Donnerstag, 15. April 2021
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
VLN
27.03.2021

NLS-Saisonstart abgesagt!

Nun hat es doch nicht geklappt. Der Saisonauftakt der NLS auf der Nürburgring-Nordschleife wurde gerade eben abgesagt. Der Schnee ließ der Rennleitung keine andere Wahl.

Am gestrigen Freitag war die Welt noch in Ordnung. Strahlender Sonnenschein und überall strahlende Gesichter zu Saisonbeginn der Nürburgring-Langstrecken-Serie. Keine 24 Stunden später dann Katzenjammer. Schon die Vorhersagen ließen keinen Grund zur Freude aufkommen. Und am Ende sollten sich die negativen Wetterprognosen bewahrheiten.

Beim Qualifying fing es zunächst mit leichtem Schneefall an, wurde immer stärker und bedeckte die komplette Nordschleife. Nach ca. 20 Minuten musste man das Zeittraining mit Roter Flagge unterbrechen. Zwar war die Strecke teilweise wieder frei, doch die Auslaufzonen noch voller Schnee. Und der Schnee wurde heftiger, ließ wieder nach und kam dann doch wieder zurück.

Anzeige
Die Rennleitung entschied sich nach intensiven Beratungen dann zum Abbruch der 66. ADAC Westfalenfahrt.

Zustimmung erhielt die Rennleitung unter anderem von Nico Menzel, der ab diesem Jahr neben Johannes Scheid und Michael Bonk als Fahrersprecher der Nürburgring Langstrecken-Serie fungiert: „Man kann heute niemandem einen Vorwurf machen. Als wir um kurz vor halb acht rausgefahren sind, betrug die Asphalttemperatur 5 °C. Es waren zwar kalte, aber machbare Bedingungen. Ich bin dann im Schwalbenschwanz in das Schneetreiben gekommen. Es bildeten sich schnell Eiskristalle auf der Strecke und der Grip war schlagartig weg. Eine deutliche Wetterbesserung war zum Zeitpunkt der Absage nicht in Sicht. Bei den unbeständigen Bedingungen wäre das Risiko eines Rennens einfach zu groß.“

Groß war die Enttäuschung bei Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG: „Das gesamte Organisationsteam hat in den vergangenen Wochen sehr viel Arbeit investiert, um die Veranstaltung unter Pandemiebedingungen möglich zu machen. Am Ende bleibt uns die Gewissheit, dass organisatorisch alles funktioniert hat. Natürlich wären wir gerne Rennen gefahren und hätten den Fans packende Action aus der Grünen Hölle nach Hause geliefert. Aber das Wetter können wir leider nicht ändern. Jetzt blicken wir nach vorne.“