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02.09.2021

Neue Champions im Porsche Sprint Challenge Central Europe gesucht

Finaler Showdown der Porsche Sprint Challenge Central Europe (PSCCE) am kommenden Wochenende (4./5. September) in Tschechien. Welche Piloten werden sich im Autodrom Most die Meisterehren 2021 sichern?

Wenn sich Samstagmorgen die Boxentore am Autodrom Most öffnen, stehen die entscheidenden Rennen dieser Saison bevor. Die Porsche Sprint Challenge Central Europe von Lechner Racing biegt nach vier Rennwochenenden auf die Zielgerade ein. Austragungsort der fünften und gleichzeitig letzten Saisonstation ist auch im dritten Jahr des Porsche-Markenpokals das Autodrom von Most. Rund 100 Kilometer nordwestlich der tschechischen Hauptstadt Prag ist die 4,2 Kilometer lange Rennstrecke die perfekte Arena für den finalen Showdown. Das Autodrom Most ist nicht nur bei Motorradfahrern populär, sondern hat sich zuletzt mit dem Truck-Grand-Prix, dem ADAC GT Masters und weiteren Automobil-Veranstaltungen ins internationale Rampenlicht gestellt.

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Die Ausgangslage im PSCCE Meisterschaftsranking vor den entscheidenden Rennen am Samstag verspricht Spannung. In der Wertung der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport gehen Frederick Jerich (AUT) und Jonas Greif (GER, Junior Team Central Europe) punktegleich ins letzte Sprintrennen des Jahres. Den Titel teilen werden sich die beiden Youngsters aber nicht, denn sie treten erstmals in dieser Saison im selben Sprintrennen gegeneinander an. Die Rechnung ist damit einfach: Wer vorne ist, ist Meister und damit würdiger Nachfolger von Eddy Waldhier (GER). Kaum mehr einzuholen sind Franz Dziwok (POL, FA1 Racing) und Tomasz Lach (POL, LAVA Racing) in der ProAM- bzw. AM-Wertung.

Erstmals werden in diesem Jahr Pokale in der neuen GT3-Wertung vergeben. Die 500-PS-starken Porsche 911 GT3 Cup-Autos zeigten in den bisherigen Rennen, dass sie eine Bereicherung innerhalb der Porsche Sprint Challenge Central Europe darstellen und sowohl für erfahrenere Piloten als auch Youngsters ein attraktives Angebot sind. In der Gesamtwertung spielte Alex Ellinger (AUT, Autopark Wien) zuletzt am Hungaroring das Zünglein an der Waage. Ellinger beendete mit einem Sieg die Siegesserie von Freddy Fast (AUT). Weil Fasts „Keep It Gold Racing“-Teamkollege Max Werndl (GER) im Gegenzug erneut die volle Punktezahl einheimste, trennt das deutsch-österreichische Duo nun zwei Punkte. Auf Rang 3 liegt Freddy Kremer, sechs Punkte vor Markus Seldmaier (beide GER, Kremer Racing). Mit Patryk Krupinski (POL, JP Motorsport), Robert Sulma (CZE, 911Excellence) und Markus Maier (GER, Maier Racing) mischen in Tschechien aber auch drei Gaststarter mit.

Freddy Fast und Max Werndl (Keep It Gold Racing) in ihrem goldenen Neunelfer sind nach überlegenen Siegen in allen vier Langstreckenrennen in diesem Jahr nur mehr durch einen Ausrutscher von der Spitze zu verdrängen. Dahinter gesetzt sind Kremer und Sedlmaier (Kremer Racing). Die spannendere Ausgangslage bietet die GT4-Klasse: Frederick Jerich und Teamkollege Jonas Greif (Junior Team Central Europe) haben zusammen 94 Punkte gesammelt und damit gleich viele wie Franz Dziwok (FA1 Racing), der nach zwei Siegen in Polen und Ungarn (zusammen mit dem Österreicher Florian Janits) ebenfalls 94 Zähler am Konto hat. Mit einem anderem Teamkollegen, GT4-Ass Lennard Marionek (GER), versucht Dziwok in Most den entscheidenden Zug zum prestigeträchtigen Endurance-Titel zu machen. Derzeit bester AM-Pilot im Langstrecken-Klassement: Klaus Bönighausen (GER, baederprofis.de).