Freitag, 23. Oktober 2020
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ROTAX MAX Challenge
25.09.2020

Nees Racing auch zur RMC-Saisonhalbzeit top

Nach dem gelungenen Saisonauftakt zur Rotax MAX Challenge Germany in Mülsen wollte das Nees Racing Team beim Halbzeitrennen in Wackersdorf am 19. und 20. September 2020 an seine Erfolge anknüpfen. Und das sollte der Maranello-Mannschaft am Ende auch gelingen: Bei bestem Spätsommerwetter konnten die zwölf Schützlinge erneut mehrere Siege und Podestplätze einfahren ...
 
Den Anfang machten die Micros des Teams. Hier war Gabrijel Hofmann am Samstag stark unterwegs: Mit zwei zweiten Plätzen und einem Laufsieg bugsierte er sich zum Gewinn der Tageswertung. Auch seine Teamollegen Niklas Cassarino und Kenyan Washington schafften am Samstag als Vierter und Fünfter den Sprung unter die Top-Five. Am Sonntag mussten die Nees-Kids etwas zurückstecken. Verwickelt in viele Kämpfe – auch untereinander – reichte es am Ende nicht mehr für einen Sieg. Dafür landete Hofmann mit Platz drei erneut auf dem Podium, während Cassarino das Wochenende als Fünfter vor Washington auf P7 abschloss. Mathias Schulte, der den Reigen der Nachwuchs-Fahrer komplettierte, konnte sich in den Tageswertungen als Zehnter und Elfter behaupten.
 
Ein durchwachsenes Wochenende erlebten die Minis des Teams: Am Samstag kamen die vier noch nicht wirklich in Fahrt und Mika Trapp holte als Siebter der Tageswertung noch das beste Ergebnis vor Montgeo Maassen, Jonas Ungnader und Moritz Wolber. Besser sah es am Folgetag aus: Maassen legte eine deutliche Leistungssteigerung hin und erkämpfte sich mit den Plätzen zwei und drei den zweiten Rang auf dem Podium. Ungnader verbesserte sich in der Tageswertung auf Rang sieben vor Trapp auf Position acht. Wolber musste sich mit Rang elf zufrieden geben.
 
In bestechender Form zeigte sich DD2-Pilot Florian Breitenbach: Der Auftaktsieger und Tabellenführer markierte an beiden Tagen die Trainingsbestzeit und war auch in den Rennen schnell unterwegs. Zwar gewann er am Ende lediglich zwei der fünf Wertungsläufe, war aber ansonsten stets im Vorderfeld unterwegs, was in den Tageswertungen mit den Plätzen zwei am Samstag und drei am Sonntag belohnt wurde. Auch Bruder Oliver hinterließ einen starken Eindruck: Trotz eines Ausfalls am Samstag erkämpfte er sich noch Platz zehn in der ersten Tageswertung. Dieses Ergebnis konnte er am Sonntag nochmals verbessern, indem er sich bis auf den sechsten Rang der Schlussrechnung vorarbeitete. Die Dame im Team, Jana Stier, stand ihren männlichen Kollegen in nichts nach: Am Samstag erkämpfte sie sich einen hervorragenden fünften Platz in der Tageswertung, bevor sie am Sonntag etwas an Boden verlor, als Achte aber wiederum in den Top-Ten der DD2-Elite landete.
 
Im DD2-Masters vertrat Klaus Parnet die Teamfarben: Der Routinier etablierte sich im Mittelfeld und belegte an beiden Tagen den soliden siebten Platz.
 
Teamchef Manuel Nees hatte am Ende kaum Grund zur Kritik: „Unterm Strich war es ein super Wochenende. Wir waren erneut in sämtlichen Klassen ganz vorne zu finden. Bei den Micros haben sich unsere Schützline untereinander selbst das Leben schwer gemacht, aber das gehört zum Lernprozess dazu. Bei den Minis haben wir am Samstag etwas gehadert, aber am Sonntag hat die Pace gestimmt. Durchweg positiv war unsere Performance in der DD2-Klasse. Diese müssen wir nun zum Saisonfinale halten, dann haben wir gute Chancen auf den Titelgewinn.“
 
Das Finale der RMC Germany findet am 17. und 18. Oktober in Wittgenborn statt. Bis dahin wird sich das Team bestmöglich auf den Showdown vorbereiten. Dazu zählt auch ein Vorbereitungsrennen im Rahmen des RMC Clubsports am 3. und 4. Oktober 2020, das ebenfalls in Wittgenborn ausgetragen wird.