Mittwoch, 21. April 2021
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24h Le Mans
08.04.2021

Porsche benennt Cockpit-Besetzungen für 24h Le Mans und 8h Portimão

Porsche hat sich die Unterstützung zweier Langstrecken-Spezialisten für die beiden Rennen zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Portimão und Le Mans gesichert. Im rund 515 PS starken 911 RSR mit der Startnummer 91 ergänzt Frédéric Makowiecki die WEC-Stammpiloten Gianmaria Bruni aus Italien und Richard Lietz aus Österreich. Der Franzose hatte das Aufgebot bereits in den vergangenen drei Jahren bei den 24 Stunden von Le Mans komplettiert. In der Startnummer 92 wechseln sich der Schweizer Neel Jani und der Franzose Kévin Estre mit Michael Christensen ab. Der Däne hatte 2018 die GTE-Pro-Klasse in Le Mans gemeinsam mit Estre und dem Belgier Laurens Vanthoor gewonnen. Die erfahrenen Trios werden auch den zweiten Saisonlauf am 13. Juni in Portugal gemeinsam bestreiten.

„Die sechs nominierten Fahrer blicken auf insgesamt 59 Le-Mans-Teilnahmen zurück. Diese Erfahrung ist von unschätzbarem Wert“, erklärt Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter Werksmotorsport. Neel Jani hat 2016 im Porsche 919 Hybrid die Gesamtwertung des 24-Stunden-Klassikers in Frankreich gewonnen – zusammen mit Romain Dumas (Frankreich) und Marc Lieb (Deutschland). Seine fünf Kollegen haben beim traditionsreichen Langstreckenrennen an der Sarthe bislang acht Klassensiege mit dem 911 RSR eingefahren. „Es gibt nicht den geringsten Zweifel, dass wir für das Highlight des Jahres sehr gut aufgestellt sein werden. Das Achtstundenrennen der WEC in Portimão wird unsere intensive Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans optimal ergänzen.“

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„Für uns ist es enorm wichtig, dass wir in Le Mans zwei Fahrertrios an den Start schicken, die bereits möglichst viele Rennen gemeinsam bestritten haben“, erläutert Alexander Stehlig, Einsatzleiter FIA WEC. Das Zusammenspiel der Piloten auf und abseits der Rennstrecken ist für ihn ein wichtiger Faktor bei der optimalen Vorbereitung der 24 Stunden von Le Mans. „Das blinde Verständnis untereinander, das Wissen von den Setup-Vorlieben der Kollegen und die reibungslose Zusammenarbeit mit den Ingenieuren sind von ganz zentraler Bedeutung“, betont Stehlig. „Beim gemeinsamen Einsatz aller sechs Fahrer beim WEC-Rennen in Portugal erhalten die Abläufe einen weiteren Feinschliff, sodass wir mit einer perfekt eingespielten Crew in Le Mans antreten werden.“

Der zweite Saisonlauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Portugal bietet sich für den Einsatz von drei Fahrern pro Fahrzeug an. Aufgrund der Rennlänge von acht Stunden werden alle Piloten ausreichend Fahrzeit am Steuer des Porsche 911 RSR bekommen. Die FIA WEC gastiert am 13. Juni, dem ursprünglichen Termin für die 24 Stunden von Le Mans, erstmals auf der 4,692 Kilometer langen Strecke an der portugiesischen Algarve. Die 89. Auflage des Langstreckenklassikers in Frankreich findet am 21./22. August dieses Jahres statt.


Fahrerstimmen zur Kadernominierung

Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #91): „Super, dass ich im vierten Jahr in Folge gemeinsam mit Gimmi und Richie in der Startnummer 91 in Le Mans fahren darf. Wir sind ein sehr eingespieltes Trio und haben bei unseren Rennen immer starke Vorstellungen abgeliefert. Leider hat es bislang für uns nie zum Klassensieg in Le Mans gereicht. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Das WEC-Rennen in Portugal werden wir dazu nutzen, um unsere Zusammenarbeit mit dem neuen Renningenieur John McGregor zu verfeinern. Wir werden schon in Portimão an den Details arbeiten, für die während der Le-Mans-Woche kaum Zeit bleibt. Das bringt uns in eine gute Ausgangsposition.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Ich freue mich schon sehr auf unseren gemeinsamen Einsatz in der Startnummer 92 beim Rennen in Portimão. Ganz besonders großes Glück empfinde ich aufgrund der Tatsache, dass ich auch in diesem Jahr für Porsche in Le Mans ins Lenkrad greifen darf. Es ist in jedem Jahr das größte, härteste, wichtigste und – bei Erfolg – auch schönste Rennen. Ich hoffe, dass wir genauso gut abschneiden werden wie 2018. Ein weiterer Klassensieg wäre wirklich ein Traum.“