Sonntag, 19. September 2021
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SAKC
03.08.2021

Ereignisreiche SAKC-Halbzeit in Ampfing

Zum Halbzeitrennen der diesjährigen Saison gastierte der Süddeutsche ADAC Kart Cup am zurückliegenden Wochenende im oberbayerischen Ampfing. Auf dem Schweppermannring gingen dabei über 100 Fahrer*innen in den verschiedenen Kategorien auf die Reise. Drei Wertungsläufe galt es für die Akteure zu absolvieren. Neben Mehrfachsiegern zeigten sich in manchen Kategorien Überraschungen an den Spitzenplätzen des ADAC-Championats.  
 
Die dritte von insgesamt fünf Veranstaltungen des Süddeutschen ADAC Kart Cups wartete am vergangenen Wochenende in Ampfing auf zahlreiche Pilotinnen und Piloten. Nachdem beim zweiten Event in Wackersdorf Regen für verändernde Streckenverhältnisse im Tagesverlauf und insbesondere in den Rennen sorgte, meinte es Petrus diesmal gut mit den Teilnehmenden. Nach teils nassen Bedingungen in den morgendlichen Trainings fanden die Rennen durchweg auf trockenem Asphalt statt.

Mini: Siege für Titze, Weiß und Groneck

Schon die Jüngsten des Wochenendes ließen am Renntag nichts anbrennen und gaben auf dem anspruchsvollen Kurs in Ampfing Vollgas. Moritz Groneck (Melle/DS Corse) behauptete sich als Polesetter im Zeittraining als klarer Siegesfavorit – musste im ersten Rennen allerdings den ersten Schlagabtausch verkraften. An der Spitze lieferten sich die Youngster in einem Viererpulk harte Positionskämpfe, wobei Konstantin Titze (Puig de Ros) zum Schluss das Tempo vorgab und vor Elia Weiß (Aschheim/TB Motorsport) und Marc Gerstenkorn (Landshut/CV Performance Group) als Sieger in das Ziel fuhr.

Auch im zweiten Rennen ging es vorne eng zu. Konstantin Titze fuhr nach 14 Runden als Erster über den Zielstrich – eine Spoilerstrafe bedeutete im Nachhinein jedoch nur Platz vier. Moritz Groneck stand fortan als Sieger in den Ergebnislisten und klassierte sich vor Gerstenkorn und Weiß.  Ähnlich turbulent war auch das Finale. Elia Weiß behauptete sich dabei am Ende als schnellster Mann im Feld und gewann vor Groneck und Gerstenkorn. Konstantin Titze reihte sich als Vierter vor Nikolas Simic (Ludwigsburg/Dutt Motorsport) ein.

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Zusammen auf die Strecke ging es für zwei Bambini sowie drei Iame Swift-Piloten. Bei den Bambini fuhr Noel Mannsperger (Hockenheim/Duttt Motorsport) vor Michael Lukas Raisch (Halterbach) auf Platz eins in der Tageswertung. Die IAME-Kategorie lag daneben in fester Hand von Rene Brustmann (Forchheim). Der Nachwuchspilot gewann alle Rennen jeweils vor Nick Ried (Ehingen/Lanari Racing Team) und Felix Eymann (Mühldorf).

Tageswertung Mini
1. Elia Weiß (61 Punkte)
2. Moritz Groneck (58 Punkte)
3. Marc Gerstenkorn (52 Punkte)
4. Konstantin Titze (51 Punkte)
5. Nikolas Simic (32 Punkte)

Rok Mini: Maxim Becker vor Marlon Di Salvo

Als einziger Pilot des 14-köpfigen Fahrerfeldes der Rok Mini unterbot Maxim Becker (Eggenstein/C4-Racing) im Qualifying die 50 Sekunden-Schallmauer und stellte sich mit seinem Kart zum ersten Rennen auf die Pole-Position. Im ersten Durchlauf konnte der C4-Racing-Schützling jedoch die Pace von Marlon Di Salvo (Mannheim) und Tom Wickop (Bottrop/CRG Holland) nicht ganz mitgehen. Becker schlug aber im zweiten Rennen zurück. Deutlich setzte sich der Youngster vom Verfolgerfeld ab und siegte vor Di Salvo und Wickop auf den Plätzen zwei und drei.
 
