lajoux) den zweiten Platz in der GTX-Klasse, während  der Leipert Motorsport-Lamborghini Huracán Super Trofeo (#710, Kerong Li / Jean-Francois Brunot / Tyler Cooke) nach einer tollen Aufholjagd den dritten Klassenrang nach Hause fuhr. Ein Defekt an der Lichtmaschine bedeutete am Samstag fast eine Stunde Zeitverlust, aber Leipert Motorsport behält die Führung der GTX-Klasse in der „Championship of the Continents“-Wertung. Der Vorsprung auf Vortex V8 beträgt aber gerade mal zwei Punkte.
 
Ein starker Auftritt des ALFAB Racing-McLaren 570S GT4 (#400, Erik Behrens / Daniel Ros) blieb wegen eines Turboladerschadens nur wenige Stunden vor Schluss letztendlich unbelohnt. Der GT4-Klassensieg ging damit an den Team ACP - Tangerine Associates-BMW M4 GT4 (#421, Catesby Jones / Wim Spinoy / Steven Thomas), der damit zum zweiten Mal in Folge bei einem europäischen Rennen die Klasse gewann. Ebenfalls mit einem BMW M4 GT4 belegte  Veidec Racing by JJ Motorsport (#422, Hakan Sari / Recep Sari / Arthur Peters) nach einem starken Auftritt des belgischen Teams Rang drei in der Klasse.
 
Zwischen den beiden BMW fuhr der CWS Engineering-Ginetta G56 GT4 (#478, Colin White / Freddie Tomlinson / Mike Simpson) nach einem charakterbildenden Rennen inklusive ABS-Defekt und zwei unterschiedlichen Reifenschäden auf Rang zwei der Klasse ins Ziel.

Holmgaard Motorsport feiert ersten TCE-Sieg bei den Hankook 12h Spa-Francorchamps

Holmgaard Motorsport hat sich bei den Hankook 12h Spa-Francorchamps nicht nur den erstern Podiumsplatz in den 24h Series, sondern auch gleich den ersten Sieg gesichert. Im äußerst unterhaltsamen Rennen wurde der Kampf um den Erfolg in der TCE-Division erst zum Schluss entschieden.
 
Lange Zeit schien das NOKER racing team (#104, Kestutis Stasionis / StenDorian Piirimägi / Arunas Geciauskas) auf dem Weg zum Divisionssieg. Nach einer Kollision auf der Strecke jedoch wurde der Volkswagen Golf GTi TCR SEQ rund anderthalb Stunden vor dem geplanten Zieleinlauf mit schwer beschädigtem Vorderwagen in die Box geschoben, was für das Team das vorzeitige Aus bedeutete.
 
Der Ausfall für NOKER bedeutete, dass der Holmgaard MotorsportVolkswagen Golf GTi TCR DSG (#102, Magnus Holmgaard / Jonas Holmgaard / Roy Edland / Martin Vedel Mortensen), der während des gesamten Nachmittags in einem harten Kampf mit dem litauischen Team verwickelt war, nicht nur den ersten Sieg in den 24h Series einfahren konnte, sondern sogar erstmals überhaupt in der Serie auf das Podium fuhr.  Jonas Holmgaard fuhr den Volkswagen mit der Startnummer 102 nach 234 Runden auf dem 7,004 Kilometer langen Circuit de Spa-Francorchamps als Sieger über die Ziellinie. 
 
„Ein ganz tolles Gefühl, endlich mal ganz oben zu stehen“, sagte Magnus Holmgaard zu Creventic. „NOKER hat einen fantastischen Job gemacht. Leider hatten sie in der Schlussphase des Rennens einen Unfall. Uns ist es gelungen, das Auto fehlerfrei ins Ziel zu bringen, das war ausschlaggebend. Das Holmgaard-Team war heute perfekt!“ 
 
Gefragt nach dem Schlüssel zum Erfolg erklärte Magnus Holmgaards Bruder Jonas: „Ein guter Speed und keine Unfälle.“
 
Wie Holmgaard verbuchte auch GSR Motorsport (#105, Ernesta Globytė / Rolandas Salys / Mindaugas Liatukas) mit Platz zwei im Volkswagen Golf GTi TCR SEQ sein bislang bestes Ergebnis in den 24h Series. Im Vorjahr hatte das Team aus Litauen auf dem Hockenheim den dritten Rang in der Klasse belegt.
 
Eine Zeitstrafe nach dem Zieleinlauf bedeutete, dass RAIL EQUIP BY TOTCAR SPORT (#123, Jorge Belloc Diaz / Jorge Belloc Ruiz / Álvaro Rodríguez Sastre), ursprünglich Zweiter der TCE-Division beim Zieleinlauf, schlussendlich mit weniger als 20 Sekunden Rückstand auf den GSRVolkswagen auf Rang drei gewertet wurde. Damit sicherte sich das spanische Team, das im vergangenen Jahr in Barcelona auch bereits Dritter in seiner Klasse wurde, den zweiten Podiumsplatz in Folge.
 
Trotz einiger Probleme mit der Elektronik wurde der  Valluga-Porsche 718 Cayman GT4 CS (#205, Bradley Ellis / Leonidas Loucas / Rhea Loucas / Charles Hollings) auf Platz vier der TCE-Division gewertet und gewann damit überlegen die TCX-Klasse. Die weiteren TCX-Podiumsplätze gingen an den Ligier JS2 R des belgischen Teams Xwift Racing (#221, Pieter Denys / Tim de Borle / Steven Dewulf) und den PR-V-Porsche 718 Cayman GT4 CS (#225, Hervé Houdré / Christian Gloz), die auf den Gesamtpositionen acht und neun der TCE-Division ins Ziel fuhren.
 
Nach Platz drei in der Klasse bei der nächtlichen Unterbrechung schien der Wolf-Power Racing-Audi RS3 LMS TCR (#116, Jasmin Preisig / Fabian Danz / Marcus Menden) ein ernsthafter Kandidat für einen TCE-Podiumsplatz, fiel aber letztendlich auf Rang fünf zurück. In der ersten Runde am Sonntag wurde der Audi vom GSR-Volkswagen ins Kiesbett geschoben, was ein Verlust von drei Runden bedeutete. Nach einer tollen Aufholjagd kam der Audi mit einem Rückstand von nur etwas über eine Minute auf dem VallugaPorsche ins Ziel.
 
Nach erheblichem Zeitverlust durch ein Bremsversagen bei der Bus-StopSchikane am Samstag erlebte der BBR-CUPRA Leon Competición TCR (#159, Chariya Nuya / Kantadhee Kusiri / Kantasak Kusiri / Munkong Sathienthirakul) am Sonntag ein problemloses Rennen, das mit Platz sechs in der TCE-Division endete, gefolgt vom Baporo Motorsport-CUPRA TCR DSG (#151, Joan Vinyes / Jaume Font). Nach den beiden Siegen in Dubai und Mugello führt BBR sowohl in der „Championship of the Continents“-Wertung als auch in der Europawertung die TCE-Division an.
 
Nach dem vorzeitigen Ausfall wurde das NOKER racing team immerhin noch auf Platz zehn der TCX-Klasse gewertet, unmittelbar vor  dem PCR SportCUPRA Leon Competición TCR (#117, Vicente Dasi / Josep Parera / Ivars Vallers), der mehrmals mit Überhitzung zu kämpfen hatte.
 
Der nächste Lauf der 24h Series powered by Hankook folgt vom 13.-15. Mai mit den Hankook 12h Hockenheimring als dritten Lauf der EuropaSaison von Creventic.
Anzeige