Donnerstag, 22. Oktober 2020
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30.09.2020

DMV BMW 318ti Cup: Premierensieg für Max Rosam

Mit dem jüngsten Podium der Seriengeschichte endete der dritte Lauf des DMV BMW 318ti Cup auf dem Sachsenring. Seinen ersten Gesamtsieg feierte bei schwierigen Wetterbedingungen Max Rosam (Rosam Motorsport). Dahinter landeten mit Theo Oeverhaus und Tom Nittel (beide Hampl Motors) zwei weitere Youngster auf dem Treppchen.

Es war eindeutig das Wochenende von Max Rosam. Bereits im zweiten Sprint Cup Rennen am Morgen hatte der jüngste Fahrer im Teilnehmerfeld den Sieg abgeräumt. Das Ergebnis toppte der erst 15jährige noch einmal im Rennen über 100 Minuten. „Mein Start war sehr gut. Ich konnte direkt nach vorne gehen und im Laufe der Runde auf Platz eins vorfahren. In den ersten Runden gab es einige Positionskämpfe zwischen mir, Florian Sternkopf und Sebastian Vollak. Am Ende habe ich mich durchgesetzt. Ich habe dann versucht an Marc David Müller dran zu bleiben, das ist mir aber nicht ganz gelungen. Dazu gab es noch einige Safety-Car Phasen, durch die ich immer wieder rankam. Nach dem Boxenstopp konnte ich vorbei. Das Ergebnis ist einfach mega. Das hätte ich am Anfang der Saison nicht erwartet, dass ich einmal ganz oben auf dem Podest stehe“, freute sich der bisher jüngste Sieger der Seriengeschichte über seinen Erfolg.

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Nach der gelungenen Premiere in Meppen ging der DMV BMW 318ti Cup erneut in einem eigenen Starterfeld ins Rennen. Von der sechsten Startposition aus katapultierte sich Rosam gleich zu Beginn an die Spitze, musste aber zunächst wieder Florian Sternkopf (Cerny Motorsport) den Vortritt lassen. In Runde vier kam zudem noch Marc David Müller (MDM Racing) vorbei. Der letztjährige Meister der DMV BMW Challenge schnappte sich nur einen Umlauf später die Spitzenposition.Bis zur 32. Runde gab Müller den ersten Platz nicht mehr ab. Als engster Verfolger zeigte sich Max Rosam, der den Saarländer vor allem zu Beginn immer wieder attackierte. Schon mit etwas Abstand folgte Carsten Seifert, der sich mit Auto Motor Sport Redakteur Jens Dralle das VIP Fahrzeug teilte. Der Führende stoppte als einer der letzten Fahrer im Feld. Das Volant übernahm nun Jan Noller. Doch Rosam nutzte sofort seine Chance und übernahm die Spitze. Die gab er bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs auch nicht mehr her.


Oeverhaus und Nittel komplettierten das Youngster-Podium

Am Ende durchaus etwas überraschend sicherte sich Theo Oeverhaus den zweiten Gesamtrang. Genau wie Rosam gerade erst einmal 15 Jahre jung, war das Nachwuchstalent von der dritten Startposition ins Mittelfeld durchgereicht worden.Vor seinem frühen Stopp in Runde 18 lag der Hampl Motors Pilot an der achten Stelle. Danach ging es jedoch in steilen Schritten nach vorne. In der 38. Runde verdrängte er Jan Noller von der dritten Position. Vor Oeverhaus lag noch Kevin Walter, der den 318er von Teamkollege Sternkopf in der 26. Runde übernommen hatte. Die Entscheidung fiel drei Runden vor Rennende, als sich der Youngster vor Walter setzte. „Beim Start hatten wir große Probleme, da die Hinterreifen schon vom Qualifying stark abgenutzt waren. Während dem Stopp haben wir Hinterreifen nach vorne bzw. die Vorderreifen nach hinten. Danach konnte ich mich nach vorne arbeiten. Ich wäre lieber im Trockenen gefahren, konnte mich aber gut darauf einstellen“, so der Zweitplatzierte. Quasi der Senior auf dem Podium war der Drittplatzierte Tom Nittel mit seinen erst 18 Jahren. Der spätere Drittplatzierte ging das Rennen zunächst eher vorsichtig an und studierte die vor ihm fahrenden Piloten. Auf Rang sechs liegend steuerte Nittel die Boxengasse an. Genau wie Oeverhaus nahm auch Nittel nach dem Boxenhalt richtig an Fahrt auf. In der selben Runde wie sein etwas jüngerer Teamkollege zog er an Noller vorbei. Kevin Walter schnappte sich Nittel zwei Runden vor Rennende. „Die Bedingungen war natürlich für uns alle sehr schwer. Man hatte mit der Traktion zu kämpfen, viel übersteuern. Ich habe mich allerdings sehr wohl gefühlt und war auch sehr erstaunt, dass sich das Auto mit den Semi-Slicks so gut fahren lässt. Zum Schluss wurde es noch einmal knapp. Ich habe mich hinter Theo gesetzt und versucht ihn ein wenig unruhig zu machen. Allerdings hat Theo gut Stand gehalten. Die letzte Runde ging es Kopf an Kopf in einige der Kurve rein. Leider etwas zu spät. Ich bin insgesamt sehr zufrieden“, berichtete Nittel.

Rang vier ging an Florian Sternkopf und Kevin Walter, während Jan Noller und Marc David Müller den fünften Platz noch über den Zielstrich brachten. Es war eine denkbar knappe Entscheidung. Denn Finn und Holger Zulauf (Smyrlis Racing) waren bis auf 0,105 Sekunden herangekommen. Dahinter komplettierten Alpert/Million (JAS Rennsport), Kast/Schultz (PR Motorsport) und Waibel/Hahne (Cerny Motorsport) die Top-Ten. Überhaupt nicht rund lief es für Rekordsieger und Titelverteidiger Sebastian Vollak. Im Trockenen konnte sich Vollak noch die Bestzeit im freien Training und Qualifying sichern. Im Nassen lief es dagegen überhaupt nicht rund. Nur in der Anfangsphase konnte Vollak in der Spitze mitmischen. Am Ende musste sich Vollak mit dem 16. Rang im mit insgesamt 27 Startern sehr stark besetzten Teilnehmerfeld begnügen. „Ich fuhr mit dem völlig falschen Setup los. So richtig nass mit stehendem Wasser kannte ich das bisher noch nicht. Alle, die morgens im Sprintcup fuhren, haben es gemerkt und umgebaut – wir nicht. Nach dem Stopp und leichten Setup-Änderungen versuchten wir taktisch noch einmal etwas zu reißen. Das ging vollkommen in die Hose. Die letzten beiden Safety-Car Phasen haben mich weit von vorne weggespült. Aber that’sracing“, so Vollak.

Doch nicht nur die auf den vorderen Rängen Platzierten boten eine starke Leistung. Das gesamte Teilnehmerfeld bot wiederum starke Rennaction und zeigte auch gerade bei diesen schwierigen Bedingungen eine disziplinierte Leistung. Beim nächsten Lauf auf dem Nürburgring wird wieder gemeinsam mit der DMV NES 500 gefahren. Dann geht das Rennen wieder über die Distanz von zwei Stunden.