Mittwoch, 17. August 2022
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ROTAX MAX Challenge
20.10.2020

C4-Racing gewinnt Titel in der RMC Germany

Ein nervenaufreibendes Wochenende (17./18. Oktober 2020) mit Happy End liegt hinter dem Team C4-Racing, das beim Finale der Rotax MAX Challenge Germany in Wittgenborn an den Start ging. Auf dem Vogelsbergring wurde die Mannschaft wieder von drei Micro-Talenten vertreten. Dabei erlebten das Trio bestehend aus Marlon Di Salvo, Maximilian Pilch und Maxim Becker eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle ... 
 
Maxim Becker konnte seine Stärke vor allen Dingen in den Qualifyings zeigen. In den Rennen hatte er dagegen weniger Glück. Ein Ausfall und mehrere Kollisionen verhinderten am Ende bessere Ergebnisse als die Plätze sieben und neun in den Tageswertungen.
 
Eindrucksvoll eröffnete Marlon Di Salvo am Samstag das Rennwochenende mit der Bestzeit im Qualifying. Doch die Pole-Position half ihm wenig. Eine Kollision warf ihn im Rennen zurück, sodass er am Ende nur noch Position sechs retten konnte. In den anschließenden Läufen kämpfte er sich auf die Positionen vier und drei nach vorne und betrieb in der Tageswertung als Fünfter noch Schadensbegrenzung. Am Sonntag meldete er sich dann mit voller Stärke zurück. Mit einem dritten Platz und zwei Siegen bugsierte er sich zum verdienten Tagessieg.
 
Besonderer Fokus und hoher Druck lag in Wittgenborn auf Maximilian Pilch. Als Gesamtführender angereist, ging es für ihn um nichts Geringeres als den Meistertitel. In den hartumkämpften Rennen durfte er kein allzu großes Risiko eingehen, kam aber auch nicht umher, die ein oder andere Rangelei wegstecken zu müssen. Der Youngster ließ sich davon aber nicht beeindrucken und zeigte eine beachtliche Leistung, die ihm in den Tageswertungen die Positionen vier und drei einbrachten. Mit Spannung wurden am Abend die Taschenrechner gezückt und tatsächlich durfte sich der Frankfurter über den Gewinn der Meisterschaft freuen und zugleich ein Ticket für das RMC-Weltfinale in Portugal im Januar 2021 lösen.
 
Die Teamchefs Cosimo und Gabriel Citignola waren am Abend erleichtert: „Das war wirklich eines der schwierigen Wochenenden für uns. Wir waren von Beginn an schnell, aber die Rennen liefen nicht nach Plan. Die Konkurrenz hat mächtig nachlegen können und die Kämpfe waren ziemlich hart – aber auch das gehört zum Motorsport. Am Ende haben wir aber wieder die Oberhand gewonnen und schließlich nicht nur einen weiteren Tagessieg, sondern auch den Meistertitel eingefahren. Ich bedanke mich bei unserem jungen Trio und der gesamten Mannschaft für die tolle Arbeit, die uns zu diesen Erfolgen geführt hat.”
 
Parallel zum RMC-Finale war C4-Racing auch beim Rok Superfinal in Franciacorta (IT) vertreten. Paul Koch trat hier gegen die weltbesten Rok-Junioren in einem Feld von 57 Fahrerinnen und Fahrern an. Nach einem mäßigen Zeittraining und durchwachsenen Vorläufen, qualifizierte er sich zwar nicht für das Hauptfinale, konnte aber in der Rok OMP Trophy einen versöhnlichen 18. Platz nach Hause fahren.
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