Mittwoch, 23. Juni 2021
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TCR Germany
10.06.2021

Heimspiel für die Österreicher: ADAC TCR Germany in Spielberg

Heimspiel für die Österreicher: Die ADAC TCR Germany macht an ihrem zweiten Rennwochenende in diesem Jahr in der Steiermark Halt. Auf dem Red Bull Ring geht es am Wochenende vom 11. bis 13. Juni zur Sache – für die österreichischen Starter der ADAC TCR Germany steht also schon früh ein Highlight auf dem Programm.

Und das sogar vor Fans: Unter Berücksichtung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen maximal 3000 Zuschauer pro Tag die Rennen live auf der Tribüne erleben. Aus Österreich stammen sechs Fahrer sowie die Teams Wimmer Werk Motorsport und Mair Racing Osttirol. Die Rennen der ADAC TCR Germany gibt es live, kostenlos und exklusiv auf TVNOW sowie auf adac.de/motorsport. Um die Rennen auf TVNOW.de zu sehen, ist keine Anmeldung oder Registrierung erforderlich.

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„Ich freue mich extrem auf den Red Bull Ring. Im vergangenen Jahr musste ich das Rennen auslassen, weil ich bei der WTCR im Einsatz war. Jetzt kann ich es kaum erwarten, ich kenne die Strecke vom Formelsport, sie ist auf jeden Fall eine meiner Lieblingsstrecken“, sagt Nico Gruber, der für das Hyundai Team Engstler seine zweite Saison in der ADAC TCR Germany absolviert und aktuell in der Honda Junior Challenge vorne liegt: „Wir haben in Oschersleben unsere Pace gezeigt, mein Ziel ist es, wieder in der Honda Junior Challenge zu gewinnen und meinen Vorsprung auszubauen – und natürlich auch wichtige Punkte für mein Team zu holen.“

Auch für Wimmer Werk Motorsport ist das Heimrennen ganz besonders. 2020 war das Team bereits als Gast auf dem Red Bull Ring dabei, nun absolvieren die Österreicher die gesamte Saison in der ADAC TCR Germany und schicken gleich vier Autos ins Rennen. Die beiden Cupra León Competición TCR-Fahrer Günter Benninger und Christian Voithofer sowie Audi RS3 LMS-Pilot Peter Gross (alle Österreich) starten in der neuen Trophy-Wertung. Eric Scalvini (26, Italien) hat im Cupra beim Saisonauftakt in Oschersleben bereits bewiesen, dass er mit der Spitze mithalten kann.

„Ich sehe den zwei Rennen mit einem sehr guten Gefühl entgegen“, sagt Teamchef Felix Wimmer von Wimmer Werk Motorsport. Topfahrer Scalvini soll in der Steiermark an die guten Leistungen anknüpfen. „Eric hat sich großartig bei uns akklimatisiert. Dafür, dass er die Strecke in Oschersleben und auch unser Auto praktisch nicht gekannt hat, war er sogar sensationell unterwegs.“, so Wimmer: „Wenn alles passt, kann Eric in der Topklasse sicher ganz vorne mitfahren.“ Die drei Trophy-Piloten „kennen den Red Bull Ring gut, somit können wir auch hier sicherlich gute Ergebnisse erzielen.“

An der Spitze thront aktuell Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), dem ein fast perfektes Auftaktwochenende in Oschersleben gelungen ist. Dort feierte er zwei Siege und holte die Startplätze eins und zwei – entsprechend führt der WTCR-Fahrer die Meisterschaft mit 68 Zählern an. Maximal sind an einem Wochenende 70 Punkte möglich. Platz zwei belegt Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der Honda Civic TCR-Fahrer hat 46 Punkte auf dem Konto. Nico Gruber (43 Punkte) folgt dicht dahinter.

Am Red Bull Ring begrüßt die ADAC TCR Germany zudem drei Gäste. Sandro Soubek (27, Österreich, Mair Racing Osttirol) war bereits 2020 dabei und zeigte mit seinem Audi RS3 LMS eine starke Leistung. Lubner Motorsport setzt an diesem Wochenende drei Opel Astra TCR ein: Neben Stammfahrer Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit) sind auch Andreas Höfler (43, Österreich) und Mario Klammer (36, Österreich) am Start.

Die Brüder Dominik (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (19, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) waren am vergangenen Wochenende noch beim ADAC Total 24-Rennen am Start, nun wollen sie in der ADAC TCR Germany nachlegen. Beim Auftakt waren die beiden aufs Podium gefahren, in der Teamwertung belegen sie den zweiten Rang hinter dem Hyundai Team Engstler.

„Der Red Bull Ring ist keine klassische Honda-Strecke, das hat die Vergangenheit gezeigt. Dazu kommt, dass Hyundai auf den Geraden sehr stark ist“, sagte Marcel Fugel vor dem zweiten Rennwochenende der Saison: „Das wird sich eine Herausforderung. Wir müssen schauen, dass wir es auf die Distanz hinbekommen.“