Im Finale gab es auf den vorderen Positionen nochmals Verschiebungen. Diesmal sicherte sich Tom Wickop den Platz an der Sonne, fuhr als Sieger in das Ziel und baute so viel Vorsprung auf, das auch eine nachträgliche Zeitstrafe nichts mehr am Ergebnis änderte. Vorsieger Maxim Becker folgte als Zweiter und setzte sich somit vor Di Salvo durch. Tommie Lycklama a Nijeholt (Korschenbroich/DS Kartsport) lieferte sich dahinter ein hartes Duell mit Adrian Lorenz (Kirchberg/DS Kartsport), welches der Korschenbroicher im Foto-Finish für sich entschied.
 
Tageswertung Rok Mini
1. Maxim Becker (61 Punkte)
2. Marlon Di Salvo (61 Punkte)
3. Tom Wickop (61 Punkte)
4. Tommie Lycklama a Nijeholt (37 Punkte)
5. Adrian Lorenz (34 Punkte)

X30 Junior: Triple für Maximilian Prunner

Schon im Zeittraining der X30 Junioren setzte Maximilian Prunner (Neufarn/RS Motorsport) mit der Bestzeit ein deutliches Zeichen. Im ersten Wertungslauf gelang dem jungen Kartfahrer daraufhin die erste Wiederholung seiner Top-Vorstellung. Als Sieger klassierte sich Prunner vor Finn Wiebelhaus (Obertshausen) und Lukas Roos (Spaichingen/RS Motorsport). Selbiges Bild bekamen die Zuschauer an der Strecke auch im zweiten Rennen zu sehen. An der Spitze rangierte erneut das Dreigestirn um Prunner, Wiebelhaus und Roos, die sich klar vom Verfolgerfeld absetzten.
 
Perfekt machte Maximilian Prunner seine Performance im Finale. Zum dritten Mal in Folge ließ der Neufarner seiner Konkurrenz keine Chance und siegte. Finn Wiebelhaus und Lukas Roos überzeugten jeweils mit Konstanz und verteidigten ihre Positionen bis zum Fallen der Zielflagge souverän. Maximilian Spirkl (Tüßlingen) fuhr dahinter als Viertplatzierter in das Ziel und schob sich damit vor Lea Gerspacher (Freiburg) auf Platz fünf.
 
Tageswertung X30 Junior
1. Maximilian Prunner (75 Punkte)
2. Finn Wiebelhaus (60 Punkte)
3. Lukas Roos (48 Punkte)
4. Maximilian Spirkl (36 Punkte)
5. Lea Gerspacher (30 Punkte)

OK Junior: Goldpokal für Max Rossig

Fünf Nachwuchsrennfahrer waren bei den OK Junioren am Start. Den besten Einstand legte dabei Max Rossig (Kehl/TR Motorsport) am Samstag hin. Vor Simon Rechenmacher (Rosenheim) fuhr der TR Motorsport-Pilot zur Pole-Position und wusste diese im ersten Rennen prompt umzusetzen. Fehlerfrei fuhr Rossig dort zu seinem ersten Sieg und verwies Daniel Brozovic (Waiblingen/TR Motorsport) dadurch auf die Verfolgerposition. Im zweiten Rennen ließ Rossig ebenfalls Taten folgen und verbuchte einen weiteren Laufsieg – diesmal vor Simon Rechenmacher – auf seinem Konto.
 
Rechenmacher wendete das Blatt schließlich im Finale. Der Rosenheimer setzte sich an die Spitze des Feldes und feierte nach 15 Rennrunden den Sieg vor Daniel Brozovic. Max Rossig musste mit Position drei vorliebnehmen und war somit noch vor Lukas Xaver Hellauer (Cadolzburg) im Ziel.
 
Svenja Dreher (Balgheim) und Noah Gounot (HSP Motorsport) waren in denselben Rennen mit ihren OK-Karts am Start. Dreher lag dabei jeweils vor ihrem männlichen Kontrahenten und ergatterte am Ende auch Platz eins in der Tageswertung.
 
