Samstag, 26. September 2020
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RCN
14.09.2020

Enge Kämpfe in den RCN-Klassen

Die vierte Veranstaltung der Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2020 bedeutete für die familiäre GT- und Tourenwagen-Breitensportserie Saisonhalbzeit. Bei guten äußeren Bedingungen – trotz zahlreicher dunkler Wolken bleib es bis auf wenige Regentropfen trocken – kämpften knapp 130 Teilnehmer um wichtige Meisterschaftspunkte.

In der RCN-Meisterschaftstabelle verteidigte Dr. Stein Tveten (Bad Honnef, BMW 325i) die Führung. Durch den dritten Erfolg in der Klasse V4 baute er seinen Punktevorsprung weiter aus: „Es war wieder ein harter Kampf in der Klasse. In der zweite Hälfte der Veranstaltung musste ich meinen herausgefahrenen knappen Vorsprung nur noch verwalten.“ Auf Platz zwei folgen Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln, Opel Astra).

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Doch der vierte Sieg in der Klasse H3 hing diesmal am berühmten seidenen Faden. Henrich: „Wir hatten ein Kupplungsproblem. Der Druck im System ließ immer mehr nach und wir konnten die Kupplung nicht mehr trennen. Wir haben dann weniger geschaltet und waren dementsprechend langsam unterwegs. Aber glücklicherweise hat es knapp gereicht.“ Titelverteidiger Kevin Totz und Carsten Meurer (Brakel/Welcherath, BMW 325i) belegten in der Klasse V4, die mit 24 Fahrzeuge die größte im Feld war, Platz zwei und nehmen in der Meisterschaftstabelle Rang drei ein. Meurer: „Wir hatten einen Leistungsverlust durch ein Problem im Ventiltrieb. So waren wir ohne Chance.“

Sarah Ganser (Eschweiler, BMW 325i) aus der Klasse H4, die bislang Viertplatzierte in der Meisterschaft kam diesmal nicht ins Ziel und fiel dadurch zurück. „Bis zur Tankrunde lag ich in der Klasse in Führung, dann hatte der Motor plötzlich keine Leistung mehr.“ Rang vier übernahm so Achim Feinen (Müllenbach, BMW 318iS) nach einem weiteren Klassensieg in der V2. Auf dem fünften Platz liegen aktuell Noel Dohr/Kevin Wambach (Essen/Bad Hönnigen, Opel Astra GSi) aus der Klasse F2.

Durch die strengen Regeln des Hygiene-Konzepts aufgrund der nach wie vor herrschenden Covid-19-Pandemie gab es erneut zwei separate Läufe auf der Nordschleife über jeweils 13 Runden.

Im ersten Lauf – Wertungsgruppen V und F – kämpften die Autos der Klasse V6 mit nahezu identischen Rundenzeiten um den Sieg. Ulrich Korn (Buchholz, Porsche Cayman) hatte am Ende knapp die Nase vorn: „Es hat Spaß gemacht. Zwischendurch hatte ich einmal Glück, da kurz vor mir eine Code-60-Zone aufgehoben wurde.“ Jacek Pydys (Bergisch Gladbach, Porsche Cayman) wurde nur um zwei Sekunden geschlagen. „Nach meiner Tankrunde bin ich im Verkehr stecken geblieben. Dabei habe ich wahrscheinlich die entscheidende Zeit verloren. Aber so ist der Sport.“ Rang drei ging an Eric Ullström (Schweden, Porsche Cayman), der in der Klasse VT3 erfolgreich war.

Joachim Spehr (Frankfurt, Porsche Cayman) aus der V6 kam als Viertschnellsterüber die Ziellinie: „Es ist gut gelaufen, die Rundenzeiten haben gestimmt.“ Fünfte wurden Tobias Korn/Daniel Korn (beide Buchholz/Porsche Cayman) als Sieger der Klasse V5. Damit machten die Söhne von Ulrich Korn das Familienglück an diesem Tag perfekt. „Ein toller Tag, damit haben wir nicht gerechnet.“ Kevin Rembert (Nekarbischofsheim, Porsche Cayman), ebenfalls aus der V5, kam auf das sechstbeste Ergebnis: „Ich komme mit dem Auto und der Strecke immer besser zurecht-“

Im zweiten Lauf – Wertungsgruppen H, RS und Cup-Klassen – lagen am Ende Volker Wawer/Stefan Schmickler (Karlsruhe/Bad Neuenahr, Porsche Cayman) aus der Klasse RS7 vorn. Wawer: „Das Auto war gut, es gab keinerlei Probleme. Schade, dass es in dieser Saison durch die zwei Läufe keinen Gesamtsieger gibt.“ Das Duo Michael Luther/Markus Schmickler (Barsbüttel/Bad Neuenahr, BMW M3) überquerte auf Rang zwei die Ziellinie und gewann die Klasse RS6, damit sicherte sich Schmickler Performance den Doppelsieg. Florian Pröbstl
(Hohenpeißenberg, BMW M3) wurde als Dritter gewertet und gewann die Klasse H7. „Keine besonderen Vorkommnisse. Das Auto hat funktioniert und auf der Strecke gab es keine Schwierigkeiten.“

Auf Position vier wurde in diesem Lauf Charles Oakes (Luxemburg, BMW M240i Racing Cup) gewertet, der dadurch die BMW-Markencup-Klasse gewann. Knapp dahinter platzierten sich Philipp Weber/Ralf Reinolsmann (Adenau/Essen, BMW 332ci). Das Duo sicherte sich damit den Erfolg in der Klasse H6. Rang sechs für Rolf Weissenfels (Peterslahr, Peugeot 308 Racing Cup). Der Routinier siegte wie gewohnt in der Klasse RS2 und zeigte wieder eine starke Leistung. Pech hatten Ralf Kraus/Volker Strycek (Köln/Dehrn, Opel Astra TCR) aus der Klasse RS3, die bereits in der ersten Runde der Leistungsprüfung mit einem Turboladerschaden am Streckenrand ausrollten.

RCN Serienmanager Willi Hillebrand: „Die bisherige Saison ist bislang ohne größere Probleme verlaufen. Unser Konzept funktioniert, die Teilnehmer spielen mit. Wenn es so weiter läuft, erleben wir trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für unsere Breitensportserie noch ein zufriedenstellendes Jahr.“