Tageswertung OK Junior
1. Max Rossig (66 Punkte)
2. Simon Rechenmacher (61 Punkte)
3. Daniel Brozovic (56 Punkte)
4. Lukas Xaver Hellauer (37 Punkte)
5. Michi Gmeiner (24 Punkte)

Rok Junior: Drei Rennen – drei Sieger

Von der Pole-Position aus ging Julian Konrad (Sinzig/Giti Tire Motorsport by WS Racing) in das erste Rennen der Rok Junioren. Schon dort zeigte sich die hohe Leistungsdichte an der Spitze des Feldes. Konrad, Teamkollege Moritz Hauptenthal (Losheim am See) und Kerim Apaydin (Taunusstein) lieferten sich packende Windschattenduelle und nahmen am Ende die Positionen eins bis drei ein. Das Trio war auch im zweiten Rennen das Maß der Dinge. Diesmal bewies jedoch Haupenthal im finalen Moment einen kühlen Kopf und siegte vor Konrad und Apaydin.
 
Gebrochen wurde der Vormarsch des Giti Tire Motorsport-Ensembles im Finale. Kerim Apaydin löste das schnelle Duo an der Spitze ab und fuhr souverän zum Sieg. Moritz Haupenthal klassierte sich dahinter auf Position zwei und fuhr dabei eine große Lücke zum Verfolgerfeld heraus. Dieses führte Rocco Curcio (Bad Saulgau) als Drittplatzierter an und vervollständigte so mit Alexandra Buslei (Niederbreitbach) und Julian Konrad die Top-Fünf.
 
Tageswertung Rok Junior
1. Moritz Haupenthal (65 Punkte)
2. Kerim Apaydin (57 Punkte)
3. Julian Konrad (56 Punkte)
4. Rocco Curcio (38 Punkte)
5. Paul Rehlinger (26 Punkte)

Rok Senior: Can Sener auf Erfolgskurs

Für Can Sener (Stuttgart/Giti Tire Motorsport by WS Racing) startete das Rennwochenende mit einem Paukenschlag. Im Zeittraining fuhr der Youngster eine fabelhafte Runde und sicherte sich mit fast sieben Zehntelsekunden Vorsprung die Pole-Position. Diese dominante Vorstellung setzte der Stuttgarter im Anschluss auch in den Rennen fort. Im ersten Wertungslauf vergrößerte Sener die Lücke zu seinen Verfolgern auf über zehn Sekunden und setzte dem Rennen damit vor Tim Miedl (Lobmingtal) und Paul Koch (C4-Racing) seinen Stempel auf.
 
Die Fortsetzung lieferte Can Sener in Lauf zwei und drei. In beiden Durchgängen ging kein Weg an dem Tony Kart-Piloten vorbei. Im zweiten Rennen setzte sich Paul Koch als Führender des Verfolgerfeldes vor Fabian Böffel (Tholey) durch. Im Finale drehte sich die Reihenfolge der beiden nochmals. Böffel fuhr als Zweiter vor Koch und Tim Miedl über die Ziellinie. Als Fünfter platzierte sich Richard Seifert (München).
 
Tageswertung Rok Senior
1. Can Sener (75 Punkte)
2. Paul Koch (52 Punkte)
3. Tim Miedl (46 Punkte)
4. Fabian Böffel (36 Punkte)
5. Richard Seifert (35 Punkte)

X30 Senior: Gabriel Streitmatter überzeugt auf ganzer Linie

Der Valier Motorsport-Schützling Gabriel Streitmatter (Breisach) war Mann der Stunde im Zeittraining der 20-köpfigen X30 Senioren. Mit deutlichem Abstand brannte der Breisacher die schnellste Rundenzeit in den 1.063 Meter langen Asphalt in Ampfing. Seine fahrerischen Qualitäten unterstrich der Polesetter fortan auch in den Rennen. Im ersten Lauf rangierte Streitmatter souverän an der Spitze und fuhr vor seinem Teamkollegen Felix Wischlitzki (Donauwörth) und Philipp Gogollok (Bad Homburg/CV Performance Group) als Sieger in das Ziel. Im zweiten Durchgang behauptete sich Gabriel Streitmatter ebenfalls auf der Führungsposition – hatte dabei jedoch alle Hände voll zu tun. Wischlitzki und Benjamin Gärtner (Köln/AT Motorsport) waren dem Frontmann dicht auf den Fersen und fuhren in seinem Windschatten über den Zielstrich.
 
Im Finale gab das Valier Motorsport-Duo ebenfalls das Tempo vor. Im Ziel warf Wischlitzki eine Strafe jedoch zurück. Benjamin Gärtner rutschte folglich auf Platz zwei nach vorne und war zusammen mit Julien Koch (Wehrheim) in den Top-Drei unterwegs. Für Wischlitzki stand am Ende Position vier zu Buche. Als Fünfter des Finales reihte sich Sebastian Hippler (Bad Kissingen/RS Motorsport) ein.
 
Tageswertung X30 Senior
1. Gabriel Streitmatter (75 Punkte)
2. Felix Wischlitzki (53 Punkte)
3. Benjamin Gärtner (49 Punkte)
4. Julien Koch (37 Punkte)
5. Patrick Degenbeck (34 Punkte)

KZ2: Claudia Henning gewinnt

Haarscharf verlief das Zeittraining der Schaltskarts. Stefan Ott (Wasserburg) und Claudia Henning (Waidhofen) trennten auf ihrer schnellsten Runde nur sieben Tausendstelsekunden, was schon im Vorfeld für die Rennen einiges an Spannung versprach. Eine Überraschung folgte daraufhin im ersten Lauf. Stefan Ott musste einen Ausfall verzeichnen und machte an der Spitze Platz: von Position sechs aus nutzte Danny Schultz (Mühldorf/ DS Corse) seine Chance, fuhr durch das Feld und ergatterte den Sieg vor Henning und Sebastian Uber (Friolzheim). Im zweiten Durchlauf präsentierte sich an der Spitze ein packendes Duell zwischen Henning, Ott und Schultz, welches das Trio in ebensolcher Reihenfolge in das Ziel brachte.
 
Claudia Henning ließ schließlich auch im Finale keine Zweifel aufkommen. Gekonnt fuhr die schnelle Lady auf Platz eins liegend davon und strahlte im Ziel als verdiente Doppelsiegerin vor Danny Schultz. Schaltkart-Rookie Louis Binder setzte sich auf Position drei und mischte mit Sebastian Uber und Rico Volz (Pforzheim) unter den besten Fünf des neunköpfigen Klassements mit.
 
Tageswertung KZ2
1. Claudia Henning (70 Punkte)
2. Danny Schultz (61 Punkte)
3. Sebastian Uber (40 Punkte)
4. Tim Schott (31 Punkte)
5. Maurice Schenck (28 Punkte)

KZ2 Gentlemen: Christoph Mutzl auf Erfolgskurs

In der Gentlemen-Kategorie der Schaltkarts machte Christoph Mutzl (Pfarrkirchen/MC Motorsport) frühzeitig seine Ambitionen deutlich. Mit der Pole-Position sicherte sich der Bayer beste Voraussetzungen für die Wertungsläufe und überzeugte auch dort auf ganzer Linie. Im ersten Rennen trumpfte der Routinier mit einer fehlerfreien Leistung auf und fuhr vor Erich Huber (Landau/Binder Racing) und Fitim Mucoli (Hausham) einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg ein. Mutzl gab auch im zweiten Rennen den Ton an, hatte mit Huber auf der Verfolgerposition allerdings bis zum Fallen der Zielflagge einen harten Konkurrenten hinter sich.
 
Das Duell zwischen den beiden Piloten hatte es auch im finalen Durchgang in sich. Stoßstange an Stoßstange duellierten sich die beiden erfahrenen Kartfahrer 18 Runden lang. Christoph Mutzl fuhr dabei letztlich zu seinem dritten Sieg und machte seinen Auftritt somit vor Erich Huber perfekt. Mit Abstand dahinter folgte Christoph Eichner (Emmering) als Drittplatzierter. Robert Müller (München) wurde als Vierter abgewinkt und kam somit vor Fitim Mucoli als Fünfter in das Ziel.

Tageswertung KZ2 Gentlemen
1. Christoph Mutzl (75 Punkte)
2. Erich Huber (60 Punkte)
3. Christoph Eichner (40 Punkte)
4. Markus Rausch (39 Punkte)
5. Robert Müller (32 Punkte)
 
Schon in knapp zwei Wochen geht es für den SAKC-Tross in die nächste Runde. Am 14. und 15. August startet das süddeutsche ADAC-Championat auf der Breitwangbahn in Bopfingen in die vorletzte Station der Saison 2021.